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Samstag, 10. September 2016

MSPO 2016 - erste Eindrücke aus Kielce

Kielce/Polen (ww) Erstmals in diesem Jahr reiste ich zur wohl größten mittelosteuropäischen Rüstungsmesse, der MSPO. Sie findet jährlich im polnischen Kielce statt. Nach der Eurosatory und der DSEI belegt die von der Targi Kielce durchgeführte Verantstaltung inzwischen den dritten Platz der europäischen Verteidigungsmessen. Die diesjährige 24. Ausgabe zeigte klar den Wachstumskurs: 609 Aussteller aus 30 Ländern stellten auf 27.000 Quadratmetern ihre Produkte und Aktivitäten vor. Zudem präsentierten die polnischen Streitkräfte ihre Fähigkeiten und ihr Gerät.
Die polnische Panzertruppe führt die Tradition der Flügelhusaren fort. (Foto: JPW)

Welche hohe Bedeutung die polnische Regierung (und auch weite Teile der Bevölkerung) dem Thema Landesverteidigung beimessen, kam auf dem Besuch der MSPO klar zum Vorschein. Zu den größten Ausstellern zählte die PGZ, die regierungseigene Polska Grupa Zbrojeniowa (Polnische Rüstungsgruppe), die Holding für alle staatlichen Rüstungsbetriebe. Ein Großteil der Fachbesucher stammte ebenfalls aus Polen, wobei darunter auch viele interessierte Zivilisten waren. Auffallend waren ebenfalls viele Jugendliche in Uniform. Bei den Jungen und Mädchen handelte es sich zum Teil um Angehörige von "Militärklassen", andere etwas ältere gehörten oftmals den in Aufstellung befindlichen Territorialverteidigungsverbänden an. Doch nun genug der Worte, lassen wir Bilder sprechen...

Neben den Leoparden 2A4 und 2A5 erhält die polnische Panzertruppe demnächst den kampfwertgesteigerten Leopard 2PL. Hier kooperieren die PGZ, ZMBL und Rheinmetall.

Leopard 2 PL (Foto: JPW)
Auch für die T-72-Variante "PT-91" des polnischen Heeres war ein Kampfwertsteigerungs-Demonstrator am Stand der PGZ ausgestellt.
PT-917T-72-Upgrade der PGZ. (Foto: JPW)

Polen nutzt das in Lizenz gebaute Patria AMV als Rosomak. Auf der MSPO war es unter anderem als Spähpanzer...
Rosomak R1 (links) und R2 (rechts) für ISTAR (Foto: JPW)

...sowie als 120mm-Feuerunterstützungsfahrzeug "Wolf" und als Technisches Aufklärungsfahrzeug zu sehen.

Rosomak-Kampfunterstützungsfahrzeuge (Foto: JPW)

Um die Nachfolge des derzeit von den polnischen Spezialkräften eingesetzten Oshkosh M-ATV...

Die M-ATV kommen aus US-Beständen. (Foto: JPW)
...bewerben sich neben GDELS mit dem MOWAG EAGLE (nicht auf der Messe vertreten) auch Rheinmetall mit dem AMPV PEGAZ (der AMPV ist eine Gemeinschaftsentwicklung mit KMW)...
AMPV PEGAZ, hier mit 40mm-Granatmaschinenwaffe von HK (Foto: JPW)
 ...und THALES mit dem bereits in Australien gerüsteten HAWKEI.

THALES HAWKEI, links davon eine bewaffnete Variante des UAS Watchkeeper X. (Foto: JPW)
Die Drehflügler-Freunde kamen ebenfalls voll auf ihre Kosten. Airbus Helicopters präsentierten neben dem H145M und dem französischen Tiger den H225M...
Airbus Helicopters H225M (Foto: JPW)





..während man am Stand von Lockheed Martin/Leonardo Helicopters mit einem schwer bewaffneten Blackhawk aufwartete...
Sikorsky Blackhawk (Foto: JPW)
...und neben einem AW-149 auch den W-3PL Gluszec zeigte.








W-3PL Gluszec (Foto: JPW)

Auch Dillon Aero hat etwas für Luftfahrzeuge zu bieten: Waren auf der SHOT Show und der Eurosatory die ersten DGP-2300-Gunpods mit der 7,62er-Gatlingwaffe M134D für westliche Luftfahrzeugmuster zu sehen, gibt es diese nun auch für die Adaption an östliche Designs.

Dillon DGP2300 am Stand des polnischen Partners W11. (Foto: JPW)
Am Stand der PGZ war auch die Handwaffenschmiede FB Radom vertreten. Dort präsentierte das polnische Wachbataillon die kürzlich beschaffte Variante des modularen Sturmgewehrsystems MSBS für repräsentative Zwecke, das MSBS-5,56R.
MSBS-5,56R mit aufgepflanztem Seitengewehr. (Foto: JPW)
Das MSBS gibt es jetzt zudem auch in 7,62 x 39mm.

MSBS in 7,62 x 39 mm (Foto: JPW)
35.000 Mann soll die neue polnische Territorialverteidigung umfassen, eine milizartige Organisation. Auf der MSPO konnte man die vorgesehene persönliche Ausrüstung und Bewaffnung anschauen, die auch Teile des Soldatensystems Tytan umfasst - insbesondere, was Optik und Optronik angeht.
Einige Konfigurationen der neuen persönlichen Ausrüstung sowie 60mm-Mörser. (Foto: JPW)
Die Technologische Universität Lublin zeigte unter anderem den Prototypen eines Abfanggerätes für Kleindrohnen.

Das panzerfaustgroße Abfanggerät für Kleindrohnen der TU Lublin (Foto: JPW)
Es verschießt ein 5 x 5 Meter großes Netz, das die abgefangene Drohne an Fallschirmen zur Erde bringt.

Soweit die ersten Eindrücke. Mehr zur MSPO demnächst hier und in den einschlägigen Publikationen.





















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