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Mittwoch, 24. Mai 2017

8x8 CAESAR für Dänemark - neuer Nexter-Nutzer im Norden

Versailles/Kopenhagen (ww) Die dänische Artillerie erhält demnächst die 155mm-Haubitze 8x8 CAESAR von Nexter.  So beauftragte die dänische Beschaffungsorganisation DALO das französische Wehrtechnikunternehmen mit der Lieferung von 15 Systemen. Zusätzlich gibt es eine Option für sechs weitere Haubitzen.
8x8 CAESAR von Nexter (Foto: Nexter)
Die 8x8 CAESAR ist eine 155mm-Haubitze auf radbeweglicher Selbstfahrlafette. Die Abkürzung steht für "CAmion Equipé d’un Système d’ARtillerie" (mit Artilleriesystem ausgestatteter LKW). Die neue 8x8-Variante hat 30 Tonnen Nutzlast, verfügt über ein neues automatisches Ladesystem und kann 30 Geschosse mitführen . Sie ist mit in der NATO genutzter 155mm-Munition für 39 und 52 Kaliberlängen kompatibel. Die Reichweite liegt bei bis zu 45 km, mit VLAP-Projektilen kann sie auch 50 km erreichen. Die Schussfolge liegt bei sechs Geschossen pro Minute.
Rückansicht der 8x8 CAESAR (Foto: Nexter)
Die französischen Streitkräfte nutzen CAESAR in der 6x6-Variante (18 Tonnen Nutzlast/18 Geschosse an Bord) bereits seit ihrer Einführung 2009.  Das Geschütz hat sich bereits in Libanon, Afghanistan, Mali und Irak bewährt.  Derzeit sind über 300 CAESAR-Systeme bei fünf Kundenländern in Nutzung.

www.nexter-group.fr

Donnerstag, 18. Mai 2017

Austrian Armour: Panzerbataillon 14 "Hessen" gewinnt Strong Europe Tank Challenge 2017

Grafenwöhr (ww) Premiere gelungen: Gleich bei ihrer ersten Teilnahme erzielte die Mannschaft des österreichischen  Panzerbataillons 14 "Hessen" den Gesamtsieg der diesjährige Strong Europe Tank Challlenge.
Erbarme - zu spät! Die Hesse komme: Ein Leopard 2A4 des österreichischen Panzerbataillon 14 "Hessen" im Wettkampf. (Foto: U.S. Army Europe)


In dem von der U.S. Army Europe ausgerichteten Wettkampf treten Panzerzüge verschiedener Nationen an, um sich in verschiedenen einsatznahen Szenarien zu messen. Hierzu zählen z. b. Gefechtsdienst, Geschicklichkeitsfahren, Feueranforderung, Hindernisparcours, Schießen mit Handwaffen, Selbst- und Kameradenhilfe und natürlich das Zuggefechtsschießen.

Volltreffer - Walther PPQ45 erhält Auszeichnung Handgun of the Year 2017

Atlanta/USA (ww) Erfolg für den deutschen Traditionshersteller Carl Walther in den USA: Das renommierte US-Waffenmagazin „American Rifleman“ hat die Walther-Pistole PPQ45 als „Handgun of the Year“ ausgezeichnet. Die Walther-Repräsentanten konnten im Rahmen des Jahrestreffens der amerikanischen National Rifle Association Ende April in Atlanta den begehrten „Bullseye Award“ in Empfang nehmen.
Die PPQ45 neben dem "Bullseye-Award". Foto. Carl Walther/Umarex
Die Walther PPQ45 ist fast baugleich mit der weltweit erfolgreichen Walther PPQ in 9 mm Luger, verschießt aber das in den USA beliebte und stärkere Kaliber .45 ACP. Mit dieser Auszeichnung konnte Walther gemeinsam mit der Tochterfirma Walther Arms aus Fort Smith einen weiteren wertvollen Erfolg im „Mutterland des .45er Kalibers“ feiern.
www.Carl-Walther.de

Montag, 8. Mai 2017

Ehrenwertes Engagement oder ehrabschneidender Entlastungsangriff?

Berlin (ww) Der Kampf gegen den Extremismus jeglicher Coleur ist aller Ehren wert. Vorausgesetzt, er richtet sich gegen die Richtigen. Wenn nicht, ist er kontraproduktiv. Das lässt sich derzeit bei der Bundeswehr beobachten. Hier erreicht das Verhältnis zwischen Truppe und Bundeswehrführung gegenwärtig einen neuen Tiefpunkt.

Zwar entschuldigte sich die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden vor versammelter Spitzenkräftemannschaft für ihren Generalverdacht bezüglich Haltungs- und Führungsproblemen. Aber zur Ruhe kommen die deutschen Streitkräfte trotzdem nicht. So führte die Ministerin im Standort eines als mutmaßlichen Rechtsterroristen enttarnten Oberleutnants medienwirksam einige Wehrmachtsdevotionalienfunde vor. Das nahm sie wiederum zum Anlass, eine „Säuberung“ (!) der Bundeswehr zu befehlen. Und der in den vergangenen Jahren eher unauffällig agierende Generalinspekteur ordnete eine entsprechende Durchsuchung aller Kasernen an. Spötter fürchten unterdessen, daß das Wachbataillon demnächst mit G36 statt Karabiner 98k paradieren werde. Oder daß die Verpflegungsaufnahme aus dem nierenförmigen Kochgeschirr zum melderelevanten Vorkommnis werde. Oder daß es nun endlich einen Anlass gebe, modernere Gefechtshelme beschleunigt einzuführen, die nicht die charakteristische Kalottenform des Stahlschutzhelmes Modell 1916 und dessen Nachfolgern aufweisen.
Spötter befürchten angesichts der angekündigten "Säuberung", daß das Wachbataillon den Karabiner 98k bald auf den Müllhaufen der Militärgeschichte schmeissen muss. (Foto: Bundeswehr)

Ja, viele Bundeswehrsoldaten der ersten Stunde und einige deutsche Verteidigungsminister hatten in der Wehrmacht gedient. Ja, Bundeskanzler Konrad Adenauer gab am 3. Dezember 1952 eine Ehrenerklärung für die Wehrmachtssoldaten ab. Ja, viele unserer Freunde und Partner sehen die Bundeswehr in einer Linie mit den deutschen Vorgängerarmeen. Ja, deren vor allem auf der Auftragstaktik beruhende militärische Schlagkraft bewundern selbst ehemalige Kriegsgegner bis heute. Ja, trotz alledem war die Wehrmacht als Gesamtorganisation das Instrument eines verbrecherischen Regimes und ist daher nicht traditionsbegründend für die Bundeswehr. Ja, es gibt entsprechende und viele Male objektiv diskutierte Traditionserlasse. Ja, es gibt leider auch in der Profi-Armee Bundeswehr trotzdem immer wieder ein paar Verwirrte, die sich an undifferenzierter „Unsere-tapferen-Ritterkreuzträger-der-Waffen-SS-verteidigen-die-ostpreußische-Heimat“-Heldenverklärung aufgeilen oder noch schlimmeren Spinnereien anhängen. Ja, diese Idioten blieben immer eine ärgerliche Ausnahme und wurden konsequent aus dem Dienst entfernt. Und ja, die Bundeswehr steht gegenwärtig vor ganz anderen Herausforderungen. Es wäre zielführender, jetzt eine zukunftsweisende sicherheitspolitische Diskussion zu führen, als eine alte Debatte um Selbstverständlichkeiten zum xten Male neu aufzuwärmen.

Dazu kommt, daß andere Aspekte des jüngsten Bundeswehr-Skandals so wenig mediale Beachtung finden: Wenn ein Oberleutnant mit wirren Ansichten, dafür aber ohne Papiere und arabische Sprachkenntnisse ein Doppelleben als anerkannter syrischer Flüchtling führen kann – was ist dann beim Schutz unseres Landes vor Extremisten sonst noch schief gelaufen? Will man unser Land überhaupt weiter schützen? Selbst bekennende Taliban dürfen nicht in ihre Heimat am Hindukusch ausgeliefert werden – und das, obwohl die afghanische Regierung nicht nur mit Milliarden Euro und Dollar, sondern auch unter blutigen Verlusten unterstützt wurde und wird. Und warum können fundamentalistische Gefährder inzwischen ein Doppelleben als Bundeswehrsoldaten führen? 20 Islamisten enttarnte der Militärische Abschirmdienst Ende letzten Jahres, weitere 60 Verdachtsfälle stehen in Rede.

Wie gesagt: Der Kampf gegen Extremismus jeglicher Coleur ist aller Ehren wert. Vorausgesetzt, er richtet sich gegen die Richtigen. Nun sind die Soldaten der jahrzehntelang vernachlässigten Parlamentsarmee Bundeswehr gewohnt, daß für sie bei jeglichen Skandalen offenbar die Schuld- und nicht die Unschuldsvermutung gilt. Doch gerade vor dem Hintergrund der jetzt verdrängten Versäumnisse sei noch einmal an den Eid erinnert, den jeder Bundeswehrsoldat geleistet hat: "Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“ Es erscheint wenig verwunderlich, daß der jüngste ministerielle Aktionismus an der Basis nicht als ehrenwertes Engagement, sondern als ehrabschneidender Entlastungsangriff auf Kosten der Truppe gilt.

Jan-Phillipp Weisswange

Dienstag, 2. Mai 2017

Kommentar: Miss-Management bei der attraktiven Arbeitgeberin

Berlin (ww) Viel Wirbel in der Walpurgisnacht: Ein Miss-Management bei der attraktiven Arbeitgeberin Bundeswehr führt zu einer Grundsatzdebatte über die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie. Wie konnte das geschehen?
Die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden löste in der Walpurgisnacht 2017
eine sicherheitspolitische Grundsatzdebatte aus. (Foto: Bundeswehr/Trutschel)
In einem ZDF-Interview am 30. April 2017 stellte die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden die Bundeswehr unter einen Generalverdacht. Auslöser waren Fälle von übertriebener Härte bei der Ausbildung und eine noch nicht vollständig aufgeklärte Groteske um einen Oberleutnant mit offenbar fragwürdigen Ansichten. Der konnte ein Doppelleben als anerkannter syrischer Asylant führen und mutmaßlich staatsgefährdende Straftaten planen. Jedenfalls attestierte Ursula von der Leyen den ihr seit dreieinhalb Jahren anvertrauten deutschen Streitkräften pauschal ein „Haltungsproblem“ und eine „offensichtliche Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“. Am darauffolgenden Tag der Arbeit relativierte sie in einem offenen Brief an die „lieben Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ ihre Statements zwar etwas. Aber das half nur noch wenig, die Wogen zu glätten. Hierzu trug sicherlich die Causa Spindler bei: So hatte die Ministerin wenige Tage zuvor den Befehlshaber des Ausbildungskommandos, Generalmajor Walter Spindler, als Reaktion auf die Vorfälle in Ausbildungseinrichtungen entlassen. Der für seine Geradlinigkeit geachtete General erfuhr dies allerdings nicht durch seine Vorgesetzten, sondern aus der Tagespresse. Die Basis empfand die Ablösung Spindlers als Lehrvorführung eines Bauernopfers.
Inzwischen traten die Zerwürfnisse zwischen politischer Führung und Truppe klar und unwiderlegbar zum Vorschein. Sie zeigen letztlich, daß die Bundeswehr nach einem Vierteljahrhundert kontinuierlicher Vernachlässigung am Scheideweg zwischen schlagkräftiger Streitkraft und gegenderter Gendarmerie steht. Sie in die richtige Richtung zu lenken, ist nun vordringlichste Führungsaufgabe!
„Die Bundeswehr lebt davon, dass auf allen Ebenen Verantwortung übernommen wird in dem klaren Wissen, was von Führung erwartet wird. Wenn diese Führungsverantwortung nicht mehr ausgefüllt wird, dann funktioniert in unserer Bundeswehr etwas ganz Grundlegendes nicht mehr“, so analysiert die Ministerin die gegenwärtige Lage in ihrem offenen Brief zutreffend. Und genau hier müssen die in jenem Dokument geforderte „schonungslose Aufklärung und Diskussion“ ansetzen: Die Attraktivität des Dienstes als Soldat definiert sich über verantwortungsvolle Führung, herausfordernde Aufträge, Kameradschaft der kleinen Kampfgemeinschaft und moderne Ausrüstung. Teuer beratenes Miss-Management mit merkwürdigen Schwerpunkten kann sich die Bundeswehr angesichts der vielfältigen sicherheitspolitischen Herausforderungen nicht mehr leisten. Nicht zuletzt, weil die Gesellschaft zu Recht eine schlagkräftige Truppe erwartet, die ihre Freiheit und Werte glaubwürdig verteidigen kann.
Die gegenwärtig erstarkende Diskussion wird sich daher nicht nur auf Haltung und Führung beschränken können. Aufgabengewichtung, Haushaltsmittel, staatsbürgerliches soldatisches Selbstverständnis und Wehrform werden ebenfalls auf den Prüfstand kommen müssen. Letztlich geht es um die Frage, in welche Richtung sich die Bundeswehr weiter entwickeln soll: zu einer stets um Attraktivität bemühte Arbeitgeberin oder zu einer schlagkräftigen Streitmacht einer wehrhaften Demokratie? Führt sie im Ergebnis zu letzterem, dann hätte der Wirbel der Walpurgisnacht 2017 doch noch etwas Gutes.

Jan-Phillipp Weisswange

Donnerstag, 27. April 2017

Der erste Stich des Scorpions - Französische Streitkräfte bestellen 319 Griffon und 20 Jaguar

Versailles (ww) Die französische Beschaffungsbehörde DGA hat am 24. April 2017 den ersten Produktionsauftrag im Zuge des SCORPION-Programms vergeben. So bestellte sie bei Nexter, Renault Trucks Defence und Thales 319 gepanzerte Mehrzweckfahrzeuge Griffon und 20 Spähpanzer Jaguar.
Griffon (oben) und Jaguar (unten) (Grafiken: GME)

Der Vertrag umfasst auch logistische Unsterstützung und Ausbildung. Zum Volumen gibt es keine Angaben. Nach nur 27 Monaten Entwicklungszeit beginnt damit die Produktion der neuen Fahrzeuge. Die ersten Griffon sollen bereits 2018 zulaufen, die ersten Jaguar 2020.Griffon und Jaguar zeichnen sich durch ein hohes Schutzniveau und eine sehr gute Vernetzungsfähigkeit aus und ersetzen die seit über 30 Jahren genutzten Fahrzeugmuster VAB, VAB HOT, SAGAIE ERC und dem AMX10RC. Insgesamt will die französische Armee 1.668 Griffon und 248 Jaguar beschaffen – einschließlich zugehöriger Logistikleistungen.

Freitag, 21. April 2017

System Sturmgewehr Bundeswehr: Ausschreibung beginnt

Berlin (ww) Die europaweite Ausschreibung des System Sturmgewehr Bundeswehr läuft nun doch etwas früher als erwartet an. "Circa 120.000 Sturmgewehre und entsprechendes Zubehör" will die Bundeswehr beschaffen. Die Verträge sollen im ersten Halbjahr 2019 geschlossen werden.
Der Auftragswert wird auf 245 Millionen Euro geschätzt. Einige Details nennt die Ausschreibung:

Freitag, 14. April 2017

SIG Sauer P320 Compact erzielt Qualifikation nach Technischer Richtlinie der deutschen Polizei

Eckernförde (ww) Als der bayerische Innenminister kürzlich das Projekt neue Dienstpistole für die bayerische Polizei vorstellte, klang es bereits an: SIG Sauer ist mit im Rennen! Am 13. April 2017 erhielt das Modell P320 Compact die Zertifizierung nach der Technischen Richtlinie „Pistolen im Kaliber 9mm x 19“ vom Januar 2008 (TR2008).

SIG Sauer P320 Compact, hier ausgestattet mit dem Gewinde für Schalldämpfer. (Foto: SIG Sauer)
Das vom Polizeitechnischen Institut der deutschen Hochschule der Polizei herausgegebene Dokument legt die Anforderungen fest, die Dienstpistolen für eine Verwendung bei einer deutschen Bundes- oder Landespolizeibehörde erfüllen müssen. Die jetzt erreichte Qualifikation ist daher ein weiterer wichtiger Erfolg für die vielseitige modulare Dienstpistolenfamilie P320 des in Eckernförde beheimateten Traditionsunternehmens.

Montag, 3. April 2017

Neuer militärischer Organisationsbereich Cyber und Informationsraum (CIR) nimmt Dienst auf

Bonn (ww) Deutschlands Freiheit wird auch im Cyberraum verteidigt! In dieser Konsequenz hat die Bundeswehr seit dem 1. April 2017 den neuen militärischen Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum. Rund 13.000 Soldaten werden "CIR" demnächst angehören - so viele Soldaten wie die Deutsche Marine.
Das Barett des neuen Organisationsbereiches. Foto: privat
Mit dem CIR gibt es auch Neuerungen bei der Uniformierung der deutschen Streitkräfte. Hierzu zählen das dunkelblaue  Barett (ursprünglich war wohl ein graues geplant) und ein neues Barettabzeichen. Dieses zeigt im Eichenlaubkranz einen Schild mit dem Kürzel CIR vor einem stilisierten Globus und darüber den Blitz der Fernmeldetruppe.
Der S&T-Blog gratuliert dem neuen Organisationsbereich zur Aufstellung und wünscht dem Inspekteur, Herrn Generalleutnant Ludwig Leinhos und seinen Männern und Frauen viel Freude, Erfolg und Soldatenglück für die herausfordernden Aufgaben!
Mehr zur Cyber- Strategie, dem neuen Organisationsbereich und den Möglichkeiten, sich darin einzubringen, auch auf den Seiten von Bundeswehr-Karriere.




www.cir.bundeswehr.de

Sonntag, 2. April 2017

In Netz gegangen: Die Kampfschwimmer-Association ist online!

Eckernförde (ww) Die Kampfschwimmer der Deutschen Marine zählen zu den ältesten Spezialkräften der Bundeswehr. Verschiedentlich hat der S&T-Blog schon über sie berichtet. Gerne gebe ich an dieser Stelle den gestern veröffentlichten Hinweis der Kampfschwimmer-Association weiter.




"Menschen sind stark im Willen, Geist und Körper. Doch wahre Stärke, Hilfe und Schutz bietet nur die Gemeinschaft. Aus diesem Grunde geht die Homepage der Kampfschwimmer-Association e.V. heute offiziell ans Netz.

Zwar ist der 1. April für viele ein Tag des Scherzes, für uns Kampfschwimmer ist er jedoch von historischer Tragweite. So wurde genau vor 58 Jahren die Kampfschwimmerkompanie gegründet und diese hat in ihrer Form bis heute Bestand. Nach einigen Unterstellungswechseln wurde zuletzt am 01.04.2014 das Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) aufgestellt. Die Soldaten des KSM, die Kampfschwimmer mit ihren eigenen Unterstützern sowie deren Führung, stehen so für Einsätze der Bundeswehr zur Verfügung und sind als Spezialkräfte schon im Friedensfall dem Einsatzführungskommando unterstellt.

Aber auch wir, die Kampfschwimmer- Association e.V. begehen heute den 01.04. feierlich, indem wir mit unsrer Medienpräsenz in Form unserer Homepage uns der Öffentlichkeit präsentieren. Wofür wir, die Aktiven und die Ehemaligen, die Freunde und Familien stehen, lest es selbst!

Willkommen bei der Kampfschwimmer- Association e.V. !

Homepage: http://kampfschwimmer-association.de
Facebook: https://www.facebook.com/Kampfschwimmer-Association-eV-1131286503610472/

Ahoi Kameraden! Besten Dank für den Hinweis! Ich wünsche Euch immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Samstag, 1. April 2017

Bier statt Bart: Der Tactical Beard Owners Club ändert Namen und Zweck

Ratingen (ww) Erste Gerüchte gab es bereits auf der IWA, nun erscheint es sicher: Der Tactcial Beard Owners Club (TBOC) löst sich in der bisherigen Form auf. Bereits in den letzten Jahren hatte der Verein mit viel Gegenwind zu kämpfen. Viele in den aktiven Streitkräften dienende Mitglieder mussten gemäß strenger Haar- und Barterlasse zum Rasierapparat greifen und in der Folge aus dem Verein austreten. Durchaus eine haarige Angelegenheit, denn insbesondere Politikerinnen, aber auch weibliche Vorgesetzte feierten dies als Sieg über die letzten archaischen Männerstrukturen. „Früher schnitten fortschrittliche Streitkräfte alte Zöpfe ab, heute eben Bärte“, so die Militärhistorikerin Dr. Kunigunde Schlechtscherzer von der eigens eingerichteten Stabsabteilung Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion im BMVG.

Der Entwurf des neuen Logos: Schaum statt Bart - aber immerhin hält man das Glas mit links!
(Foto: FSK900 MilSim Team Bodensee Triangle)
Eine haarsträubende Affäre gab dem TBOC in seiner letzten Struktur dann den Rest: So ließ sich eine als Zeichen des guten Willens beschlossene Frauenquote in dem Verein nicht durchsetzen – wegen geeigneter Kandidatinnen! „Damenbart tragende Frauen haben meist keinen Sinn für den taktischen Lifestyle. Frauen mit taktischen Interessen tragen hingegen meist keinen Bart“, so Diplom-Psychologin Conchita Semmel in einem viel beachteten Gastbeitrag des Fachmagazins Special Airsoft Forces, Gear and Beards. Immerhin: Auflösen tut sich der Verein nicht, aber er nimmt ab sofort auch glattrasierte Interessentinnen und Interessenten auf. Der TBOC behält darüber hinaus seine Abkürzung bei, wobei diese nun für „Tactical Beer Obsessed Club“ steht. Denn zukünftig will man an den Stammtischen dem vorzugsweise kalten und nach Reinheitsgebot gebrauten Hopfengetränk frönen. TBOC-Ehrenmitglied Friedrich Roth-Barth wird geradezu poetisch: „Seit Tacitus ist wohl bekannt: Bier ist Kultur-Barbarentrank! Lasst in Walhall die Gläser klingen – das Weibsvolk darf den Nachschub bringen!“ Na dann: Prost!

Freitag, 31. März 2017

Vertrauen - Sicherheit - Mut - der neue Imagefilm der GSG 9 der Bundespolizei

Potsdam, Sankt Augustin-Hangelar (ww) Im September 1972 erging der Aufstellungsbefehl, im Oktober 1977 erfolgte die Operation "Feuerzauber" in Mogadischu. In diesem doppelten Jubiläumsjahr hat die GSG 9 der Bundespolizei einen neuen Imagefilm herausgebracht.

Das sehenswerte Video gibt aktuelle Einblicke in den Verband, sein Selbstverständnis, seine Fähigkeiten und seine Ausstattung. Von daher eine klarer Heimkino-Tipp!

Das Zwei-Patronen-Ding der Akademie 0/500 - doppelt hält besser

Meerane (ww) Eine praktisches Gadget bringt Henning Hoffmann von der Akademie 0/500 heraus: Das „Zwei-Patronen-Ding“ hält – wie der Name schon sagt – zwei Reservepatronen griffbereit am Schaft des Gewehrs.

Das "Zwei-Patronen-Ding" auf der rechten Seite des Gewehrschaftes montiert. (Foto: JPW)
So lassen sich im Ernstfall schnell Folgeschüsse abgeben, wenn das Magazin leergeschossen ist. Mit etwas Übung lässt sich das Nachladen aus dem zusammen mit MD-Textil entwickelten Gadget schneller bewerkstelligen als ein Magazinwechsel.
Bei Bedarf lassen sich die Reservepatronen  für Folgeschüsse herausziehen und direkt in das Auswurffenster einlegen und zuführen. (Foto: JPW)
Henning empfiehlt, das Zwei-Patronen-Ding direkt mittels des mitgelieferten klebbaren Klettbandes unter dem Auswurffenster anzubringen. Bei dem Steyr SSG 69 (der aufmerksame Leser kennt das abgebildete Exemplar aus dem VISIER Special 71 „Scharfschützen II, S. 94/95) lässt sich das nicht bewerkstelligen, da sonst der Zugriff auf die rechte Magazinlösetaste verdeckt werden würde. Deshalb sitzt das Zwei-Patronen-Ding etwas weiter vorne, was dem taktischen Nutzen aber keinen Abbruch tut.
Das Zwei-Patronen-Ding gibt es in Coyote-Braun und Steingrau-Oliv, kostet 11,90 € und lässt sich entweder auf Kursen der Akademie 0/500 und demnächst auch bei Sierra-313 beziehen.
www.0-500.de
www.md-textil.info
www.sierra-313.de

Mittwoch, 29. März 2017

Aktualisierte Adjustierung für das Bundesheer

Wien (ww) Das österreichische Bundesheer modernisiert die persönliche Ausrüstung und Bewaffnung seiner Soldaten.  Im Zentrum stehen dabei die Fähigkeitskategorien Schutz und Wirkung.
Teile der neuen CRC- und Gefechtsausstattung des Bundsheeres (Foto: Bundesheer/Pusch)
Der österreichische Verteidigungsminister Mag. Hans Peter Doskozil (SPÖ) und der Leiter der Sektion III "Bereitstellung & Beschaffung" im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS), Generalleutnant Norbert Gehart, stellten heute Teile der aktualisierten Adjustierung in Wien vor.
Brigadier Georg Kollmann (l.) erläutert Minister Mag. Hans Peter Doskozil (r.) und Generalleutnant Norbert Gehart (2. v. r.) die neue Bewaffnung(Foto: Bundesheer/Pusch)
Schwerpunkt ist der Schutz und die moderne Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten. Dazu zählt vor allem die Beschaffung von Schutzausrüstung, persönlicher Ausrüstung, Bekleidung und Waffen. Diese betrifft Präsenzkräfte, Grundwehrdiener und Miliz gleichermaßen. Zur neuen Ausstattung gehören neue Kampfhelme 2015 (OpsCore FAST) sowie ballistische Schutzausstattung, Schutzbrillen (derzeit in Ausschreibung), neue CRC-Ausrüstung und neue Feldschuhe.

Interessantes tut sich darüber hinaus bei der Bewaffnung: So erhalten Jagdkommando und Jägertruppe 2018 ein neues mittleres Scharfschützengewehr von Steyr Mannlicher im Kaliber .338 Lapua Magnum mit Kahles-ZF auf Madritsch-Montage. Steyr Mannlicher liefert zudem dieses Jahr 4.200 neue Gehäuse zur Kampfwertsteigerung des Sturmgewehrs 77 auf die Version A3 aus. Diese sind für das Jagdkommando und das Jägerbataillon 25 (der einzige Luftlandeverband des Bundesheeres) vorgesehen. Im Rahmen der Präsentation zeigte Brigadier Georg Kollmann zudem unterschiedliche StG 77-Versionen, darunter die aktuelle Version A2 des Jagdkommandos und die Variante KPE für die Kaderpräsenzeinheiten. Beide verfügen über modifizierte Gehäuse mit Mil-Std 1913-Schienen zur Aufnahme optischer und optronischer Anbauteile.  Im Jahr 2018 sollen weiterhin 102 schwere Scharfschützengewehre (Barrett) im Kaliber .50 BMG zulaufen. 72 leichte Scharfschützengewehre in .308 Winchester sind derzeit in Ausschreibung. Bereits beschafft sind 300 Subkompakt-Pistolen Glock 26 für Militärpolizei, Jagdkommando und Garde-Bataillon. Im Zulauf sind zudem 4.000 Gefechtsholster für die P80 (alias Glock 17), dazu 3.890 Waffenleuchten GTL11 (Xenon-Weisslicht, mit Dimmer) und weitere 690 GTL 52 (Xenon-Weisslicht, Rotlicht-Laser, IR-Laser, IR-Beleuchter, mit Dimmer). Weiterhin werden 400 Nachtsichtbrillen MINIE von Thales beschafft.
Nachfolgend die Übersicht, die das BMLVS uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 28. März 2017

Spezialeinsatzfahrzeug Survivor R für Sachsen

Düsseldorf/Dresden (ww) Rheinmetall hat vom Freistaat Sachsen den Auftrag zur Lieferung zweier geschützter Sonderwagen Survivor R erhalten. Die Fahrzeuge gehören zu dem umfangreichen Antiterrorpaket des Landes, für das 15 MioEUR bereitgestellt worden sind - hierzu hatte der S&T-Blog bereits umfangreich berichtet
 
Der Survivor R auf der Verwindungsbahn... (Foto: Rheinmetall)

Die beiden bestellten Fahrzeuge sollen noch 2017 ausgeliefert werden und den Spezialeinheiten der sächsischen Polizei zur Verfügung stehen. Der Auftragswert liegt im niedrigen einstelligen MioEUR-Bereich. In seiner Pressemitteilung betont Rheinmetalls den Auftrag als ersten Vertriebserfolg des Unternehmens im Bereich moderner geschützter Polizeifahrzeuge.
Der Survivor R von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) ist in Kooperation mit dem Spezialfahrzeugbauer Achleitner als geschützter Sonderwagen für Polizeikräfte entwickelt worden. Er basiert auf einem leistungsstarken 4x4 Lkw-Fahrgestell von MAN und einer Sicherheitszelle aus Panzerstahl. So verbindet das hochmobile und über 100 km/h schnelle Fahrzeug automotive Großserientechnik mit modernster Schutztechnologie von Rheinmetall. 

...und am 60-Grad-Steilhang (Foto: Rheinmetall)

Das gepanzerte Monocoque kann mit adaptiven Schutzelementen individuell und diskret auf wechselnde Bedrohungslagen angepasst werden und ist serienmäßig mit einer Schutzbelüftungsanlage gegen nukleare, biologische und chemische Kampfstoffe ausgestattet. Der Innenraum ist hell und ergonomisch gestaltet und bietet ausreichend Platz für eine Besatzung von bis zu zehn Personen mit persönlicher Ausrüstung sowie für umfangreiche Funk- und Führungsausstattung.
Die konsequente Verwendung von zivil-kommerziellen und militärischen Serienkomponenten ermöglicht einen günstigen Fahrzeugpreis. Dies macht den Survivor R zu einer kosteneffizienten, leicht zu wartenden Fahrzeugplattform mit geringen Lebenswegkosten und hoher Einsatzbereitschaft. 


www.rheinmetall.com

Donnerstag, 23. März 2017

Die wehrhafte Republik - Literaturhinweis

Huglfing (ww) Daß der internationale Terrorismus seine Kriege längst in unsere Städte trägt, hat sich erst am 22. März 2017 wieder in London gezeigt.  Daß die politische Elite Europas in diesen Zeiten nichts besseres zu tun hat, als den gesetzestreuen Bürger weiter zu gängeln, stellte sie erst wieder einige Tage zuvor am 14. März 2017 unter Beweis, nämlich mit dem Durchwinken eines schärferen Waffenrechts durch das EU-Parlament.

Der S&T-Blog stellt sich bekanntermaßen bereits seit Jahren der zeigeistkonformen selbstverschuldeten Dressur zum Duckmäusertum entgegen und tritt – im Einklang mit dem ursprünglichen Gedanken der „Inneren Führung“ – für die Erziehung zum wehrhaften Staatsbürger ein. Es ist und bleibt meine feste Überzeugung, daß es im Ernstfall die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sein müssen, welche „die Büchse von der Wand“ nehmen, um ihre Freiheit zu verteidigen – um so mehr, wenn sie zuvor durch Desinterese und Delegation an Dilettanten zuließen, daß die staatliche Sicherheitsvorsorge versagt hat. Angesichts der aktuellen terroristischen Bedrohungslage weise ich daher gerne auf die Studie „Die wehrhafte Republik – zivile First Responder bei Verbrechen, Amok- und Terrorlagen“ von Matthias Hainich (Oberland Arms) hin. Er schlägt vor, die Zielgruppe der Terroristen – nämlich den einfachen Bürger – wehrhaft zu machen. So sollen gesetzestreue, im Umgang mit Waffe geschulte Bürger ähnlich wie Ersthelfer bei einem Unfall den Kampf gegen terroristische Angreifer aufnehmen, bis die Polizei eintrifft. Diesen Ansatz halte ich für durchaus interessant und diskussionswürdig. Die Studie lässt sich u. a. auf der Seite des Waffenbesitzerverbandes prolegal herunterladen.

Da läuft was - IEA Mil-Optics übrnimmt Deutschlandvertrieb von Proof Research

Nagold, Virginia Falls, Montana/USA (ww) IEA Mil-Optics übernimmt den Deutschland-Vertrieb von Proof Research. Ab Mitte 2017 sind damit die innovativen Carbon-Läufe des US-Herstellers auch in Deutschland erhältlich.
Die Carbon-Läufe von Proof Research. (Foto: Hersteller)
Bei den Carbon-Läufen von Proof Research handelt es sich um die einzigen am Markt erhältlichen Carbon-Läufe. Dank ihrer Ummantelung sind sie bis zu 64% leichter und kühlen bis zu 56% schneller ab als herkömmliche Läufe. Durch das wesentlich schnellere Abkühlen reduzieren sich die Mirage und temperaturbezogene Schussablagen auf ein Minimum. Die Läufe sind sowohl für Einzellader als auch für Selbstlader geeignet. Sie sind schon seit mehreren Jahren beim USSOCOM im Einsatz, können aber auch bereits am Zivilmarkt Fuß fassen
Aktuell arbeiten IEA und Proof Research an verschiedenen Behördenprojekten und wollen diese Technologie aufgrund der hohen Nachfrage  auch dem deutschen Markt nicht vorenthalten. Für den Anfang werden komplette Systeme (System, Verschluß und Lauf) von Proof für Remington 700 Schäfte angeboten. Angeboten werden  die Kaliber .308 Winchester und 6,5 Creedmore, welches in jüngster Zeit vermehrt in den Fokus der taktischen und sportlichen Szene steht. Einzelne Wechselläufe in diesen Kalibern werden ausschließlich für Büchsenmacher verfügbar sein.

Mittwoch, 22. März 2017

Jubiläumsmodell EZM12 zum 20. Geburtstag des Einsatzzeitmessers - das macht Sinn


Basel/Schweiz, Frankfurt a. M.-Rödelheim (ww) Wer Sinn für Uhren hat, den führt sein Weg dieser Tage unweigerlich nach Basel. Dort findet derzeit die BASELWORLD statt, die Weltmesse für Uhren und Schmuck. Eine der dort präsentierten Neuheiten kommt von Meistern aus Frankfurt am Main: der Einsatzzeitmesser EZM12.
Der neue EZM12. (Foto: Sinn)
Entwicklungsziel des EZM 12 war es, den im Rettungsdienst tätigen Notfallmedizinern ein Instrument an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe sich lebensrettende Zeitvorgaben möglichst perfekt ablesen lassen. Der Hintergrund: Unmittelbar nach Eintreffen am Unfallort werden richtungsweisende Entscheidungen getroffen und lebensrettende Maßnahmen vollzogen. Notfallmediziner sprechen deshalb von den „Platinum Ten Minutes“ (ein kritischer Patient soll innerhalb der ersten 10 Minuten geborgen, versorgt und abtransportiert werden) und der „Golden Hour“ (ein Patient soll spätestens eine Stunde nach dem Unfall in einer Klinik ankommen). Um dies jederzeit im Blick zu haben, besitzt der EZM 12 einen aufwärtszählenden Innendrehring. Mit ihm können die genannten Zeitspannen zuverlässig überwacht werden – was angesichts von Chaos, Stress, unübersichtlicher Gefährdungslage und schlechten Witterungsbedingungen von enorm wichtiger Bedeutung ist.
EZM12 im Einsatz (Foto: Sinn)
Ein zweiter, abwärtszählender Drehring bietet die Option zum Messen weiterer Zeitabstände, die ebenfalls für die Rettung und Versorgung schwerstverletzter Menschen relevant sind. Dazu gehören die Medikamentengabe oder der Start des Hubschraubers, der z.B. auf Grund einer drohenden Schlechtwetterlage in einem fest definierten Zeitfenster erfolgen muss. Als Reminiszenz an die Luftrettung haben die Frankfurter Uhrenspezialisten den Sekundenzeiger des EZM12 in Form eines Hubschrauberrotors gestaltet und zusätzlich mit einer Pulsskala kombiniert. So lässt sich die Herzfrequenz alle 15 Sekunden unkompliziert bestimmen.

Dienstag, 21. März 2017

Mobiler Schießsimulator für die Marine-Spezialkräfte - Thales Deutschland übergibt Sagittarius Evolution an KSM

Ditzingen/Eckernförde (ww) Thales Deutschland hat an das deutsche Kommando Spezialkräfte Marine (KSM) die mobile Version seines Small Arms Trainer Sagittarius Evolution ausgeliefert. Neben dem KSM wird auch das ebenfalls in Eckernförde stationierte Seebataillon (SeeBtl) den Simulator insbesondere für die realitätsnahe Ausbildung am Wirkmittel 90 mm nutzen. Dabei steht neben dem Umgang mit dem Feuerleitvisier auch die Ausbildung an den unterschiedlichen Munitionssorten (Anti Struktur Munition/ASM, Spreng, Leucht, Nebel) mit den jeweiligen sortentypischen Zündmodi und deren Wirkungsweise im Ziel im Vordergrund.
Insbesondere für spezialisierte Kräfte kann das System bedarfsgerecht mit besonderen Trainingsszenarien (Combat Search and Rescue, Eskortierung von Schiffskonvois, etc), Vernetzung der Systeme und Bewegungsplattformen ausgestattet werden, um ein noch realitätsnäheres Training absolvieren zu können.
Der mobile Simulator in Nutzung. Foto: Thales Deutschland
"Das Wirkmittel 90 verkörpert eine neue Generation von skalierbaren, schultergestützten Waffensystemen in der Bundeswehr. An unserem Sagittarius Evolution können in der Simulation die parametrisierbaren Wirkungsweisen der einzelnen Munitionssorten ideal und realitätsnah trainiert werden. So sind die Soldatinnen und Soldaten optimal für ihren Einsatz vorbereitet", ergänzt Stefan Wey, Head of Training & Simulation Domain bei Thales Deutschland.
Das mobile System ist die kleinste und mobilste Variante der Thales Simulationsplattform für Handfeuerwaffen Sagittarius Evolution. Es bietet die Möglichkeit zur Schieß- und Missionsausbildung von bis zu zwei Auszubildenden gleichzeitig. Das mobile System ist in gehärteten Rollcontainern verbaut und verfügt über eine kabellose Ausbilderstation auf einem Notebook. Bedingt durch die Bauweise kann das System innerhalb von 15 Minuten durch zwei Personen aufgebaut und in Einsatzbereitschaft versetzt werden. Darüber hinaus sind - mit Ausnahme eines Raumes, der sich abdunkeln lässt - keinerlei infrastrukturellen Anforderungen zu berücksichtigen. Lediglich ein Platzangebot von 5 x 4 Meter bei einer Raumhöhe von mind. 2,80 Meter muss zur Verfügung stehen.
Bei dem jetzt ausgelieferten System handelt es sich um eine Weiterentwicklung des bei der Bundeswehr eingeführten AGSHP (Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/ Panzerabwehrhandwaffen). Es bereits die zweite mobile Variante der Thales-Simulationsplattform, die sich im Einsatz bei der Bundeswehr befindet - das Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw hatte bereits zu Beginn des vergangenen Jahres ein solches Gerät erhalten.

www.thalesgroup.com

Zehn Jahre Magpul PMAG, 50 Jahre Richard Fitzpatrick

Austin, Texas/USA (ww) Zwei „runde Geburtstage“ feiert Magpul, der US-Spezialist für Magazine und Handwaffenzubehör, dieser Tage. So wurde der Firmengründer und ehemalige Force Recon Marine Richard Fitzpatrick 50 Jahre alt, und das von Magpul entwickelte Polymer-Magazin PMAG konnte seinen zehnten Geburtstag angehen.


Kurz vor diesen Jubiläen durfte sich das Magpul-Team über eine Nachricht von Richards alter Teilstreitkraft gefreut haben: Das U.S. Marine Corps gab am 19. Dezember 2016 bekannt, daß die Patronenbehälter der Generation M3  für den Gebrauch mit M4, M4A1, M16A4, M27 und M249 zugelassen sind.
Das GEN 3 PMAG in Medium Coyote Tan (Foto: Magpul)

Das GEN M3 PMAG in Schwarz trägt die Versorgungsnummer 1005-01-615-5169, in dem neuen Farbton Medium Coyote Tan kann man es mit der Versorgungsnummer 1005-01-659-7086 anfordern.

Mittwoch, 15. März 2017

Veranstaltungshinweis: Edelweiss Raid 2017

Tuxer Alpen/Tirol (ww) Bis zum 17. März findet in den Tuxer Alpen in Tirol der „Edelweiss Raid“ statt. Die bereits zum achten Mal von den Kameraden des Kommando Gebirgskampf des Österreichischen Bundesheeres durchgeführten Veranstaltung gilt als der härteste Wettkampf für Gebirgsjäger weltweit. 


Die internationalen Teilnehmer müssen ihr gesamtes militärisches und alpines Können abvrufen. Neben einer Wegstrecke von mehr als 40 Kilometer und der Bewältigung von mehr als 4.000 Höhenmetern im Aufstieg sind mehrere fordernde militärische Stationen zu meistern. Dieser Wettkampf führt die Teilnehmer bis an ihre physische Leistungsgrenze. Die Kollegen von Spartanat berichten ausführlicheres zum Edelweiss-Raid hier. Allen Teilnehmern gutes Gelingen und "Berg Heil!"

Zu Gast in Little Sparta - IDEX 2017 in Abu Dhabi

Abu Dhabi (ww) Die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Kein Geringerer als  der ehemalige USMC-General und jetzige US-Verteidigungsminister James N. „Mad Dog“ Mattis sprach von den VAE als „Little Sparta“ – ein Lob, in dem sich die Anerkennung des militärischen Kampfgeistes und der Leistungsfähigkeit des Verbündeten widerspiegelt.
Eine C-17ER Globemaster III überfliegt eskotiert von Mirage 2000 das Szenario. (Foto: JPW)
Wie stolz und selbstbewusst die VAE-Streitkräfte sind, brachten sie in einer spektakulären Lehrübung täglich auf der wehrtechnischen Fachmesse IDEX 2017 (19. – 23. Februar 2017) zum Ausdruck. Das mit etlichen Special Effects garnierte Szenario zeigte einen eskalierenden hybriden Konflikt, welcher alle Teilstreitkräfte forderte.
Den Abschluss bildete eine ebenso spektakuläre Flugvorführung der Kunstflugstaffel „Al Fursan“.


Al Fursan („die Ritter“) fliegen Aermacchi MB-339 (Foto: JPW)
Die emiratische Luftwaffe konnte sich auch bei westlichen Koalitionstruppen bereits mehrfach durch Luftnahunterstützung im Kampf gegen die Taliban einen guten Ruf erarbeiten.
Die IDEX 2017 brachte als größte wehrtechnische Fachmesse in der sicherheitspolitischen Schlüsselregion darüber hinaus etliche Anbieter aus der ganzen Welt zusammen. Nachfolgend einige Eindrücke von den Exponaten.

Dienstag, 14. März 2017

C. G. Haenel Maschinenkarabiner MK556 - der militärische Bruder des CR223

Suhl (ww) C. G. Haenel baut seine Behördensparte weiter aus. So bietet das Unternehmen einen militärischen Bruder zum CR223 an. Der Vollautomat läuft unter der Bezeichnung MK556.
Haenel MK556. Foto. C.G.Haenel
MK steht dabei für "Maschinenkarabiner". Der MK556 im Kaliber 5,56 x 45 mm folgt der AR15-Architektur, arbeitet mit einem Kurzhub-Gaskolbensystem undverfügt im Gegensatz zum CR223 über eine verstellbare Gasabnahme. Serienmäßig stehen Läufe mit 10,5", 12,5", 14,5" und 16" zur Verfügung.


www.c.g.haenel.de

Montag, 13. März 2017

Enforce Tac und IWA 2017 - Warfighter aus aller Welt

Nürnberg (ww) Enforce Tac und IWA liegen nun hinter uns. Wieder einmal mehr trafen sich auf den beiden Messen Kameraden, Kolleginnen und Kollegen - Warfighter aus aller Welt! Tendenz zunehmend: 214 Aussteller und 3810 Fachbesucher auf der Enforce Tac bedeuteten einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 42 bzw. 38 Prozent. Und auch der generelle Andrang auf der IWA machte sich in der "Walhall 9" - der Halle 9, die mit Masse die taktischen Ausrüster beherbergt) deutlich bemerkbar.
Nicht nur der Stand von S.O.D.-Gear aus Italien bildete einen Treffpunkt für die Kriegerkaste. (Foto: JPW)
Die Zahlen belegen ebenso: Das Thema Sicherheit liegt weiter im Trend. Somit stellen Ausrüstung für Streit- und Sicherheitskräfte einen attraktiven Markt dar


Nachfolgend in aller Kürze weitere erste Eindrücke!

Montag, 6. März 2017

50 Jahre BO105 - Legende der Lüfte

Donauwörth (ww) Eine Legende der Lüfte feierte kürzlich ihren 50. Geburtstag: Am 16. Februar 1967 hob die BO105 in Ottobrunn bei München zu ihrem Jungfernflug ab.Mich faszinierte dieses Fluggerät bereits als Kind, weshalb ich hier gerne näher auf das Geburtstagskind eingehe.
BO105 in Jubiläumslackierung. Foto: Airbus
Konzipiert als leichter Mehrzweckhubschrauber der zwei-Tonnen-Klasse avancierte die BO105 dank modernster Techniken und Materialien zum damals innovativsten Leichthubschrauber. Entwickelt wurde die BO105 von der späteren Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB), eine der deutschen Gründungsfirmen des Airbus-Konzerns.
Zwei BO105 der Heeresfliegerunterstützungsstaffel 1. Foto: JPW

 Das Besondere an der Maschine: erstmals wird der Rotor eines Hubschraubers mit einem starren, gelenklosen Rotorkopf aus Titan und glasfaserverstärkten Rotorblättern ausgestattet. Dieser sogenannte „Bölkow-Rotor“ reduzierte den Wartungsaufwand erheblich im Vergleich zu herkömmlichen Rotorköpfen mit Schlag- und Schwenkgelenken, da weniger bewegliche Teile benötigt wurden. Außerdem verhalf der spezielle Rotor der BO105 zu hoher Agilität und Manövrierbarkeit, für die sie heute noch bekannt ist. Neu war auch, dass ein Leichthubschrauber über zwei Motoren verfügte.

Montag, 27. Februar 2017

Kollege in Not: Tim Mahon needs your support

Abu Dhabi (ww) Gerne leite ich hier einen Spendenaufruf der Kollegen Stephen Eliott und Dennis Merklinghaus von der Mönch-Gruppe weiter. Unser Kollege Tim Mahon  (Military Technology) erlitt während der IDEX 2017 in Abu Dhabi einen Herzinfarkt und muss operiert werden. Tim muss die Kosten aus eigener Tasche aufwenden, um wieder in die Heimat zu kommen. Die Kollegen haben daher ein Fundraising eingerichtet. Mehr Informationen und Spendenmöglichkeit hier.  Tim, gute Besserung und auf bald!


Sonntag, 12. Februar 2017

Taktisches Nachteulen Collegium EnforceTac/IWA 2017

Nürnberg (ww) Ein Hinweis in eigener Sache: Am Aschermittwoch ist dieses Jahr nicht alles vorbei - vielmehr geht die EnforceTac und wenige Tage später die IWA&Outdoor Classics los! Auch in diesem Jahr findet in bewährter Tradition das "Taktische Nachteulen Collegium" statt.

Wie gewohnt, ist das TNC eine nicht-gesponsorte SELBSTZAHLER-Veranstaltung (Compliance!), kein Marketing- und Verkaufsevent und dient einzig und allein der Kameradschaftspflege und dem Gedankenaustausch "unter Drei" und strenger.
Zeit: 011830AMAR17, Ort: VS-vertraulich (wird mit der Teilnahmebestätigung bekannt gegeben).
Die Einladungen gehen in den nächsten Tagen heraus - Anmeldungen sind jetzt schon möglich über unser elektronisches Postfach.


Auf Wiedersehen in Nürnberg!

Donnerstag, 9. Februar 2017

Bundespolizei-Direktion Spezialeinheiten: Aufbau beginnt

Berlin, Potsdam (ww) Die Transformation des deutschen sicherheitspolitischen Instrumentariums geht weiter. So erhält die Bundespolizei künftig eine neue „Direktion Spezialeinheiten“. Wie das Bundesministerium des Innern auf Anfrage des S&T-Blogs mitteilt, wird zum 15. Februar 2017 beim Bundespolizeipräsidium in Potsdam ein Aufbaustab eingerichtet, der ein Feinkonzept für die neue Direktion erstellen soll. Dieses wird auch eine Festlegung der zugehörigen Dienststellen umfassen.

GSG 9 der Bundespolizei und Bundespolizei-Flugdienst sollen in der Direktion Spezialeinheiten organisatorisch zusammengefasst werden. Foto: JPW
Vorgesehen ist insbesondere die organisatorische Zusammenfassung der GSG 9 der Bundespolizei, des Bundespolizeiflugdienstes, des Personenschutzes Ausland und der Sicherheitsberater und Sicherheitsbeamten an deutschen Auslandsvertretungen.
Zur Idee dahinter: Die Bundespolizei verfügt über eine Vielzahl von Einheiten mit besonderen Fähigkeiten, die sowohl örtlich als auch organisatorisch unterschiedlich angebunden sind. Zur weiteren Stärkung der Krisen- und Reaktionsfähigkeit und der Befähigung der Bundespolizei zur professionellen Lagebewältigung sollen geeignete spezialisierte Einheiten und Kräfte organisatorisch zusammengefasst werden. Dabei sollen insbesondere folgende Vorteile erzielt werden:
·        klare und eindeutige Weisungs- und Einsatzstruktur;
·        schnelles und effizientes Handeln ohne Zeitverzug;
·        Synergieeffekte in den Bereichen Fortbildung, Polizeitechnik und Materialmanagement;
·        Erhalt von Fachwissen und speziellen Fertigkeiten;
·        Entlastung des Bundespolizeipräsidiums von Vollzugsaufgaben.
Die organisationsrechtliche Einrichtung der neuen Bundespolizeidirektion ist zum 1. August 2017 vorgesehen. Eine Entscheidung über den Standort der Direktion wurde noch nicht getroffen. Unabhängig davon wird ein zusätzlicher Standort der GSG 9 im Raum Berlin geprüft.

Der S&T-Blog wünscht viel Erfolg bei dem Aufbau der neuen Direktion und wird weiter berichten!

Montag, 6. Februar 2017

Nunc aut nunquam - Jubiläumsdolch 75 Jahre KCT von Hillknives Holland

Rotterdam, Niederlande (ww) In diesem Jahr feiert ein traditionsreicher europäischer Spezialverband seinen 75. Geburtstag - das niederländsiche Korps Commando Troepen (KCT).  Gerne geben wir daher die Nachricht weiter, daß der niederländische Messermacher Hillknives Holland anläßlich dieses Jubiläums eine Sonderedition seines "Commando Dagger"herausbringt.
Auf der Klinge des Jubiläumsdolches 75 Jahre KCT findet sich auf der einen Klingenseite das Logo des KCT, auf der anderen der 1815 gestiftete Militär-Wilhelms-Orden. Foto: Hillknives Holland

Das KCT führt seine Wurzeln auf die legendären "Commandos" aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zurück, bei denen etliche Freiwillige aus den deutsch besetzten europäischen Ländern auf Seiten der Alliierten kämpften. Bis heute erinnert das grüne Barett des Verbandes an diese Wurzeln - ebenso wie der legendäre Faibairn-Sykes-Dolch  im Barettemblem. Diesem sind auch der Hill Knives Commando Dagger und der jetzt erscheinende "KCT Dagger Anniversary Model  1942-2017" nachempfunden.

Barett des KCT und Commando Dagger 2 von Hill Knives. Foto: DWH
Hillknives Holland fertigt sein Jubiläumsmodell mit einer Klinge aus N690 Extra Co-Stahl mit einer Rockwell-Härte von 59. Bei einer Gesamtlänge von 300mm liegt die Klingenlänge bei 174mm. Der Griff besteht aus anodisiertem Aluminium. Das Jubiläumsmodell 75 Jahre KCT ist auf 300 Exemplare limitiert und kostet 345 €. Jetzt also schnell zugreifen - gemäß des Mottos des KCT "nunc aut nunquam - jetzt oder nie!"

www.hillknives.com

Sonntag, 5. Februar 2017

MOBAST - was isn das?

Berlin, Koblenz (ww) Im aktuellen Bericht des Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages geistern einige relativ neue Begrifflichkeiten umher. Eine davon heisst MOBAST.

Die "Schutzweste Infanterie modifiziert". Foto: JPW
Was'n das? MOBAST steht für "Modulare ballistische Schutz- und Trageausstattung". Sie baut auf der "Schutzweste Infanterie modifiziert" auf. Das MOLLE/PALS-kompatible System vereint Weich- und einschiebbare Hartballistik. Über Fastex-Verschlüsse lässt sich vor der Brust eine Geflechtplatte befestigen, die sich optional aich als separat zu tragendes Chest-Rig nutzen lässt. Die Weste verfügt weiterhin über einen Hüftgurt mit PALS-Geflecht, der sich wiederum als separater Gefechtsgurt verwenden lässt. Die neue Schutzweste lässt sich über ein Schnellabwurfsystem lösen. Dabei bleiben alle Bestandteile miteinander verbunden, so daß sich die abgeworfene Weste schnell aufnehmen lässt.
  

Donnerstag, 2. Februar 2017

Neues vom Neckar: Heckler&Koch stellt HK433 vor

Oberndorf a. N. (ww) Gut zehn Jahre nach der Waffenfamilie HK416/417 stellt Heckler&Koch mit dem HK433 ein neues Sturmgewehr vor.

Das HK433 als Anzeigenmotiv. Foto: HK
Das System verbindet -so HK in einer ersten Info - die Vorteile von HK416 und G36, beide bekanntermaßen Kurzhub-Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss. Bei der modular aufgebauten, beidseitig bedienbaren Waffe im Basiskliber (!) 5,56 x 45 mm handelt es sich nicht um eine AR-15-Architektur, weshalb das Pufferrohr entfällt. Dies lässt die Montage einer klappbaren, längen- und höhenverstellbaren Schulterstütze zu.


Der Durchladehebel verfügt über eine integrierte Schließhilfe, lässt sich werkzeuglos auf beiden Waffenseiten montieren und verbleibt bei der Verschlussbewegung in seiner Stellung.

Montag, 30. Januar 2017

Termin der B&T-Behördentage im Visier: 20. und 21. Juni 2017

Thun (ww) Der Termin für die traditionellen B&T-Behördentage steht fest: Wie unsere Freunde aus Thun eben mitteilten, finden sie heuer am 20. und 21. Juni auf der Militärschießanlage Guntelsey statt.


Die B&T-Behördentage sind der mit Abstand grösste Fachevent dieser Art in der der Schweiz. B&T stellt ja nicht nur Waffen, Schalldämpfer und Montagen her, sondern ist auch Großhändler für diverse international renommierte Marken. Somit umfasst die Ausstellung ein breites Spektrum an Polizei- und Behördenausrüstung. Es werden über 20 weitere Aussteller, darunter namhafte Firmen wie HK, Aimpoint, 5.11, BlackHawk, Simunition, Kahles, 3M, RUAG, First Spear und viele andere vor Ort ausstellen. Besucher haben die Gelegenheit, die neuesten Produkte dieser Firmen persönlich zu begutachten und sich mit den Experten auszutauschen. Darüber hinaus können die Waffen von B&T und von Heckler & Koch vor Ort testgeschossen werden. Technische Vorträge und Praxisworkshops runden das Angebot der kostenlosen Veranstaltung ab. Um den Fachbesuchern die Möglichkeit zu geben, mit den Firmenvertretern in aller Ruhe und offen zu sprechen, aber auch um einen Gedankenaustausch unter den Anwesenden zu ermöglichen, ist die Veranstaltung exklusiv nur für Polizei, Militär, Behörden und Vertreter von ausgewählten Sicherheitsorganisationen. Interessenten sollten sich vorab unter www.bt-ag.ch/behoerdentage mit Legitimationsnachweis anmelden. Ein kurzer Eindruck der letzten Veranstaltung findet sich hier.

Dienstag, 24. Januar 2017

Jahresbericht 2016 des Wehrbeauftragten übergeben

Berlin (ww) Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels, hat heute (24. Januar 2017) seinen Jahresbericht 2016 an den Bundestagspräsidenten übergeben.

Hans-Peter Bartels (M.) bei der Übergabe des Jahresberichtes 2016. Foto: Bundestag
Die Unterrichtungen des "Ombudsmannes der Soldaten" gehören zur sicherheitspolitischen Pflichtlektüre. Daher HIER der Verweis zu dem Jahresbericht 2016 (58. Jahresbericht) über den aktuellen Zustand der Parlamentsarmee.

Montag, 23. Januar 2017

Auf (Drei-)Zack - Kommando Spezialkräfte der Marine auf der boot 2017

Düsseldorf (ww) Als begeisterter Wassersportler besuche ich sehr gerne die boot in Düsseldorf. Nachdem ich letztes Jahr ausgesetzt hatte, führte mich dieses Mal der Weg gleich wieder in Halle 3 zu den Tauchern. Seit Jahr und Tag stellen dort auch Kampfschwimmer und Minentaucher ihre Aktivitäten vor, so auch auf der boot 2017.

Kampfschwimmer im Tauchturm auf der boot 2017. Foto: JPW
Erstmals auf der altehrwürdigen Wassersportmesse zu sehen war dieses Jahr auch das neue Barettabzeichen des Kommando Spezialkräfte der Marine.

Das neue Barettabzeichen des Kommandos Spezialkräfte der Marine (KSM). Foto. JPW
Es zeigt einen Dreizack im Eichenlaubkranz. Selbstverständlich ist es in Gold gehalten und sitzt an dem marineblauen Barett - wie zuvor das von den Kampfschwimmern getragene Barettabzeichen der Marinesicherungstruppe.

Freitag, 20. Januar 2017

Modular Handgun SIGstem - Nachfolge der M9 in der U.S. Army entschieden (mit Nachtrag)

Washington D.C./Newington, New Hampshire/USA (ww) Zum Ende der SHOT Show kommt die Nachricht, die nicht nur in den USA für Aufsehen sorgen dürfte: Die U.S. Army hat SIG Sauer mit der Lieferung des Modular Handgun Systems beauftragt!
Die SIG MHS 320, oben Full Size mit Magazin mit erweiterter Kapazität, unten die Kompaktversion. Beiden gemeinsam ist der erdfarbene Farbton und die externe Sicherung Auf dem Verschluss steht "XM17", die Modell-Katalogisierungsnummer des MHS. Foto: SIG Sauer

Die Waffen von der rechten Seite. Danke an Sabina und Frank, die dieses Foto übermittelten.

Wie das US-Verteidigungsministerium heute (19. Januar 2017) bekannt gab, erhielt SIG Sauer einen Lieferauftrag in Höhe von 580,217,000 US-Dollar (544.243.546 Euro). Die Leistungen umfassen Pistolen, Zubehör und Munition und werden voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein.

Dienstag, 17. Januar 2017

Militärisches MakeUp – neue Gesichtstarncreme von BCB International

Cardiff (UK)/Las Vegas (USA) Die britische Firma BCB International stellt gegenwärtig auf der SHOT Show ihre neue Produktpalette für Gesichtstarnschminke vor. Noch bis zum 31. Januar läuft darüber hinaus der Fotowettbewerb "Masters of Camouflage 2017".
Foto: BCB International

Zu den neuen Produkten gehört unter anderem eine neue zusammendrückbare Gesichtstarncreme. Unternehmenssprecher Phillippe Minchin: „Unser Chemiker-Team arbeitet unermüdlich daran, unsere Gesichtstarnschminke zum besten militärisch verfügbaren Produkt zu machen. Wir sind stolz, unseren Teil dazu beizutragen, dass sich unsere Soldatinnen und Soldaten vor dem Feind verbergen zu können. Ob bei Kälte, Hitze oder im urbanen Umfeld – unsere Tarnfarben lassen sie nicht im Stich.“
Bis zum 31. Januar können BCB-Nutzer (mindestens 18 Jahre alt) am Masters of Camouflage 2017 teilnehmen. Einfach ein Bild von sich mit Tarnung unter dem Betreff "Masters of Camouflage January 2017" an info@bcbin.com einsenden.
Das Bewerbungsfoto des SuT-Blogs beim Masters of Camouflage 2017. Dem Gegner nimmt hier zusätzlich Nebel durch Tabakgenuss die Sicht! Foto: JPW

Der Teilnehmer muss die Rechte am Bild haben und sich damit einverstanden zeigen, dass BCB das Bild für Marketingzwecke verwenden darf. Es winken attraktive Sachpreise aus dem Hause des Outdoor-Ausrüstungsspezialisten. Viel Glück!

www.bcbin.com

Freitag, 13. Januar 2017

Fregatte F125 auf Präsentationsfahrt

Rostock/Cuxhaven/Helgoland (ww) Vier neue Fregatten der Klasse F125 sollen demnächst die Deutsche Marine verstärken. Die Schiffe sollen die „Blauen Jungs“ dazu befähigen, auch in weit entfernten Seegebieten über lange Zeiträume Präsenz zeigen zu können und die Seewege gegen Bedrohungen durch Piraterie und Terrorismus, aber auch gegen Flugzeuge, U-Boote und Kriegsschiffe schützen zu können.

F222 "BADEN-WÜRTTEMBERG", das Typschiff der F125-Klasse. Foto: Bundeswehr/Carsten Vennemann
Da im Rahmen des Schutzes von Seewegen auch Ziele an Land bekämpft werden müssen - etwa durch weitreichende Artillerie oder Spezialkräfte – soll die Kooperation mit Heer und Luftwaffe verstärkt werden, beispielsweise durch die Möglichkeit, Soldaten der anderen Teilstreitkräfte einzuschiffen.
Die wesentlichen und weiteren Fähigkeiten in Stichworten:
  • weltweiter Einsatz über längere Dauer (Intensivnutzbarkeit)
  • Teilnahme an sowie Führung von nationalen wie multinationalen Verbänden
  • Teilnahme an sowie Führung von maritimen Operationen auch mittlerer/geringerer Intensität, wie Evakuierungsoperationen oder maritimer Hilfeleistungen (flexible Handlungsoptionen)
  • Automatisierte Abwehr asymmetrischer Bedrohungen
  • Weitreichende taktische Feuerunterstützung von Landeinheiten
  • Unterbringung und Abstützung von Spezial- und spezialisierten Kräften,
bei gleichzeitiger
  • Einsatzdauer im Einsatzgebiet von 24 Monaten
  • Reduzierung der Besatzungsstärke und Umsetzung eines Mehrbesatzungskonzeptes
Gestern (12.01.2017) veranstalteten Marine, BAAINBw und die Industrie eine Präsentationsfahrt mit dem Typschiff der F125-Klasse, der nach meinem Geburtsland benannten "BADEN-WÜRTTEMBERG". Mein Kollege Thomas Wiegold von „augengeradeaus“ hat dazu einen schönen Bericht verfasst, auf den ich hier gerne verweise.

www.marine.de

Donnerstag, 12. Januar 2017

Kommentar: Vielfalt und Verteidigung

Berlin (ww) Brachte der Bundesminister des Innern zu Beginn dieses Jahres die sicherheitspolitische Diskussion mit weitreichenden Vorschlägen zur Weiterentwicklung der deutschen Sicherheitsarchitektur in Schwung, zieht nun seine Kabinettskollegin aus dem Bendler-Block nach.   Am 31. Januar 2017, so wird vorab gemeldet, lässt die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden, Dr. med. Ursula von der Leyen, in Berlin ihren „Startschuss für mehr Vielfalt“ krachen.  Über 200 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Militär sowie Angehörige sexueller Minderheiten sind zum Workshop „Sexuelle Orientierung und Identität in der Bundeswehr“ eingeladen. Man erwartet den Generalinspekteur der Bundeswehr ebenso wie die Inspekteure der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche, die Militärbischöfe, den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags und die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Thema der Veranstaltung ist, „wie die sexuellen Minderheiten in der Bundeswehr am besten mitgenommen werden können.“

Bunte Wehr: Das Logo des Stabselement Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion im Geschäftsbereich des BMVg
Grafik: BMVg
In der Folge sollen wichtige Grundsatzdokumenten zum Thema Vielfalt erarbeitet werden. Ausschlaggebend für die Initiative ist wohl die seit Aussetzung der Wehrpflicht angespannte Nachwuchslage der 170.000-Personen-Armee: „Ob homo-, bi- oder transsexuell – die Kompetenzen aller Bundeswehrangehörigen werden gebraucht und sollen systematisch genutzt werden. Die Bundeswehr muss sich fortlaufend als ein wettbewerbsfähiger, flexibler und moderner Arbeitgeber positionieren.“

Daß das federführende „Stabselement Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion im Geschäftsbereich des BMVg“ mit viel Verve seine Herausforderungen angehen wird,  dürfte außer Zweifel stehen. Daß seine Aktivitäten in der Truppe auf ähnliche Begeisterung stoßen, wie vorangegangene Maßnahmen (etwa das Soldatinnen- und Soldaten-Gleichstellungsdurchsetzungsgesetz), ebenso. Kein Wunder: Toleranz ist das eine, befohlene Begeisterung das andere. Gänzlich unbedeutend ist verordnete Gleichstellung jedoch für die kleine Kampfgemeinschaft.  Denn dem Kämpfer ist es schnurzpiepegal, ob sein Kamerad männlich, weiblich, unentschlossen oder wie auch immer sexuell orientiert ist. Als ausschlaggebend für die Akzeptanz erweist sich die individuelle Kampfkraft – denn das Gefecht stellt alle gnadenlos gleich.

Abgesehen davon verwundert es, daß die Bundeswehrführung nicht mit ähnlicher Begeisterung die Diskussion zur Wiedereinführung der Wehrpflicht angeht. Denn eine (weiterentwickelte) Wehrpflicht oder gar eine Dienstpflicht würde nicht nur eine nebulöse Resilienz zu einer dringend erforderlichen gesamtgesellschaftlichen Wehrfähigkeit steigern, sondern darüber hinaus eine konsequent gleichberechtigte vielfältige Gesellschaft  widerspiegeln.

Jan-Phillipp Weisswange