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Montag, 11. März 2013

Bundeswehr führt "Gladius" offiziell ein

Ruhpolding (ww) Die Bundeswehr hat am 7. März 2013 offiziell die Soldatenausstattung „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) übernommen.

Zwei Infanteristen der Zukunft - Erweitertes System ("Gladius"). Foto: Ralph Zwilling via Rheinmetall

Im Rahmen der von der 10. Panzerdivision ausgerichteten, traditionellen „Internationalen Divisionsskimeisterschaften“ im Raum Ruhpolding überreichte Bodo Garbe, Bereichsvorstand bei Rheinmetall Defence, „Gladius“ (so der Rheinmetall-Projektname) symbolisch an Generalleutnant Bruno Kasdorf, Inspekteur des Heeres und an Harald Stein, Präsident des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw).
„Durch den neuen IdZ-ES wurde eine eigenständige, umfassende und neuartige Lösung geschaffen. Erstmalig konnte ein kompletter Systemansatz für ein Soldatensystem umgesetzt und der Truppe zur Verfügung gestellt werden. Mit Gladius, wie wir das System nennen, betritt die deutsche Infanterie das Gefechtsfeld der vernetzten Operationsführung“, so Bodo Garbe im Rahmen der offiziellen Übergabe des Systems in Inzell.
Bodo Garbe: „Mindestens so entscheidend wie Feuerkraft, Schutz oder Beweglichkeit sind die Verfügbarkeit und der Fluss von Informationen auf dem Gefechtsfeld. Der IdZ-ES stellt jedem Soldaten nahezu in Echtzeit und automatisiert das aktuelle Lagebild zur Verfügung.“ Neben den technischen Eigenschaften und der ausgezeichneten Kooperation zwischen Bundeswehr und Industrie hob Garbe weiterhin hervor, dass Rheinmetall das Projekt im Zeit- und Kostenrahmen realisieren konnte. „Das ist heute keine Selbstverständlichkeit bei solch komplexen Rüstungsprojekten.“
Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern wurde 2006 mit der Entwicklung des Infanterist der Zukunft - Erweitertes System beauftragt. Derzeit liefert Rheinmetall die 2012 unter Vertrag genommenen ersten 30 Gladius-Systeme – ein System umfasst die komplette Ausstattung für eine zehn Mann starke Infanteriegruppe – planmäßig an die Bundeswehr aus. Bis Juni 2013 erfolgt die vorbereitende Ausbildung der Soldaten an den Systemen, bevor das Einsatzkontingent nach Afghanistan verlegt wird.
Im Januar 2013 erhielt Rheinmetall den Anschlussauftrag für die Lieferung 60 weiterer Systeme. Dieser Vertrag hat ein Volumen von 84 Mio EUR und umfasst die Ausrüstung von 60 Infanteriegruppen mit insgesamt 600 Soldaten. Die Auslieferung erfolgt in zwei Losen zu je 30 Systemen in der Mitte des Jahres 2013 sowie am Jahresende. Somit erhalten die nächsten zwei Kontingente der Bundeswehr, die nach Afghanistan verlegt werden, rechtzeitig die neue Ausstattung. Die Gladius-Ausstattung gilt als das derzeit weltweit modernste Soldatensystem.
www.rheinmetall-defence.de

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