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Donnerstag, 24. Mai 2012

Lehrübung Hinterhalt 2012


Im Auftrag des Heeresamtes führte die Infanterieschule am 22. und 23. Mai 2012 erstmals die „Lehrübung Hinterhalt“ durch. Schwerpunkt bildete die Darstellung der Fähigkeiten zum Bestehen eines Hinterhaltes sowie der Kampf gegen irreguläre Kräfte nach Auslösen eines Hinterhaltes.

Die rund 200 Mann starke Lehrtruppe  stammte unter anderem aus dem Fallschirmjägerbataillon 313 aus Seedorf, dem Panzergrenadierlehrbataillon 92 aus Munster sowie dem Aufklärungsbataillon 8 aus Freyung. Sie stellte eine verstärkte Infanteriekompanie mit GTK Boxer, TPz Fuchs sowie einem unterstellten Panzergrenadierzug mit SPz Marder dar. Dazu kamen HUMINT-, EloKa-, PsyOps-, Pionier- und Kampfmittelräum-, sowie Sanitätsanteile. Zudem verstärkte die 18th Engineer Brigade der U.S. Army aus Schweinfurt die Lehrtruppe mit einem Road Clearance Package. 
Das U.S. Road Clearance Package zwischen deutschen TPz Fuchs und GTK Boxer auf der Marschstraße (Foto: Jan-P. Weisswange)

In einem ersten Gefechtsausschnitt führte die Lehrtruppe zunächst die zur Verfügung stehenden Kräfte, Mittel und Fähigkeiten einer verstärkten Infanteriekompanie vor.
Panzergrenadiere beim 5/25-Check um ihren SPz Marder…(Foto: Jan-P. Weisswange)
…und aufgesessen bei der Überwachung (Foto: Jan-P. Weisswange)

Dazu kamen Handlungen und Verfahren zum Erkennen und Verhindern eines Hinterhaltes einschließlich des Räumens improvisierter Sprengladungen (Improved Explosive Devices, IED’s) vor. 
Mikroaufklärungsdrohne für den Ortsbereich (MIKADO) alias AirRobot AR 100-B (Foto: Jan-P. Weisswange)
Suche nach IED’s mit Sonde und Spürhund (Foto: Jan-P. Weisswange)
Absprache zwischen US- und deutschen Pionieren (Foto: Jan-P. Weisswange)

Manipulator PackBot verbringt Schlagladung auf IED… (Foto: Jan-P. Weisswange)
…anschließend erfolgt die Sprengung (Foto: Jan-P. Weisswange)
Ein zweites Bild zeigte dann das Werfen irregulärer Kräfte, die einen Zug der Kompanie in einem Hinterhalt durch ein ferngezündetes Exposively Formed Projectile (EFP) sowie mit Hand- und Panzerabwehrhandwaffen angegriffen hatten. Auch wenn jeder Hinterhalt anders verläuft und es kein Patentrezept gibt: Entschlossenheit, Ergreifen der Initiative, Herstellen der Feuerüberlegenheit sowie schnelle Verwundetenversorgung durch qualifizierte Selbst- und Kameradenhilfe sind Schlüssel zum Bestehen im Gefecht.
Im Schutze ihres GTK Boxer leisten Infanteristen Tactical Combat Casualty Care für die Besatzung des ausgefallenen Spähpanzers Fennek (Foto: Jan-P. Weisswange)
 Zielgruppe der Lehrübung waren in erster Linie Einheits- und Teileinheitsführer des Heeres. Insgesamt nahmen an beiden Tagen mehrere Hundert Gäste aus allen Teilstreitkräften, militärischen Organisationsbereichen, aus verbündeten Streitkräfte sowie zivilen Behörden an ihr teil. Eine statische Waffenschau im Vorfeld ergänzte die Vorführung. (ww)

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