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Montag, 1. Juni 2015

Deutsch-polnische Kooperation beim Spähpanzerprojekt LOTR

Düsseldorf/Warschau (ww) In die Kooperation bei europäischen Großgeräteprojekten kommt weitere Bewegung. So hat Rheinmetall angekündigt, bei der Entwicklung eines neuen gepanzerten Radfahrzeugs für die polnischen Streitkräfte eine wichtige Rolle zu spielen. Konkret geht es um ein neues amphibisches Radfahrzeug, welches beim Wojska Ladowe, dem polnischen Heer, die Nachfolge des Spähpanzers BRDM-2 antreten soll.
Das Wojska Ladowe setzt derzeit bei seinen Aufklärungskräften noch den BRDM-2 ein. Foto. Wikipedia

So hat das Tochterunternehmen Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) jetzt einen Kooperationsvertrag mit dem polnischen Rüstungsunternehmen Polska Grupa Zbrojeniowa SA (PGZ) und dessen Tochtergesellschaft Obrum sp. z o.o. unterzeichnet. Beide Partner wollen ein hochmodernes, gepanzertes 6x6-Radfahrzeug entwickeln, das sich an den Anforderungen der polnischen Armee im Beschaffungsprogramm LOTR (lekkiego opancerzonego transportera rozpoznawczego/ Leichtes gepanzertes Aufklärungsfahrzeug) orientiert und das konsequent auf künftige Einsatzerfordernisse der Streitkräfte – auch anderer Nationen – ausgelegt ist. Das neue LOTR-Fahrzeug soll für ein Fahrzeug mit amphibischen Fähigkeiten ein hohes Schutzniveau und ein hervorragendes Verhältnis von Nutzlast zum Gesamtgewicht bieten. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 20 Tonnen kann das LOTR 3,5 Tonnen Nutzlast aufnehmen; es bietet somit vielseitige Einsatzmöglichkeiten bei Aufklärungsmissionen und anderen militärischen Operationen. Als erstes Fahrzeug seiner Art wird LOTR unter Berücksichtigung der Erfahrungen aktueller asymmetrischer Konflikte konzipiert und entwickelt. In die Neuentwicklung des Fahrzeugs bringen die Partnerunternehmen ihre umfassende Kompetenz im Bereich gepanzerter Radfahrzeuge sowie militärischer Systemlösungen ein. Mit dem Namen RMMV verbinden sich bei der Bundeswehr und anderen Streitkräften bewährte Rad-Gefechtsfahrzeuge wie Fuchs und Boxer.

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