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Donnerstag, 15. Dezember 2016

90 neue Füchse für die Bundeswehr

Koblenz/ Düsseldorf/ Kassel (ww) Die Bundeswehr modernisiert ihre Transportpanzer Fuchs-Flotte. So hat das  Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) den Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern damit beauftragt, 90 der bewährten 6x6-Radfahrzeuge auf den Rüststand 1A8 zu bringen. Die Auslieferung der Fahrzeuge beginnt im Jahr 2017 und soll 2020 abgeschlossen sein. Das Vorhaben kostet 135 Millionen Euro.
Der Fuchs 1A8 im Mali-Einsatz (Foto: via Rheinmetall)

Die Version 1A8 gewährleistet gegenüber älteren Modellen einen erheblich verbesserten Schutz vor Minen und Sprengfallen, gleichzeitig wird der ballistische Schutz der Fahrzeuge erhöht.  Zu den wesentlichen Modifikationen des TPz Fuchs 1A8 zählen:
- Strukturelle Änderungen der Wanne
- Neue Sitze und Sitzaufhängungen im Mannschaftsraum für eine Entkopplung vom Wannenboden
- Verstärkungen der Radkästen, Türen und Scheibenaufnahmen
- Zusätzliche Staukästen und Verstärkungen im Außenbereich.

Bereits in den vergangenen Jahren hat Rheinmetall 177 Fuchs-Fahrzeuge der Bundeswehr auf den aktuellen Stand 1A8 gebracht. Mit dem jetzt erteilten Auftrag steigt die Anzahl der bei der Bundeswehr in Nutzung befindlichen 1 A8 Fuchs-Varianten auf 267.
Bisher verfügt die Bundeswehr über 1A8 Fahrzeuge u.a. in den Varianten Führungs-, Gruppentransport-, Sanitäts- und Kampfmittelabwehrfahrzeug sowie ABC-Spürtrupp und Bedienerfahrzeug RCP (Route Clearing Package zur Beseitigung von Minen- und Sprengfallen). Nun werden weitere Transportpanzer als Führungs-, Gruppentransport- und Kampfmittelräumfahrzeuge sowie optional Fuchs Joint Fire Support Coordination Team umgerüstet.

Seit den siebziger Jahren bei der Bundeswehr in Nutzung und rund 1200fach gefertigt, ist der TPz Fuchs mit seiner hohen Zuverlässigkeit und seiner Mobilität seit langem eines der bewährtesten und vielseitigsten Fahrzeuge der Streitkräfte. So viel Autobiographie sei erlaubt: Aus eigenem Erleben kann ich das beurteilen, musste ich (als Fahnenjunker in meiner Kompanie auf einer Schülerstelle sitzend) im Winter 1992 während der Brigadegefechtsübung „Schneller Degen 3“ von Leopard 2A4 auf den Fuchs umsatteln.
 
Der Fü/Fu-Fuchs der 2./PzAufklBtl 2 auf der Brigadegefechtsübung Schneller Degen 3, Winter 1992. Gefreiter S. (Funker), Gefreiter K. (Fahrer), Fahnenjunker Weisswange (Kommandant). Foto: JPW

Als Fuchs-Kommandant und Führer Gefechtsstandsicherung erlebte ich dennoch eine unvergessliche freilaufende Übung – für die jüngeren unter uns: seinerzeit bewegten sich ganze Verbände mit ihrem STAN-Großgerät über große Räume hinweg durch das Gelände – und lernte dabei den Transportpanzer schätzen. Aktuell wird der Fuchs bei den Missionen MINUSMA (Mali), Resolute Support (Afghanistan) und KFOR (Kosovo) genutzt.

www.rheinmetall-defence.de.

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