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Montag, 24. Juli 2017

Nachwuchswerbung - na geht doch!

Eckernförde (ww) Gute Bezahlung, Studium, Aufstiegschancen - und dabei möglichst wenig Kriegsgerät. Daran hatte man sich bei Bundeswehr-Werbespots gewöhnt. Daß es auch anders geht, führt mal wieder die Deutsche Marine vor, mit einem sehenswerten Kampfschwimmer-Imagefilm.

Ahoi, Kameraden! Klasse gemacht!

Montag, 17. Juli 2017

System Infanterie von Rheinmetall

Düsseldorf (ww) Rheinmetall hat sein neues „System Infanterie“ vorgestellt. Das teilt der Düsseldorfer Konzern am 17 Juli 2017 mit. Das System Infanterie soll die Kampfkraft der abgesessenen Kräfte in Verbindung mit unbemannten Systemen und unterstützenden Feuerkomponenten erheblich steigern.
Die Komponenten des Systems Infanterie von Rheinmetall. (Foto: Rheinmetall)

Im Zentrum des Systems steht der Infanterist. Er übernimmt auch in den auf die neuen Einsatzszenarien ausgerichteten Landstreitkräften eine zentrale Funktion. Der Infanterist muss sich im hochmobilen, hauptsächlich abgesessenen Einsatz in schwierigem, unübersichtlichem Gelände und meist auch im urbanen Umfeld bewegen – teilweise unter extremen klimatischen Bedingungen. Er ist einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt und muss sich gegen symmetrisch und auch asymmetrisch operierende Gegner mit der angemessenen Intensität durchsetzen können.
Rheinmetalls System Infanterie vernetzt die Soldaten, ihre Sensoren und Effektoren einschließlich ihrer unbemannten Systeme und Fahrzeuge zu hoch wirksamen Gefechtsverbunden, schafft ein einheitliches Lagebild und bindet die einzelnen Komponenten in die vernetzte Operationsführung ein. Das System ist für den infanteristischen Einsatz in schwierigem Gelände einschließlich des Kampfes im bebauten Gelände ausgelegt.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Nochfolge rollt - HX2-Familie wird neue Logistikfahrzeuggeneration der Bundeswehr

Koblenz/München (ww) Die Entscheidung im Großvorhaben „Ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF) der Bundeswehr ist gefallen: Rheinmetall MAN Military Vehicles hat am 5. Juli 2017 einen Rahmenvertrag für die Lieferung von über 2200 hochmodernen militärischen LKWs an die deutschen Streitkräfte erhalten.
HX2 6x6 (Foto: Bundeswehr)
Die neuen Fahrzeuge der HX2-Familie von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) lösen ab 2018 die alten Modelle der KAT I-Generation ab, die teils schon vor 40 Jahren beschafft wurden. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der somit steigenden Ersatzteil- und Lebenswegkosten genügen sie nicht mehr heutigen Standards. Der jetzt durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erteilte und auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag umfasst die Gesamtzahl von 2271 Fahrzeugen der HX2-Familie im Bruttowert von rund 900 MioEUR (760 MioEUR netto). In einem ersten Schritt wurde ein Los von 558 LKWs (inklusive Sonderwerkzeugen und Ausbildungsleistungen) unter Vertrag genommen, was einem Bruttoauftragsvolumen von rund 240 MioEUR (200 MioEUR netto) entspricht. Der überwiegende Teil der wesentlichen Komponenten – Motoren, Achsen, Getriebe und Aufbauten – entstammt deutscher Fertigung, die Montage der Fahrzeuge wird im Wiener Werk der RMMV erfolgen. Die Auslieferung dieses ersten Loses erstreckt sich auf den Zeitraum 2018 bis 2021.

HX2 - bewährte Großserientechnik maßgeschneidert für den militärischen Bedarf
Moderne Streitkräfte sind bei ihren Einsätzen im In- und Ausland darauf angewiesen, dass jederzeit Mobilität und zuverlässiger Nachschub sichergestellt sind. Robustheit, Vielseitigkeit und Funktionalität auch bei widrigsten Straßenverhältnissen und in schwerstem Gelände sind wichtige Kriterien. Von erheblich gewachsener Bedeutung sind auch flexibel zurüstbare Schutzlösungen, die der Sicherheit der Besatzungen dienen.

Die neueste HX2-Fahrzeuggeneration von RMMV erfüllt alle diese Kriterien. Sie basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung, im Bau und nicht zuletzt auch der Betreuung militärischer Fahrzeuge. Gleichzeitig gehören HX2-LKWs weltweit zu den Fahrzeugtypen mit der höchsten Einsatzerfahrung: Weltweit befinden sich bisher rund 10.000 Exemplare im Einsatz.
Die HX-Familie gibt es in den Varianten 4x4 (2-Achser) bis 10x10 (5-Achser) zum Beispiel als Cargo- oder Bergefahrzeug, als Tankwagen, Systemträger, Faltstraßen- oder Brückenleger. Die Motoren der verschiedenen Modelle sind auf eine Leistung von bis zu 680 PS ausgelegt.
Aus dem Fahrzeugfamiliengedanken resultiert eine weitgehend identische Bedienung, Wartung, Instandsetzung sowie Ersatzteilgleichheit und damit geringe Nutzungsdauerkosten. Darüber hinaus bietet RMMV Service aus einer Hand an.

Die Fahrzeugfamilie folgt konsequent dem MOTS-Ansatz (Military-off-the-Shelf): Genutzt werden erprobte und zuverlässige modifizierte Großserienkomponenten, die speziell auf militärische Bedürfnisse ausgelegt wurden, so dass maßgeschneiderte Militärfahrzeuge bei höchster Kosteneffizienz entstanden sind.
HX2 8x8 im Gelände (Foto: Bundeswehr)


Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal der Fahrzeuge ist die nachhaltige Auslegung des Fahrgestells zur Tragfähigkeit von Schutzausstattung. Mit der höchsten Vorderachslast in seiner Klasse ist das Fahrzeug in der Lage, noch besser geschützte und ausgestattete Fahrerhäuser für bis zu drei Personen aufzunehmen. Die Kabinen können mit einer optionalen ABC-Schutzbelüftungsanlage, mit integrierten Führungs- und Informationssystemen, Anbindungen für Soldatensysteme, fernbedienbaren Waffenstationen, Jammern, aktiven Verteidigungssystemen (ADS) oder Schnellnebelschutzsystemen ausgerüstet werden.

Von vornherein sind diese Trucks nicht nur auf höchste Robustheit, Nutzlast, Mobilität und Geländegängigkeit ausgelegt, sondern serienmäßig gemäß STANAG auch auf Einsatz-bereiche bei Temperaturen von -32°C bis +49°C Grad Celsius. Sie können aber auch auf jegliche anderen klimatischen Bedingungen angepasst werden, so ist bei Bedarf für etliche Fahrzeuge ein Arctic-Kit für Temperaturen bis -46°C erhältlich. Weiterhin besteht die Möglichkeit, ohne große Umbaumaßnahmen C4I Systeme einzurüsten. Die Fahrzeuge zeichnen sich auch über die beste erreichte EMV-Verträglichkeit bei LKWs aus.

Weitere spezielle Leistungsmerkmale sind die serienmäßige Watfähigkeit von 1,5 Metern ohne Vorbereitung und hochentwickelte Motoren mit voller F34-Treibstoffverträglichkeit gemäß NATO Single Fuel Konzept.

Weltweit in Nutzung
Die hohe weltweite Verbreitung von RMMV-Fahrzeugen bringt gerade im Hinblick auf multinationale Einsätze große Vorteile bei Interoperabilität und Logistik. Aktuell gehören unter anderem Großbritannien, Australien, Neuseeland und Dänemark zum Nutzerkreis. Norwegen und Schweden haben ebenfalls Aufträge in nennenswerten Größen bei RMMV platziert.
Mit der jüngsten Beauftragung durch die Bundeswehr stellt Rheinmetall einmal mehr seine führende Rolle als Systemhaus der Heerestechnik und insbesondere als Anbieter eines umfassenden Portfolios im Bereich der Ketten- wie auch der taktischen und der logistischen Radfahrzeuge unter Beweis.


www.rheinmetall-defence.de

Dienstag, 4. Juli 2017

Bundeswehr modernisiert ihre Boxer-Flotte auf Konstruktionsstand A2

München (ww) Die Bundeswehr modernisiert ihre Boxer-Flotte. So bringen die deutschen Streitkräfte 124 Gruppentransportfahrzeuge, 72 schwere geschützte Sanitätsfahrzeuge, 38 Führungsfahrzeuge und zwölf Fahrschulfahrzeuge auf den Konstruktionsstand Boxer A2. Ein entsprechender Auftrag der europäischen Rüstungsagentur OCCAR erging am 28. Juni 2017 an das Boxer-Konsortium ARTEC, ein Joint Venture von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall.
Die Umrüstung der Boxer-Fahrzeuge auf den neuen Konstruktionsstand A2 umfasst umfangreiche Modernisierungen sowohl des Fahr- als auch des Missionsmoduls
Im Einsatz bestens bewährt: Das GTK Boxer. (Foto: Bundeswehr)
Zur Kampfwertsteigerung der Fahrmodule auf den Konstruktionsstand A2 gehören unter anderem der Einbausatz „Fit-for“-Fahrersichtsystem, Änderung der Abgas - und Kühlluftführung, neue Umverstauungskonzepte für das Abschleppseil und den Fahrerstand sowie die Abdeckung des Heckscheinwerfers. Ebenso wird eine mit der Automatischen Identifizierungstechnik (AIT) konforme Kennzeichnung eingeführt. Weiterhin werden Forderungen aus Safety-Workshops umgesetzt, darunter die ABS-Funktionsüberprüfung oder die Überwachung der Differentialsperre.
Bei den Missionsmodulen umfassen die Modifikationen des Konstruktionsstandes A2 grundsätzlich eine Brandunterdrückungsanlage (BUA), AIT-Kennzeichnung, eine Fernlenkbare Waffenstation FLW200 mit Mehrplatzbedienung, Tochterbildanzeigen für Kommandant und Gruppenführer, die Bereitstellung des Videosignals des Fahrersichtsystems am Kommandantenplatz sowie die Anpassung der Außenverstauung, der Antennenkonfiguration und der Beladung. Dazu kommen Anpassungen der Kommunikationsausstattung und der Software.
Beim Führungsfahrzeug wird weiterhin eine neue Kommunikationsausstattung verbaut. Bei der IT-Ausstattung werden zusätzliche Komponenten integriert, darunter DVI-, LAN-, Y-Adapterkabel und ein DC/DC-Wandler. Ebenso wird Internet-Telefonie (Voice over IP/ VoIP) integriert.
Beim schweren geschützen Sanitätsfahrzeug werden Waffentaschen zur Verstauung von G36 integriert. Beim Fahrschulfahzeug erfolgen Anpassungen des Ausbilderplatzes. Insbesondere werden baugleiche Fahersichtsystem-Monitore wie am Platz des Kraftfahrers eingesetzt.


www.artec-boxer.com
www.kmweg.de
www.rheinmetall.com





Montag, 3. Juli 2017

SIG Sauer stellt MCX VIRTUS vor

Newington, N.H./USA (ww) SIG SAUER stellt sein Waffensystem MCX VIRTUS vor. Die Plattform in den Kalibern 5,56 x 45 mm NATO und .300 BLK (7,62 x 35 mm) basiert auf dem SIG MCX.
SIG MCX VIRTUS Patrol (Foto: SIG Sauer)


In den letzten Jahren setzte SIG Sauer das Feedback seitens der MCX-User von Spezialkräften weltweit um. Diese flossen in das MCX VIRTUS ein. Die Produktverbesserungen zielten auf höhere Genauigkeit, weiter verbesserte Modularität, und eine hohe Lebensdauer von über 20.000 Schuss für alle Teile des Systems. Das SIG MCX VIRTUS lässt sich durch unterschiedliche Lauflängen, Schulterstützen, Handschutze und Farbgebungen in über 500 Varianten konfigurieren. Geblieben sind bewährte Elemente wie das Kurzhub-Gaskolbensystem, die Verschlusskonstruktion und die kaltgehämmerten Läufe (9“, 11,5“ und 16“), welche allerdings jetzt mit einem schwereren Profil versehen sind. Sie lassen sich auf Nutzerebene austauschen. Ebenso ist der neue SIG-Matchlite-Druckpunktabzug verbaut.
SIG MCX VIRTUS SBR (Foto: SIG Sauer)


Ein neues konisches Profil der Verriegelungswarzen soll die Verschlussbewegungen flüssiger machen und die Lebensdauer des Verschlusses erhöhen. Weiterhin gib es acht verschiedene Handschutze mit M-LOK-Befestigungssystem. Die Namensgebung des MCX VIRTUS bezieht sich auf das gleichnamige lateinische Wort, welches für  Mut, Tapferkeit und Exzellenz steht. Es soll somit den Geist der MCX-Nutzer widerspiegeln.


https://www.sigsauer.com/products/firearms/rifles/sig-mcx-virtus/

Mittwoch, 28. Juni 2017

Vorwärts marsch - Bundeswehr bestellt weitere Soldatensystem Infanterist der Zukunft - Erweitertes System

Koblenz/Düsseldorf (ww) Die deutschen Streitkräfte modernisieren ihre Infanterie weiter. So hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) am 27. Juni 2017 weitere 68 Zugausstattungen des Soldatensystems IdZ-ES bei Rheinmetall bestellt. Der Bruttowert dieses Auftrags liegt bei rund 370 Millionen Euro (Netto: 310 Mio Euro). Die Auslieferung an die Truppe erfolgt ab 2018 und wird Ende 2020 abgeschlossen sein.
IdZ-ES. Die Bekleidungs-, Schutz- und Trageausstattung der neuen Systeme
wird im Fünf-Farb-Tarndruck ausgeliefert werden. .
(Foto: Rheinmetall)
Die modulare Kampfausstattung „Infanterist der Zukunft-Erweitertes System“ (IdZ-ES) bindet die abgesessen operierenden Soldaten in die vernetzte Operationsführung ein. Als „boots on the ground“ entdecken, erkennen und identifizieren sie Ziele und bekämpfen sie – entweder durch ihre eigenen Kampfmittel oder durch andere Effektoren des Verbundes Aufklärung-Führung-Wirkung. Die schnelle, präzise, angemessene Bekämpfung von Zielen trägt somit nicht nur zum Schutz eigener Kräfte, sondern auch zum Schutz der Bevölkerung und zur Vermeidung von Kollateralschäden bei. Seit Sommer 2013 befindet sich IdZ-ES im Einsatz in Afghanistan.

Montag, 26. Juni 2017

Auftrag ausgeführt: Airbus liefert letzten H145M LUH SOF termingerecht an die Luftwaffe aus

Donauwörth (ww) Am 26. Juni 2017 übergab Airbus Helicopters den letzten von 15 leichten Mehrzweckhubschraubern des Typs H145M LUH SOF an die Bundeswehr. Die beim Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim stationierten Helikopter werden für die Spezialkräfte der Bundeswehr in den Einsatz gehen.  LUH SOF steht für „Light Utility Helicopter (LUH) Special Operations Forces (SOF)“, also „Leichter Unterstützungshubschrauber für Spezialkräfte“.
H145M LUH SOF des Hubschraubergeschwaders 64 in Formation (Foto: Airbus/Bundeswehr)
Bei der H145M handelt es sich um die militärische Version des bewährten zweimotorigen Zivilhubschraubers H145, der 2014 erstmals ausgeliefert wurde. Inzwischen hat die gesamte H145-Flotte es auf über 50.000 Flugstunden gebracht. Mit einem maximalen Abfluggewicht von 3,7 Tonnen kann die agile H145M für ein breites Spektrum an Aufgaben in den Bereichen Transport, Versorgung, Überwachung, Luftrettung, bewaffnete Aufklärung und medizinische Evakuierung verwendet werden. Die H145M LUH SOF der Bundeswehr sind ausgestattet mit einem Abseilsystem zur Verbringung von Spezialkräften, einem Hochleistungskamerasystem zur Aufklärung sowie Vorrichtungen zur Feuerunterstützung im Einsatz und ermöglicht damit den Spezialkräften eine breite Vielfalt an neuen Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus bietet der neue Hubschrauber mit einem ballistischen Schutz sowie einer elektronischen Selbstschutzanalage ein hohes Maß an Sicherheit im Einsatz.

Sonntag, 25. Juni 2017

Kommandeurwechsel beim Kommando: BG Alexander Sollfrank folgt BG Dag Baehr beim KSK

Calw (ww) Das Kommando Spezialkräfte steht unter neuer Führung. Am vergangenen Freitag (23.06.2017) übergab der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Marlow, die Führung des in Calw stationierten Eliteverbandes von Brigadegeneral Dag Baehr an Brigadegeneral Alexander Sollfrank.

Die Kommandoübergabe in Calw: BG Dag Baehr, GM Andreas Marlow, BG Alexander Sollfrank (Foto: KSK)
Für Brigadegeneral Baehr geht es zunächst ans Royal College of Defence Studies in London. Brigadegeneral Sollfrank ist gelernter Panzergrenadier und Infanterist (Jäger und Gebirgsjäger). Der 1966 geborene Franke studierte an der Bundeswehr-Universität München Staatswissenschaften und nahm zudem am 42. Lehrgang General- und Admiralsstab National teil. Es schlossen sich Verwendungen als Planungsstabsoffizier im Einsatzführungskommando der Bundeswehr und als Referent im Führungsstab des Heeres an. Von 2006 bis 2009 diente Sollfrank als Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 232.  Weitere herausragende Verwendungen waren Referent im Planungstab des BMVg, G3 der 10. Panzerdivision und Chef des Stabes der Division Schnelle Kräfte. In seiner letzten Verwendung führte Sollfrank die Gebirgsjägerbrigade 23, die er im Juni 2017 an Oberst Jared Sembritzki übergab. Einsatzerfahrung sammelte der Vater zweier Kinder in Somalia, auf dem Balkan und in Afghanistan.
Der S&T-Blog gratuliert beiden Generalen herzlich und wünscht alles Gute, viel Erfolg, Freude, Fortune, Soldatenglück und Gottes Segen für die neuen Verwendungen!

Freitag, 23. Juni 2017

Neuer Sniper-Long-Distance-Rekord: Kanadischer Scharfschütze erzielt bestätigten Treffer auf 3.540 Meter

Irak und Ottawa/Kanada (ww) Ein kanadischer Scharfschütze hat einen neuen Rekord für einen bestätigten Treffer auf weite Distanzen aufgestellt. Wie das kanadische Special Operation Forces Command am 22. Juni 2017 mitteilte, traf der zur Joint Task Force 2 gehörige Sniper bei einem Einsatz im Irak ein Ziel auf 3.540 Meter. Die Bekämpfung dauerte weniger als zehn Sekunden, der Treffer wurde u. a. auf Video aufgezeichnet. Nähere Angaben machte das Kommando nicht.
Kanadischer Scharfschütze mit C15 LRSW im Training. (Foto: MoD Canada)
Kanadische und britische Medien berichten, daß der Scharfschütze im Rahmen einer Beratermission für irakische Sicherheitskräfte eingesetzt gewesen war und einen Angriff seitens des „Islamischen Staates“ abgewehrt habe. Bei der eingesetzten Waffe soll es sich um ein McMillan Tac-50 gehandelt habe. Diese Waffe ist bei den kanadischen Streitkräften als C15 Long Range Sniper Weapon (LRSW) katalogisiert.
Der bisherige Rekord für einen bestätigten Treffer auf weite Distanz stammt von Corporal of Horse Craig Harrison von der Household Cavalry. Der Brite schaltete mit seinem L115A3 (Accuracy International, .338 Lapua Magnum) im November 2009 zwei Aufständische auf 2.475 Meter aus. Die beiden folgenden Plätze halten wiederum zwei Kanadier aus dem gleichen Verband, nämlich dem 3rd Bataillon, Princess Patricia’s Light Infantry. Corporal Rob Furlong traf im März 2002 auf 2.430 Meter, Master Corporal Arron Perry im gleichen Monat auf 2.310 Meter. Beide setzten C15 LRSW ein.
Mehr zum Thema Scharfschützen findet sich im VISIER Special 71 „Scharfschützen II“, welches ich im November 2013 veröffentlicht habe. Erhältlich im VS Medien Shop.
P.S.: Danke für den Hinweis auf die Verwirrung hinsichtlich der Distanz: Es kursierten zwischenzeitlich die Angaben 3.450 und 3.540 Meter. Der höhere Wert ist der zutreffende.

Montag, 19. Juni 2017

Digitalisierte Ausbildungshilfen - Jubiläumsangebot von Oberst Oestmann

Neumünster (ww) Wohl jedem Unteroffizier und Offizier sind die Hilfen für Ausbildung und Einsatz von Oberst a. D. Rainer Oestmann ein Begriff. Sein Buch „Dazu befehle ich…“ hat der Verfasser dieser Zeilen während unzähliger Taktiklehrgänge sowie Übungen mit Gewinn genutzt – unter anderem auf der HTW und dem Bataillonskommandeurlehrgang.

Bewährtes Buch: "Dazu befehle ich..." von Rainer Oestmann (Foto: JPW)

Gerne gebe ich daher an dieser Stelle den Hinweis von Oberst a. D. Oestmann auf sein Jubiläumsangebot digitalisierter Ausbildungshilfen weiter:

"Danke für 30 Jahre!
Seit Beginn meiner Autorentätigkeit im Jahre 1987 haben unzählige
 „Hilfen für Ausbildung & Einsatz“ mit unterschiedlicher Thematik und Zielsetzung den Weg in die Beintaschen der Soldatinnen und Soldaten aller Dienstgradgruppen im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus gefunden.

Angesichts dieses Jubiläums und der Tatsache, dass ich vor einigen Monaten den entscheidenden Schritt in die Digitalisierung gewagt habe und jetzt Smartphones und Tablets zur stets griffbereiten Informationsvermittlung nutze, möchte ich allen Soldatinnen und Soldaten, denen ich in den vergangenen 30 Jahren Hilfestellung und Ratgeber sein konnte, mit einer besonderen Aktion danken:
1.    Loggen Sie sich bitte vom 21.06 - 23.06.17 wie gewohnt mit Ihrem persönlichen Smartphone oder Tablet bei AMAZON ein.
2.    Geben Sie in die Suchfunktion Rainer Oestmann#kindle ein.
3.    Eine Auswahl von E-Manuals  unterschiedlichster Thematik und Zielsetzung steht Ihnen dann zum halben Preis zum Download zur Verfügung.

Sollten Sie sich vorab in Ruhe informieren wollen, finden Sie alle wichtigen Informationen auf meiner Homepage.

Nochmals herzlichen Dank und
mit freundlichen Grüßen
Rainer Oestmann"


Dem Jubiliar ein freundliches „Panzer Hurra“ und viel Erfolg für die weitere Autorentätigkeit!
www.rainer-oestmann.de

SmartGlider - neue Lenkflugkörperfamilie von MBDA

Le Bourget (ww) MBDA stellt erstmals seine neue Lenkflugkörperfamilie SmartGlider vor. Sie soll ab 2025  für Kampfflugzeuge verfügbar sein und ist besonders als Gegenmaßnahme zu „Anti Access“-Strategien und andere neuartige Bedrohungen optimiert. Die Luft-Boden-Lenkflugkörperfamilie sollen über eine Reichweite von rund 100 km verfügen und moderne vernetzte Boden-Luft-Bedrohungen mit kurzer und mittlerer Reichweite sowie bewegliche und gehärtete stationäre Ziele bekämpfen können.
Konzeptstudie des SmartGlider (Grafik: MBDA)
Zur Familie gehören zunächst zwei Flugkörper. Der kompakte SmartGlider Light wiegt bei einer Länge von zwei Metern 120 Kilo. 12 bis 18 SmartGlider Light lassen sich dank eines Hexabomb Smart Launchers (HSL) an einem Flugzeug transportieren und von dort aus einsetzen. Durch die hohe Feuerkraft gegen die feindliche Luftverteidigung ermöglicht SmartGlider den First-Day-Entry. Weiterhin lässt sich der SmartGlider Light gegen ein weites Zielspektrum einsetzen: gegen gehärtete und befestigte ortsfeste Ziele wie Hangars oder auch gegen bewegliche Ziele, die sich sonst nur auf große Abstände und mit hoher Intensität bekämpfen lassen.
Der in Entwicklung befindliche  1.300 Kilogramm schwere SmartGlider Heavy kann einen Mehrzweck-Gefechtskopf von über einer Tonne Gewicht tragen und größere, gehärtete Ziele bekämpfen.
www.mbda-systems.com

Mittwoch, 14. Juni 2017

Bemerkenswerte Biographie - Ulrich K. Wegener: GSG9. Stärker als der Terror

Bonn (ww) Am 13. Juni stellten der LIT-Verlag  und die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn die bemerkenswerte (Auto-)Biographie von Ulrich K. Wegener vor: GSG9 – stärker als der Terror.


Zwei Zeitzeugen der "Operation Feuerzauber": Ulrich K. Wegener signiert Gabriele von Lutzau ein Exemplar seines Buches. (Foto. JPW)

Eindrucksvoll schildert der Gründungskommandeur der GSG 9 in dem  von Ulrike Zander und Harald Biermann herausgegebenen Band seinen Lebensweg. Die „Operation Feuerzauber“ am 18. Oktober 1977 in Mogadischu, bei der Wegener und seine Männer alle 86 Geiseln aus der von palästinensischen Terroristen entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ ohne eigene Verluste befreiten, nimmt naturgemäß den größten Raum ein. Doch auch bis zum Weg dahin und den Jahrzehnten danach erfährt man etliche Innenansichten aus der Feder des Zeitzeugen.

Laser-Licht-Module für österreichische Sicherheitskräfte

Wiener Neustadt (ww) Polizeiliche und militärische Spezialkräfte aus Österreich nutzen weiterhin Laser-Licht-Module von Rheinmetall an ihren Handwaffen. So hat das österreichische Bundesministerium des Innern für die Spezialeinheit „Cobra“ im ersten Quartal 2017 580 Sätze des Laser-Licht-Moduls VarioRay bestellt. Der Auftrag im Wert von über einer Million Euro befindet sich gegenwärtig in Auslieferung.
Jagdkommando-Soldat mit VarioRay am StG77A2 und Manta-Cover auf dem Schalldämpfer. (Foto: Bundesheer)
Das Jagdkommando des Bundesheeres hat ebenfalls das VarioRay in Nutzung. Darüber hinaus hatte das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport schon Ende 2016 weitere Laser-Licht-Module Österreichische Bundesheer 600 Sätze des auf dem Laser-Licht-Modul LLM-01 basierenden Taktischen Laser-Licht-Moduls (TLLM) für das Sturmgewehr StG 77 und 164 Sätze TLLM für das Maschinengewehr MG74 bestellt. Dieser Auftrag lag ebenfalls bei einem Wert von über einer Mio EUR.

Dienstag, 13. Juni 2017

Streiche X: SIG Sauer P320 MHS XM17 wird M17 Modular Handgun System

Washington D. C. (ww) Die SIG P320 tritt nun endgültig ihre Karriere in den US-Streikräften an. Am 6. Juni 2017 lehnte der US-Rechnungshof (Government Accountability Office, GAO) den Einspruch der österreichischen Waffenschmiede Glock gegen die am 19. Januar veröffentlichte Entscheidung der U.S. Army ab.
Die Erprobungsmodelle der SIG Sauer P320 MHS tragen noch die Versuchsbezeichnung XM17. (Foto: JPW)
Die P320 MHS in der Full Size-Version trägt die Bezeichnung M17, die Compact-Variante läuft als M18. Beide Versionen kommen in 9mm x 19. SIG Sauer liefert das MHS als eine fertig montierte Pistole mit zwei Ersatzgriffstücken, einem 17-Schuss und zwei 21-Schuss-Reservemagazinen aus. Unser Freund Eric Graves/Soldiersystems.net stellte uns dieses Bild zur Verfügung - vielen Dank dafür!
Das M17-Kit, wie es ausgeliefert werden soll. (Foto: Eric Graves)
Der Auftragswert für die U.S. Army liegt bei 580,217,000 US-Dollar (544.243.546 Euro) und umfasst 280.000 M17 und 7.000 M18, Zubehör und Munition. Die Fertigung erfolgt in den USA und soll voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein. Die erste Lieferung geht nach Fort Campbell in Kentucky zur 101st Airborne Division. Somit werden die „Screaming Eagles“ erster Nutzer der neuen Kurzwaffe.  Neben der U.S. Army wollen auch die anderen Teilstreitkräfte die Pistole beschaffen. Dabei stehen bei der U.S. Air Force 130.000, bei der U.S. Navy 61.000 (hier ausschließlich M18) und beim U.S. Marine Corps 35.000 Pistolen in Rede. Mehr zum MHS demnächst in VISIER und ES&T.

Bildungsreise im Burgenland - Salut von der Brucker Pforte

Brucker Pforte (ww) Die Leser, welche mir auf Twitter (@JPW_FIDES) folgen, werden es sicherlich mitbekommen haben: Die letzten Tage befand ich mich auf Bildungsreise im Burgenland und in Wien. Daher auch an dieser Stelle nochmals ein kurzer Salutschuss von der Brucker Pforte!


Dort lässt sich noch heute die im Kalten Krieg errichtete Festung Ungerberg besichtigen. Die Kollegen von Spartanat.com und ich hatten das Vergnügen, von Vizeleutnant a. D. Leo Pichler durch die Anlagen geführt zu werden. Er war einst für die Versorgung der in dem Abschnitt Ungerberg/Gaisberg eingesetzten Sperrbataillons 112 zuständig und schilderte als Zeitzeuge eindrücklich den Dienst in der Festung. Ein unbedingter Tipp! Leo, ich danke Dir an dieser Stelle nochmals! Mehr dazu demnächst hier und in den einschlägigen Publikationen.



Mittwoch, 31. Mai 2017

Nexter Robotics erweitert NERVA-Familie

Ottawa/Versailles (ww) Nexter Robotics, ein Tochterunternehmen von Nexter, hat seine Roboterfamilie NERVA erweitert. So ist neben dem Flaggschiff NERVA LG nun auch die schwerere Version NERVA LGH verfügbar.
Die NERVA-Familie erhält Zuwachs. (Foto: Nexter)

Das auf der CANSEC 2017 vorgestellte NERVA LGH wiegt 12 Kilo und ist im Hinblick auf Reichweite und Mobilität verbessert. Ebenso neu ist die verbesserte zweirädrige NERVA S, die jetzt auch über eine Wärmebildkamera verfügt.
Mobility-Kit (Raupenketten) und CBRN-Detektor (Foto: Nexter)

Für alle NERVA-Modelle gilt nach wie vor, daß diverse Nutzlasten (Manipulatorarm, 3D-Scanner, Schussdetektor oder CBRN-Detektor) sowie Raupenketten verfügbar sind. Die Steuerung kann über Computer, Tablet oder Smartphone erfolgen. Wegpunktenavigation oder automatische Rückkehr nach ausgeführtem Auftrag sind bewährte Kennzeichen für autonomen Einsatz. Der kombinierte Einsatz mit UAV für Transport oder als Relaisstation erweitert die Reichweite zusätzlich.

www.nexter-group.fr




Montag, 29. Mai 2017

Aller guten Dinge sind drei - UfPro startet dreiteilige Videoserie über Nahkampftechniken und Gewinnspiel

Trzin, Slowenien (ww) Der slowenische Spezialist UfPro gehört längst zu den etablierten Größen für moderne taktische Bekleidungssysteme. Jetzt hat das Team um Armin Wagner eine dreiteilige Videoserie über Nahkampftechniken herausgebracht. Im "Pro's guide to close combat" geben Spezialkräfte-Ausbilder Hinweise, wei man sich im waffenlosen Nahkampf, bei der Verteidigung gegen Blankwaffen sowie beim Kampf mit Schusswaffen taktisch zweckmäßig verhalten kann.

Waffenloser Nahkampf. (Foto: UfPro)
UfPro hat das ganze darüber hinaus mit einem Gewinnspiel gekoppelt. Wer sich registriert und weitere Kameraden als Zuschauer gewinnt, kann Ausrüstung im Wert von 500 Euro gewinnen. Mehr Infos auf der homepage des Unternehmens: www.ufpro.si

Euro 6 für die Eidgenossen - Iveco Defence liefert moderne LKW an Schweizer Armee

Bozen/Bern (ww) Iveco Defence Vehicles hat von der eidgenössischen Beschaffungsorganisation armasuisse den Auftrag zur Lieferung von 400 Euro 6-kompatiblen LKW erhalten. Die Fahrzeuge sollen zwischen 2017 und 2021 ausgeliefert werden.
Iveco Trakker für die Schweizer Armee. Foto: Iveco Defence Vehicles

Die Anfangsbeauftragung gehört zu einem 2015 geschlossenen Rahmenvertrag, der die Lieferung einer neuen Fahrzeugflotte zwischen 2016 und 2022 vorsieht. Die Auswahlentscheidung war nach einer zwei Jahre langen Marktsichtungs- und Testphase erfolgt.
Die neue Fahrzeugflotte umfasst eine Vielzahl von Varianten. Hierzu zählen 4x2, 4x4, 6x2, 6x6, 8x6 und 8x8-Fahrzeuge der neuen Stralis- und Trakker-Serien. Die Fahrzeuge erhalten verschiedene Aufbauten, einige auch geschützte Kabinen. Alle LKW sind voll mit den Euro 6-Emissionsvorschriften konform und Single-Fuel-tauglich. Der Vertrag umfasst weiterhin Produktmanagement, Unterstützungs- und Servicleistungen, die in enger Kooperation mit Iveco Switzerland erbracht werden.
Bereits 1996 und 2006 hatte Iveco Defence Vehicles Aufträge der Schweizer Armee erhalten, weshalb der neuerliche Erfolg das vertrauensvolle Verhältnis beider Vertragspartner unterstreicht.

www.cnhindustrial.com

Mittwoch, 24. Mai 2017

8x8 CAESAR für Dänemark - neuer Nexter-Nutzer im Norden

Versailles/Kopenhagen (ww) Die dänische Artillerie erhält demnächst die 155mm-Haubitze 8x8 CAESAR von Nexter.  So beauftragte die dänische Beschaffungsorganisation DALO das französische Wehrtechnikunternehmen mit der Lieferung von 15 Systemen. Zusätzlich gibt es eine Option für sechs weitere Haubitzen.
8x8 CAESAR von Nexter (Foto: Nexter)
Die 8x8 CAESAR ist eine 155mm-Haubitze auf radbeweglicher Selbstfahrlafette. Die Abkürzung steht für "CAmion Equipé d’un Système d’ARtillerie" (mit Artilleriesystem ausgestatteter LKW). Die neue 8x8-Variante hat 30 Tonnen Nutzlast, verfügt über ein neues automatisches Ladesystem und kann 30 Geschosse mitführen . Sie ist mit in der NATO genutzter 155mm-Munition für 39 und 52 Kaliberlängen kompatibel. Die Reichweite liegt bei bis zu 45 km, mit VLAP-Projektilen kann sie auch 50 km erreichen. Die Schussfolge liegt bei sechs Geschossen pro Minute.
Rückansicht der 8x8 CAESAR (Foto: Nexter)
Die französischen Streitkräfte nutzen CAESAR in der 6x6-Variante (18 Tonnen Nutzlast/18 Geschosse an Bord) bereits seit ihrer Einführung 2009.  Das Geschütz hat sich bereits in Libanon, Afghanistan, Mali und Irak bewährt.  Derzeit sind über 300 CAESAR-Systeme bei fünf Kundenländern in Nutzung.

www.nexter-group.fr

Donnerstag, 18. Mai 2017

Austrian Armour: Panzerbataillon 14 "Hessen" gewinnt Strong Europe Tank Challenge 2017

Grafenwöhr (ww) Premiere gelungen: Gleich bei ihrer ersten Teilnahme erzielte die Mannschaft des österreichischen  Panzerbataillons 14 "Hessen" den Gesamtsieg der diesjährige Strong Europe Tank Challlenge.
Erbarme - zu spät! Die Hesse komme: Ein Leopard 2A4 des österreichischen Panzerbataillon 14 "Hessen" im Wettkampf. (Foto: U.S. Army Europe)


In dem von der U.S. Army Europe ausgerichteten Wettkampf treten Panzerzüge verschiedener Nationen an, um sich in verschiedenen einsatznahen Szenarien zu messen. Hierzu zählen z. b. Gefechtsdienst, Geschicklichkeitsfahren, Feueranforderung, Hindernisparcours, Schießen mit Handwaffen, Selbst- und Kameradenhilfe und natürlich das Zuggefechtsschießen.

Volltreffer - Walther PPQ45 erhält Auszeichnung Handgun of the Year 2017

Atlanta/USA (ww) Erfolg für den deutschen Traditionshersteller Carl Walther in den USA: Das renommierte US-Waffenmagazin „American Rifleman“ hat die Walther-Pistole PPQ45 als „Handgun of the Year“ ausgezeichnet. Die Walther-Repräsentanten konnten im Rahmen des Jahrestreffens der amerikanischen National Rifle Association Ende April in Atlanta den begehrten „Bullseye Award“ in Empfang nehmen.
Die PPQ45 neben dem "Bullseye-Award". Foto. Carl Walther/Umarex
Die Walther PPQ45 ist fast baugleich mit der weltweit erfolgreichen Walther PPQ in 9 mm Luger, verschießt aber das in den USA beliebte und stärkere Kaliber .45 ACP. Mit dieser Auszeichnung konnte Walther gemeinsam mit der Tochterfirma Walther Arms aus Fort Smith einen weiteren wertvollen Erfolg im „Mutterland des .45er Kalibers“ feiern.
www.Carl-Walther.de

Montag, 8. Mai 2017

Ehrenwertes Engagement oder ehrabschneidender Entlastungsangriff?

Berlin (ww) Der Kampf gegen den Extremismus jeglicher Coleur ist aller Ehren wert. Vorausgesetzt, er richtet sich gegen die Richtigen. Wenn nicht, ist er kontraproduktiv. Das lässt sich derzeit bei der Bundeswehr beobachten. Hier erreicht das Verhältnis zwischen Truppe und Bundeswehrführung gegenwärtig einen neuen Tiefpunkt.

Zwar entschuldigte sich die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden vor versammelter Spitzenkräftemannschaft für ihren Generalverdacht bezüglich Haltungs- und Führungsproblemen. Aber zur Ruhe kommen die deutschen Streitkräfte trotzdem nicht. So führte die Ministerin im Standort eines als mutmaßlichen Rechtsterroristen enttarnten Oberleutnants medienwirksam einige Wehrmachtsdevotionalienfunde vor. Das nahm sie wiederum zum Anlass, eine „Säuberung“ (!) der Bundeswehr zu befehlen. Und der in den vergangenen Jahren eher unauffällig agierende Generalinspekteur ordnete eine entsprechende Durchsuchung aller Kasernen an. Spötter fürchten unterdessen, daß das Wachbataillon demnächst mit G36 statt Karabiner 98k paradieren werde. Oder daß die Verpflegungsaufnahme aus dem nierenförmigen Kochgeschirr zum melderelevanten Vorkommnis werde. Oder daß es nun endlich einen Anlass gebe, modernere Gefechtshelme beschleunigt einzuführen, die nicht die charakteristische Kalottenform des Stahlschutzhelmes Modell 1916 und dessen Nachfolgern aufweisen.
Spötter befürchten angesichts der angekündigten "Säuberung", daß das Wachbataillon den Karabiner 98k bald auf den Müllhaufen der Militärgeschichte schmeissen muss. (Foto: Bundeswehr)

Ja, viele Bundeswehrsoldaten der ersten Stunde und einige deutsche Verteidigungsminister hatten in der Wehrmacht gedient. Ja, Bundeskanzler Konrad Adenauer gab am 3. Dezember 1952 eine Ehrenerklärung für die Wehrmachtssoldaten ab. Ja, viele unserer Freunde und Partner sehen die Bundeswehr in einer Linie mit den deutschen Vorgängerarmeen. Ja, deren vor allem auf der Auftragstaktik beruhende militärische Schlagkraft bewundern selbst ehemalige Kriegsgegner bis heute. Ja, trotz alledem war die Wehrmacht als Gesamtorganisation das Instrument eines verbrecherischen Regimes und ist daher nicht traditionsbegründend für die Bundeswehr. Ja, es gibt entsprechende und viele Male objektiv diskutierte Traditionserlasse. Ja, es gibt leider auch in der Profi-Armee Bundeswehr trotzdem immer wieder ein paar Verwirrte, die sich an undifferenzierter „Unsere-tapferen-Ritterkreuzträger-der-Waffen-SS-verteidigen-die-ostpreußische-Heimat“-Heldenverklärung aufgeilen oder noch schlimmeren Spinnereien anhängen. Ja, diese Idioten blieben immer eine ärgerliche Ausnahme und wurden konsequent aus dem Dienst entfernt. Und ja, die Bundeswehr steht gegenwärtig vor ganz anderen Herausforderungen. Es wäre zielführender, jetzt eine zukunftsweisende sicherheitspolitische Diskussion zu führen, als eine alte Debatte um Selbstverständlichkeiten zum xten Male neu aufzuwärmen.

Dazu kommt, daß andere Aspekte des jüngsten Bundeswehr-Skandals so wenig mediale Beachtung finden: Wenn ein Oberleutnant mit wirren Ansichten, dafür aber ohne Papiere und arabische Sprachkenntnisse ein Doppelleben als anerkannter syrischer Flüchtling führen kann – was ist dann beim Schutz unseres Landes vor Extremisten sonst noch schief gelaufen? Will man unser Land überhaupt weiter schützen? Selbst bekennende Taliban dürfen nicht in ihre Heimat am Hindukusch ausgeliefert werden – und das, obwohl die afghanische Regierung nicht nur mit Milliarden Euro und Dollar, sondern auch unter blutigen Verlusten unterstützt wurde und wird. Und warum können fundamentalistische Gefährder inzwischen ein Doppelleben als Bundeswehrsoldaten führen? 20 Islamisten enttarnte der Militärische Abschirmdienst Ende letzten Jahres, weitere 60 Verdachtsfälle stehen in Rede.

Wie gesagt: Der Kampf gegen Extremismus jeglicher Coleur ist aller Ehren wert. Vorausgesetzt, er richtet sich gegen die Richtigen. Nun sind die Soldaten der jahrzehntelang vernachlässigten Parlamentsarmee Bundeswehr gewohnt, daß für sie bei jeglichen Skandalen offenbar die Schuld- und nicht die Unschuldsvermutung gilt. Doch gerade vor dem Hintergrund der jetzt verdrängten Versäumnisse sei noch einmal an den Eid erinnert, den jeder Bundeswehrsoldat geleistet hat: "Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“ Es erscheint wenig verwunderlich, daß der jüngste ministerielle Aktionismus an der Basis nicht als ehrenwertes Engagement, sondern als ehrabschneidender Entlastungsangriff auf Kosten der Truppe gilt.

Jan-Phillipp Weisswange

Dienstag, 2. Mai 2017

Kommentar: Miss-Management bei der attraktiven Arbeitgeberin

Berlin (ww) Viel Wirbel in der Walpurgisnacht: Ein Miss-Management bei der attraktiven Arbeitgeberin Bundeswehr führt zu einer Grundsatzdebatte über die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie. Wie konnte das geschehen?
Die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden löste in der Walpurgisnacht 2017
eine sicherheitspolitische Grundsatzdebatte aus. (Foto: Bundeswehr/Trutschel)
In einem ZDF-Interview am 30. April 2017 stellte die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden die Bundeswehr unter einen Generalverdacht. Auslöser waren Fälle von übertriebener Härte bei der Ausbildung und eine noch nicht vollständig aufgeklärte Groteske um einen Oberleutnant mit offenbar fragwürdigen Ansichten. Der konnte ein Doppelleben als anerkannter syrischer Asylant führen und mutmaßlich staatsgefährdende Straftaten planen. Jedenfalls attestierte Ursula von der Leyen den ihr seit dreieinhalb Jahren anvertrauten deutschen Streitkräften pauschal ein „Haltungsproblem“ und eine „offensichtliche Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“. Am darauffolgenden Tag der Arbeit relativierte sie in einem offenen Brief an die „lieben Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ ihre Statements zwar etwas. Aber das half nur noch wenig, die Wogen zu glätten. Hierzu trug sicherlich die Causa Spindler bei: So hatte die Ministerin wenige Tage zuvor den Befehlshaber des Ausbildungskommandos, Generalmajor Walter Spindler, als Reaktion auf die Vorfälle in Ausbildungseinrichtungen entlassen. Der für seine Geradlinigkeit geachtete General erfuhr dies allerdings nicht durch seine Vorgesetzten, sondern aus der Tagespresse. Die Basis empfand die Ablösung Spindlers als Lehrvorführung eines Bauernopfers.
Inzwischen traten die Zerwürfnisse zwischen politischer Führung und Truppe klar und unwiderlegbar zum Vorschein. Sie zeigen letztlich, daß die Bundeswehr nach einem Vierteljahrhundert kontinuierlicher Vernachlässigung am Scheideweg zwischen schlagkräftiger Streitkraft und gegenderter Gendarmerie steht. Sie in die richtige Richtung zu lenken, ist nun vordringlichste Führungsaufgabe!
„Die Bundeswehr lebt davon, dass auf allen Ebenen Verantwortung übernommen wird in dem klaren Wissen, was von Führung erwartet wird. Wenn diese Führungsverantwortung nicht mehr ausgefüllt wird, dann funktioniert in unserer Bundeswehr etwas ganz Grundlegendes nicht mehr“, so analysiert die Ministerin die gegenwärtige Lage in ihrem offenen Brief zutreffend. Und genau hier müssen die in jenem Dokument geforderte „schonungslose Aufklärung und Diskussion“ ansetzen: Die Attraktivität des Dienstes als Soldat definiert sich über verantwortungsvolle Führung, herausfordernde Aufträge, Kameradschaft der kleinen Kampfgemeinschaft und moderne Ausrüstung. Teuer beratenes Miss-Management mit merkwürdigen Schwerpunkten kann sich die Bundeswehr angesichts der vielfältigen sicherheitspolitischen Herausforderungen nicht mehr leisten. Nicht zuletzt, weil die Gesellschaft zu Recht eine schlagkräftige Truppe erwartet, die ihre Freiheit und Werte glaubwürdig verteidigen kann.
Die gegenwärtig erstarkende Diskussion wird sich daher nicht nur auf Haltung und Führung beschränken können. Aufgabengewichtung, Haushaltsmittel, staatsbürgerliches soldatisches Selbstverständnis und Wehrform werden ebenfalls auf den Prüfstand kommen müssen. Letztlich geht es um die Frage, in welche Richtung sich die Bundeswehr weiter entwickeln soll: zu einer stets um Attraktivität bemühte Arbeitgeberin oder zu einer schlagkräftigen Streitmacht einer wehrhaften Demokratie? Führt sie im Ergebnis zu letzterem, dann hätte der Wirbel der Walpurgisnacht 2017 doch noch etwas Gutes.

Jan-Phillipp Weisswange

Donnerstag, 27. April 2017

Der erste Stich des Scorpions - Französische Streitkräfte bestellen 319 Griffon und 20 Jaguar

Versailles (ww) Die französische Beschaffungsbehörde DGA hat am 24. April 2017 den ersten Produktionsauftrag im Zuge des SCORPION-Programms vergeben. So bestellte sie bei Nexter, Renault Trucks Defence und Thales 319 gepanzerte Mehrzweckfahrzeuge Griffon und 20 Spähpanzer Jaguar.
Griffon (oben) und Jaguar (unten) (Grafiken: GME)

Der Vertrag umfasst auch logistische Unsterstützung und Ausbildung. Zum Volumen gibt es keine Angaben. Nach nur 27 Monaten Entwicklungszeit beginnt damit die Produktion der neuen Fahrzeuge. Die ersten Griffon sollen bereits 2018 zulaufen, die ersten Jaguar 2020.Griffon und Jaguar zeichnen sich durch ein hohes Schutzniveau und eine sehr gute Vernetzungsfähigkeit aus und ersetzen die seit über 30 Jahren genutzten Fahrzeugmuster VAB, VAB HOT, SAGAIE ERC und dem AMX10RC. Insgesamt will die französische Armee 1.668 Griffon und 248 Jaguar beschaffen – einschließlich zugehöriger Logistikleistungen.

Freitag, 21. April 2017

System Sturmgewehr Bundeswehr: Ausschreibung beginnt

Berlin (ww) Die europaweite Ausschreibung des System Sturmgewehr Bundeswehr läuft nun doch etwas früher als erwartet an. "Circa 120.000 Sturmgewehre und entsprechendes Zubehör" will die Bundeswehr beschaffen. Die Verträge sollen im ersten Halbjahr 2019 geschlossen werden.
Der Auftragswert wird auf 245 Millionen Euro geschätzt. Einige Details nennt die Ausschreibung:

Freitag, 14. April 2017

SIG Sauer P320 Compact erzielt Qualifikation nach Technischer Richtlinie der deutschen Polizei

Eckernförde (ww) Als der bayerische Innenminister kürzlich das Projekt neue Dienstpistole für die bayerische Polizei vorstellte, klang es bereits an: SIG Sauer ist mit im Rennen! Am 13. April 2017 erhielt das Modell P320 Compact die Zertifizierung nach der Technischen Richtlinie „Pistolen im Kaliber 9mm x 19“ vom Januar 2008 (TR2008).

SIG Sauer P320 Compact, hier ausgestattet mit dem Gewinde für Schalldämpfer. (Foto: SIG Sauer)
Das vom Polizeitechnischen Institut der deutschen Hochschule der Polizei herausgegebene Dokument legt die Anforderungen fest, die Dienstpistolen für eine Verwendung bei einer deutschen Bundes- oder Landespolizeibehörde erfüllen müssen. Die jetzt erreichte Qualifikation ist daher ein weiterer wichtiger Erfolg für die vielseitige modulare Dienstpistolenfamilie P320 des in Eckernförde beheimateten Traditionsunternehmens.

Montag, 3. April 2017

Neuer militärischer Organisationsbereich Cyber und Informationsraum (CIR) nimmt Dienst auf

Bonn (ww) Deutschlands Freiheit wird auch im Cyberraum verteidigt! In dieser Konsequenz hat die Bundeswehr seit dem 1. April 2017 den neuen militärischen Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum. Rund 13.000 Soldaten werden "CIR" demnächst angehören - so viele Soldaten wie die Deutsche Marine.
Das Barett des neuen Organisationsbereiches. Foto: privat
Mit dem CIR gibt es auch Neuerungen bei der Uniformierung der deutschen Streitkräfte. Hierzu zählen das dunkelblaue  Barett (ursprünglich war wohl ein graues geplant) und ein neues Barettabzeichen. Dieses zeigt im Eichenlaubkranz einen Schild mit dem Kürzel CIR vor einem stilisierten Globus und darüber den Blitz der Fernmeldetruppe.
Der S&T-Blog gratuliert dem neuen Organisationsbereich zur Aufstellung und wünscht dem Inspekteur, Herrn Generalleutnant Ludwig Leinhos und seinen Männern und Frauen viel Freude, Erfolg und Soldatenglück für die herausfordernden Aufgaben!
Mehr zur Cyber- Strategie, dem neuen Organisationsbereich und den Möglichkeiten, sich darin einzubringen, auch auf den Seiten von Bundeswehr-Karriere.




www.cir.bundeswehr.de

Sonntag, 2. April 2017

In Netz gegangen: Die Kampfschwimmer-Association ist online!

Eckernförde (ww) Die Kampfschwimmer der Deutschen Marine zählen zu den ältesten Spezialkräften der Bundeswehr. Verschiedentlich hat der S&T-Blog schon über sie berichtet. Gerne gebe ich an dieser Stelle den gestern veröffentlichten Hinweis der Kampfschwimmer-Association weiter.




"Menschen sind stark im Willen, Geist und Körper. Doch wahre Stärke, Hilfe und Schutz bietet nur die Gemeinschaft. Aus diesem Grunde geht die Homepage der Kampfschwimmer-Association e.V. heute offiziell ans Netz.

Zwar ist der 1. April für viele ein Tag des Scherzes, für uns Kampfschwimmer ist er jedoch von historischer Tragweite. So wurde genau vor 58 Jahren die Kampfschwimmerkompanie gegründet und diese hat in ihrer Form bis heute Bestand. Nach einigen Unterstellungswechseln wurde zuletzt am 01.04.2014 das Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) aufgestellt. Die Soldaten des KSM, die Kampfschwimmer mit ihren eigenen Unterstützern sowie deren Führung, stehen so für Einsätze der Bundeswehr zur Verfügung und sind als Spezialkräfte schon im Friedensfall dem Einsatzführungskommando unterstellt.

Aber auch wir, die Kampfschwimmer- Association e.V. begehen heute den 01.04. feierlich, indem wir mit unsrer Medienpräsenz in Form unserer Homepage uns der Öffentlichkeit präsentieren. Wofür wir, die Aktiven und die Ehemaligen, die Freunde und Familien stehen, lest es selbst!

Willkommen bei der Kampfschwimmer- Association e.V. !

Homepage: http://kampfschwimmer-association.de
Facebook: https://www.facebook.com/Kampfschwimmer-Association-eV-1131286503610472/

Ahoi Kameraden! Besten Dank für den Hinweis! Ich wünsche Euch immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Samstag, 1. April 2017

Bier statt Bart: Der Tactical Beard Owners Club ändert Namen und Zweck

Ratingen (ww) Erste Gerüchte gab es bereits auf der IWA, nun erscheint es sicher: Der Tactcial Beard Owners Club (TBOC) löst sich in der bisherigen Form auf. Bereits in den letzten Jahren hatte der Verein mit viel Gegenwind zu kämpfen. Viele in den aktiven Streitkräften dienende Mitglieder mussten gemäß strenger Haar- und Barterlasse zum Rasierapparat greifen und in der Folge aus dem Verein austreten. Durchaus eine haarige Angelegenheit, denn insbesondere Politikerinnen, aber auch weibliche Vorgesetzte feierten dies als Sieg über die letzten archaischen Männerstrukturen. „Früher schnitten fortschrittliche Streitkräfte alte Zöpfe ab, heute eben Bärte“, so die Militärhistorikerin Dr. Kunigunde Schlechtscherzer von der eigens eingerichteten Stabsabteilung Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion im BMVG.

Der Entwurf des neuen Logos: Schaum statt Bart - aber immerhin hält man das Glas mit links!
(Foto: FSK900 MilSim Team Bodensee Triangle)
Eine haarsträubende Affäre gab dem TBOC in seiner letzten Struktur dann den Rest: So ließ sich eine als Zeichen des guten Willens beschlossene Frauenquote in dem Verein nicht durchsetzen – wegen geeigneter Kandidatinnen! „Damenbart tragende Frauen haben meist keinen Sinn für den taktischen Lifestyle. Frauen mit taktischen Interessen tragen hingegen meist keinen Bart“, so Diplom-Psychologin Conchita Semmel in einem viel beachteten Gastbeitrag des Fachmagazins Special Airsoft Forces, Gear and Beards. Immerhin: Auflösen tut sich der Verein nicht, aber er nimmt ab sofort auch glattrasierte Interessentinnen und Interessenten auf. Der TBOC behält darüber hinaus seine Abkürzung bei, wobei diese nun für „Tactical Beer Obsessed Club“ steht. Denn zukünftig will man an den Stammtischen dem vorzugsweise kalten und nach Reinheitsgebot gebrauten Hopfengetränk frönen. TBOC-Ehrenmitglied Friedrich Roth-Barth wird geradezu poetisch: „Seit Tacitus ist wohl bekannt: Bier ist Kultur-Barbarentrank! Lasst in Walhall die Gläser klingen – das Weibsvolk darf den Nachschub bringen!“ Na dann: Prost!

Freitag, 31. März 2017

Vertrauen - Sicherheit - Mut - der neue Imagefilm der GSG 9 der Bundespolizei

Potsdam, Sankt Augustin-Hangelar (ww) Im September 1972 erging der Aufstellungsbefehl, im Oktober 1977 erfolgte die Operation "Feuerzauber" in Mogadischu. In diesem doppelten Jubiläumsjahr hat die GSG 9 der Bundespolizei einen neuen Imagefilm herausgebracht.

Das sehenswerte Video gibt aktuelle Einblicke in den Verband, sein Selbstverständnis, seine Fähigkeiten und seine Ausstattung. Von daher eine klarer Heimkino-Tipp!

Das Zwei-Patronen-Ding der Akademie 0/500 - doppelt hält besser

Meerane (ww) Eine praktisches Gadget bringt Henning Hoffmann von der Akademie 0/500 heraus: Das „Zwei-Patronen-Ding“ hält – wie der Name schon sagt – zwei Reservepatronen griffbereit am Schaft des Gewehrs.

Das "Zwei-Patronen-Ding" auf der rechten Seite des Gewehrschaftes montiert. (Foto: JPW)
So lassen sich im Ernstfall schnell Folgeschüsse abgeben, wenn das Magazin leergeschossen ist. Mit etwas Übung lässt sich das Nachladen aus dem zusammen mit MD-Textil entwickelten Gadget schneller bewerkstelligen als ein Magazinwechsel.
Bei Bedarf lassen sich die Reservepatronen  für Folgeschüsse herausziehen und direkt in das Auswurffenster einlegen und zuführen. (Foto: JPW)
Henning empfiehlt, das Zwei-Patronen-Ding direkt mittels des mitgelieferten klebbaren Klettbandes unter dem Auswurffenster anzubringen. Bei dem Steyr SSG 69 (der aufmerksame Leser kennt das abgebildete Exemplar aus dem VISIER Special 71 „Scharfschützen II, S. 94/95) lässt sich das nicht bewerkstelligen, da sonst der Zugriff auf die rechte Magazinlösetaste verdeckt werden würde. Deshalb sitzt das Zwei-Patronen-Ding etwas weiter vorne, was dem taktischen Nutzen aber keinen Abbruch tut.
Das Zwei-Patronen-Ding gibt es in Coyote-Braun und Steingrau-Oliv, kostet 11,90 € und lässt sich entweder auf Kursen der Akademie 0/500 und demnächst auch bei Sierra-313 beziehen.
www.0-500.de
www.md-textil.info
www.sierra-313.de

Mittwoch, 29. März 2017

Aktualisierte Adjustierung für das Bundesheer

Wien (ww) Das österreichische Bundesheer modernisiert die persönliche Ausrüstung und Bewaffnung seiner Soldaten.  Im Zentrum stehen dabei die Fähigkeitskategorien Schutz und Wirkung.
Teile der neuen CRC- und Gefechtsausstattung des Bundsheeres (Foto: Bundesheer/Pusch)
Der österreichische Verteidigungsminister Mag. Hans Peter Doskozil (SPÖ) und der Leiter der Sektion III "Bereitstellung & Beschaffung" im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS), Generalleutnant Norbert Gehart, stellten heute Teile der aktualisierten Adjustierung in Wien vor.
Brigadier Georg Kollmann (l.) erläutert Minister Mag. Hans Peter Doskozil (r.) und Generalleutnant Norbert Gehart (2. v. r.) die neue Bewaffnung(Foto: Bundesheer/Pusch)
Schwerpunkt ist der Schutz und die moderne Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten. Dazu zählt vor allem die Beschaffung von Schutzausrüstung, persönlicher Ausrüstung, Bekleidung und Waffen. Diese betrifft Präsenzkräfte, Grundwehrdiener und Miliz gleichermaßen. Zur neuen Ausstattung gehören neue Kampfhelme 2015 (OpsCore FAST) sowie ballistische Schutzausstattung, Schutzbrillen (derzeit in Ausschreibung), neue CRC-Ausrüstung und neue Feldschuhe.

Interessantes tut sich darüber hinaus bei der Bewaffnung: So erhalten Jagdkommando und Jägertruppe 2018 ein neues mittleres Scharfschützengewehr von Steyr Mannlicher im Kaliber .338 Lapua Magnum mit Kahles-ZF auf Madritsch-Montage. Steyr Mannlicher liefert zudem dieses Jahr 4.200 neue Gehäuse zur Kampfwertsteigerung des Sturmgewehrs 77 auf die Version A3 aus. Diese sind für das Jagdkommando und das Jägerbataillon 25 (der einzige Luftlandeverband des Bundesheeres) vorgesehen. Im Rahmen der Präsentation zeigte Brigadier Georg Kollmann zudem unterschiedliche StG 77-Versionen, darunter die aktuelle Version A2 des Jagdkommandos und die Variante KPE für die Kaderpräsenzeinheiten. Beide verfügen über modifizierte Gehäuse mit Mil-Std 1913-Schienen zur Aufnahme optischer und optronischer Anbauteile.  Im Jahr 2018 sollen weiterhin 102 schwere Scharfschützengewehre (Barrett) im Kaliber .50 BMG zulaufen. 72 leichte Scharfschützengewehre in .308 Winchester sind derzeit in Ausschreibung. Bereits beschafft sind 300 Subkompakt-Pistolen Glock 26 für Militärpolizei, Jagdkommando und Garde-Bataillon. Im Zulauf sind zudem 4.000 Gefechtsholster für die P80 (alias Glock 17), dazu 3.890 Waffenleuchten GTL11 (Xenon-Weisslicht, mit Dimmer) und weitere 690 GTL 52 (Xenon-Weisslicht, Rotlicht-Laser, IR-Laser, IR-Beleuchter, mit Dimmer). Weiterhin werden 400 Nachtsichtbrillen MINIE von Thales beschafft.
Nachfolgend die Übersicht, die das BMLVS uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 28. März 2017

Spezialeinsatzfahrzeug Survivor R für Sachsen

Düsseldorf/Dresden (ww) Rheinmetall hat vom Freistaat Sachsen den Auftrag zur Lieferung zweier geschützter Sonderwagen Survivor R erhalten. Die Fahrzeuge gehören zu dem umfangreichen Antiterrorpaket des Landes, für das 15 MioEUR bereitgestellt worden sind - hierzu hatte der S&T-Blog bereits umfangreich berichtet
 
Der Survivor R auf der Verwindungsbahn... (Foto: Rheinmetall)

Die beiden bestellten Fahrzeuge sollen noch 2017 ausgeliefert werden und den Spezialeinheiten der sächsischen Polizei zur Verfügung stehen. Der Auftragswert liegt im niedrigen einstelligen MioEUR-Bereich. In seiner Pressemitteilung betont Rheinmetalls den Auftrag als ersten Vertriebserfolg des Unternehmens im Bereich moderner geschützter Polizeifahrzeuge.
Der Survivor R von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) ist in Kooperation mit dem Spezialfahrzeugbauer Achleitner als geschützter Sonderwagen für Polizeikräfte entwickelt worden. Er basiert auf einem leistungsstarken 4x4 Lkw-Fahrgestell von MAN und einer Sicherheitszelle aus Panzerstahl. So verbindet das hochmobile und über 100 km/h schnelle Fahrzeug automotive Großserientechnik mit modernster Schutztechnologie von Rheinmetall. 

...und am 60-Grad-Steilhang (Foto: Rheinmetall)

Das gepanzerte Monocoque kann mit adaptiven Schutzelementen individuell und diskret auf wechselnde Bedrohungslagen angepasst werden und ist serienmäßig mit einer Schutzbelüftungsanlage gegen nukleare, biologische und chemische Kampfstoffe ausgestattet. Der Innenraum ist hell und ergonomisch gestaltet und bietet ausreichend Platz für eine Besatzung von bis zu zehn Personen mit persönlicher Ausrüstung sowie für umfangreiche Funk- und Führungsausstattung.
Die konsequente Verwendung von zivil-kommerziellen und militärischen Serienkomponenten ermöglicht einen günstigen Fahrzeugpreis. Dies macht den Survivor R zu einer kosteneffizienten, leicht zu wartenden Fahrzeugplattform mit geringen Lebenswegkosten und hoher Einsatzbereitschaft. 


www.rheinmetall.com

Donnerstag, 23. März 2017

Die wehrhafte Republik - Literaturhinweis

Huglfing (ww) Daß der internationale Terrorismus seine Kriege längst in unsere Städte trägt, hat sich erst am 22. März 2017 wieder in London gezeigt.  Daß die politische Elite Europas in diesen Zeiten nichts besseres zu tun hat, als den gesetzestreuen Bürger weiter zu gängeln, stellte sie erst wieder einige Tage zuvor am 14. März 2017 unter Beweis, nämlich mit dem Durchwinken eines schärferen Waffenrechts durch das EU-Parlament.

Der S&T-Blog stellt sich bekanntermaßen bereits seit Jahren der zeigeistkonformen selbstverschuldeten Dressur zum Duckmäusertum entgegen und tritt – im Einklang mit dem ursprünglichen Gedanken der „Inneren Führung“ – für die Erziehung zum wehrhaften Staatsbürger ein. Es ist und bleibt meine feste Überzeugung, daß es im Ernstfall die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sein müssen, welche „die Büchse von der Wand“ nehmen, um ihre Freiheit zu verteidigen – um so mehr, wenn sie zuvor durch Desinterese und Delegation an Dilettanten zuließen, daß die staatliche Sicherheitsvorsorge versagt hat. Angesichts der aktuellen terroristischen Bedrohungslage weise ich daher gerne auf die Studie „Die wehrhafte Republik – zivile First Responder bei Verbrechen, Amok- und Terrorlagen“ von Matthias Hainich (Oberland Arms) hin. Er schlägt vor, die Zielgruppe der Terroristen – nämlich den einfachen Bürger – wehrhaft zu machen. So sollen gesetzestreue, im Umgang mit Waffe geschulte Bürger ähnlich wie Ersthelfer bei einem Unfall den Kampf gegen terroristische Angreifer aufnehmen, bis die Polizei eintrifft. Diesen Ansatz halte ich für durchaus interessant und diskussionswürdig. Die Studie lässt sich u. a. auf der Seite des Waffenbesitzerverbandes prolegal herunterladen.

Da läuft was - IEA Mil-Optics übrnimmt Deutschlandvertrieb von Proof Research

Nagold, Virginia Falls, Montana/USA (ww) IEA Mil-Optics übernimmt den Deutschland-Vertrieb von Proof Research. Ab Mitte 2017 sind damit die innovativen Carbon-Läufe des US-Herstellers auch in Deutschland erhältlich.
Die Carbon-Läufe von Proof Research. (Foto: Hersteller)
Bei den Carbon-Läufen von Proof Research handelt es sich um die einzigen am Markt erhältlichen Carbon-Läufe. Dank ihrer Ummantelung sind sie bis zu 64% leichter und kühlen bis zu 56% schneller ab als herkömmliche Läufe. Durch das wesentlich schnellere Abkühlen reduzieren sich die Mirage und temperaturbezogene Schussablagen auf ein Minimum. Die Läufe sind sowohl für Einzellader als auch für Selbstlader geeignet. Sie sind schon seit mehreren Jahren beim USSOCOM im Einsatz, können aber auch bereits am Zivilmarkt Fuß fassen
Aktuell arbeiten IEA und Proof Research an verschiedenen Behördenprojekten und wollen diese Technologie aufgrund der hohen Nachfrage  auch dem deutschen Markt nicht vorenthalten. Für den Anfang werden komplette Systeme (System, Verschluß und Lauf) von Proof für Remington 700 Schäfte angeboten. Angeboten werden  die Kaliber .308 Winchester und 6,5 Creedmore, welches in jüngster Zeit vermehrt in den Fokus der taktischen und sportlichen Szene steht. Einzelne Wechselläufe in diesen Kalibern werden ausschließlich für Büchsenmacher verfügbar sein.

Mittwoch, 22. März 2017

Jubiläumsmodell EZM12 zum 20. Geburtstag des Einsatzzeitmessers - das macht Sinn


Basel/Schweiz, Frankfurt a. M.-Rödelheim (ww) Wer Sinn für Uhren hat, den führt sein Weg dieser Tage unweigerlich nach Basel. Dort findet derzeit die BASELWORLD statt, die Weltmesse für Uhren und Schmuck. Eine der dort präsentierten Neuheiten kommt von Meistern aus Frankfurt am Main: der Einsatzzeitmesser EZM12.
Der neue EZM12. (Foto: Sinn)
Entwicklungsziel des EZM 12 war es, den im Rettungsdienst tätigen Notfallmedizinern ein Instrument an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe sich lebensrettende Zeitvorgaben möglichst perfekt ablesen lassen. Der Hintergrund: Unmittelbar nach Eintreffen am Unfallort werden richtungsweisende Entscheidungen getroffen und lebensrettende Maßnahmen vollzogen. Notfallmediziner sprechen deshalb von den „Platinum Ten Minutes“ (ein kritischer Patient soll innerhalb der ersten 10 Minuten geborgen, versorgt und abtransportiert werden) und der „Golden Hour“ (ein Patient soll spätestens eine Stunde nach dem Unfall in einer Klinik ankommen). Um dies jederzeit im Blick zu haben, besitzt der EZM 12 einen aufwärtszählenden Innendrehring. Mit ihm können die genannten Zeitspannen zuverlässig überwacht werden – was angesichts von Chaos, Stress, unübersichtlicher Gefährdungslage und schlechten Witterungsbedingungen von enorm wichtiger Bedeutung ist.
EZM12 im Einsatz (Foto: Sinn)
Ein zweiter, abwärtszählender Drehring bietet die Option zum Messen weiterer Zeitabstände, die ebenfalls für die Rettung und Versorgung schwerstverletzter Menschen relevant sind. Dazu gehören die Medikamentengabe oder der Start des Hubschraubers, der z.B. auf Grund einer drohenden Schlechtwetterlage in einem fest definierten Zeitfenster erfolgen muss. Als Reminiszenz an die Luftrettung haben die Frankfurter Uhrenspezialisten den Sekundenzeiger des EZM12 in Form eines Hubschrauberrotors gestaltet und zusätzlich mit einer Pulsskala kombiniert. So lässt sich die Herzfrequenz alle 15 Sekunden unkompliziert bestimmen.

Dienstag, 21. März 2017

Mobiler Schießsimulator für die Marine-Spezialkräfte - Thales Deutschland übergibt Sagittarius Evolution an KSM

Ditzingen/Eckernförde (ww) Thales Deutschland hat an das deutsche Kommando Spezialkräfte Marine (KSM) die mobile Version seines Small Arms Trainer Sagittarius Evolution ausgeliefert. Neben dem KSM wird auch das ebenfalls in Eckernförde stationierte Seebataillon (SeeBtl) den Simulator insbesondere für die realitätsnahe Ausbildung am Wirkmittel 90 mm nutzen. Dabei steht neben dem Umgang mit dem Feuerleitvisier auch die Ausbildung an den unterschiedlichen Munitionssorten (Anti Struktur Munition/ASM, Spreng, Leucht, Nebel) mit den jeweiligen sortentypischen Zündmodi und deren Wirkungsweise im Ziel im Vordergrund.
Insbesondere für spezialisierte Kräfte kann das System bedarfsgerecht mit besonderen Trainingsszenarien (Combat Search and Rescue, Eskortierung von Schiffskonvois, etc), Vernetzung der Systeme und Bewegungsplattformen ausgestattet werden, um ein noch realitätsnäheres Training absolvieren zu können.
Der mobile Simulator in Nutzung. Foto: Thales Deutschland
"Das Wirkmittel 90 verkörpert eine neue Generation von skalierbaren, schultergestützten Waffensystemen in der Bundeswehr. An unserem Sagittarius Evolution können in der Simulation die parametrisierbaren Wirkungsweisen der einzelnen Munitionssorten ideal und realitätsnah trainiert werden. So sind die Soldatinnen und Soldaten optimal für ihren Einsatz vorbereitet", ergänzt Stefan Wey, Head of Training & Simulation Domain bei Thales Deutschland.
Das mobile System ist die kleinste und mobilste Variante der Thales Simulationsplattform für Handfeuerwaffen Sagittarius Evolution. Es bietet die Möglichkeit zur Schieß- und Missionsausbildung von bis zu zwei Auszubildenden gleichzeitig. Das mobile System ist in gehärteten Rollcontainern verbaut und verfügt über eine kabellose Ausbilderstation auf einem Notebook. Bedingt durch die Bauweise kann das System innerhalb von 15 Minuten durch zwei Personen aufgebaut und in Einsatzbereitschaft versetzt werden. Darüber hinaus sind - mit Ausnahme eines Raumes, der sich abdunkeln lässt - keinerlei infrastrukturellen Anforderungen zu berücksichtigen. Lediglich ein Platzangebot von 5 x 4 Meter bei einer Raumhöhe von mind. 2,80 Meter muss zur Verfügung stehen.
Bei dem jetzt ausgelieferten System handelt es sich um eine Weiterentwicklung des bei der Bundeswehr eingeführten AGSHP (Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/ Panzerabwehrhandwaffen). Es bereits die zweite mobile Variante der Thales-Simulationsplattform, die sich im Einsatz bei der Bundeswehr befindet - das Kommando Spezialkräfte (KSK) in Calw hatte bereits zu Beginn des vergangenen Jahres ein solches Gerät erhalten.

www.thalesgroup.com

Zehn Jahre Magpul PMAG, 50 Jahre Richard Fitzpatrick

Austin, Texas/USA (ww) Zwei „runde Geburtstage“ feiert Magpul, der US-Spezialist für Magazine und Handwaffenzubehör, dieser Tage. So wurde der Firmengründer und ehemalige Force Recon Marine Richard Fitzpatrick 50 Jahre alt, und das von Magpul entwickelte Polymer-Magazin PMAG konnte seinen zehnten Geburtstag angehen.


Kurz vor diesen Jubiläen durfte sich das Magpul-Team über eine Nachricht von Richards alter Teilstreitkraft gefreut haben: Das U.S. Marine Corps gab am 19. Dezember 2016 bekannt, daß die Patronenbehälter der Generation M3  für den Gebrauch mit M4, M4A1, M16A4, M27 und M249 zugelassen sind.
Das GEN 3 PMAG in Medium Coyote Tan (Foto: Magpul)

Das GEN M3 PMAG in Schwarz trägt die Versorgungsnummer 1005-01-615-5169, in dem neuen Farbton Medium Coyote Tan kann man es mit der Versorgungsnummer 1005-01-659-7086 anfordern.