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Montag, 3. September 2012

MBDA: Neues Simulations- und Integrationszentrum für Luftverteidigungssysteme

Die MBDA Deutschland hat ein neues Simulations- und Integrationszentrum für Luftverteidigungssysteme eröffnet.


MEADS-Startgerät in der Integrationshalle. Foto: MBDA Deutschland
Auf ca. 4000 m² Nutzfläche bietet das neue Gebäude am MBDA-Standort Schrobenhausen eine moderne Infrastruktur und ausreichend Platz für die Integration von Großgeräten wie Radare, Startgeräte oder Gefechtsstände und dem Einbau in Fahrzeuge. Zudem befindet sich im Gebäude ein neues Simulationszentrum. Mit dieser Einrichtung lassen sich unter anderem Luftverteidigungsszenarien simulieren.
Die neue Halle ist ein wesentlicher Bestandteil des Luftverteidigungs-Kompetenzzentrums am MBDA-Hauptsitz Schrobenhausen. Dazu zählen neben dem neuen Simulations- und Integrationszentrum das Testzentrum in Freinhausen sowie die Laserversuchsanlage.
In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen über 60 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Standortes Schrobenhausen investiert. Im Rahmen der Investitionen ist auch die neue Integrationshalle für Luftverteidigungssysteme entstanden.
„Die Kompetenzen, die unser Unternehmen in den letzten fünf Jahrzehnten auf dem Gebiet der Luftverteidigung und Raketenabwehr aufgebaut hat, machen uns zu einem Technologie– und Systemführer in Deutschland“, so MBDA Deutschland-Geschäftsführer Thomas Homberg. „Aufträge für Programme wie MEADS, Patriot, Stinger, Roland und Gepard, aber auch für RAM und ESSM haben bei uns einzigartiges Know-how entstehen lassen, das wir in künftigen deutschen und europäischen Luftverteidigungsprogrammen einbringen wollen. Dem dient auch die Investition in das neue Integrations- und Simulationszentrum.“
Im Rahmen der Eröffnungsfeier demonstrierte MBDA Deutschland seinen Gästen aus Politik, BMVg, BWB und Luftwaffe das MEADS-Startgerät. Derzeit bereitet man den ersten Testschuss auf ein reales Ziel vor, der Ende dieses Jahres auf der White Sands Missile Range in New Mexico, USA stattfinden soll. Bei dem Testschiessen werden der Gefechtsstand, das Multifunktions-/Feuerleitradar (MFCR) und das Startgerät eingesetzt. Das MEADS-Entwicklungsprogramm wird 2014 abgeschlossen. Die Entwicklungsergebnisse sollen im Rahmen einer zukünftigen Luftverteidigungsarchitektur der Luftwaffe genutzt werden. (ww)

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