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Donnerstag, 23. März 2017

Die wehrhafte Republik - Literaturhinweis

Huglfing (ww) Daß der internationale Terrorismus seine Kriege längst in unsere Städte trägt, hat sich erst am 22. März 2017 wieder in London gezeigt.  Daß die politische Elite Europas in diesen Zeiten nichts besseres zu tun hat, als den gesetzestreuen Bürger weiter zu gängeln, stellte sie erst wieder einige Tage zuvor am 14. März 2017 unter Beweis, nämlich mit dem Durchwinken eines schärferen Waffenrechts durch das EU-Parlament.

Der S&T-Blog stellt sich bekanntermaßen bereits seit Jahren der zeigeistkonformen selbstverschuldeten Dressur zum Duckmäusertum entgegen und tritt – im Einklang mit dem ursprünglichen Gedanken der „Inneren Führung“ – für die Erziehung zum wehrhaften Staatsbürger ein. Es ist und bleibt meine feste Überzeugung, daß es im Ernstfall die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sein müssen, welche „die Büchse von der Wand“ nehmen, um ihre Freiheit zu verteidigen – um so mehr, wenn sie zuvor durch Desinterese und Delegation an Dilettanten zuließen, daß die staatliche Sicherheitsvorsorge versagt hat. Angesichts der aktuellen terroristischen Bedrohungslage weise ich daher gerne auf die Studie „Die wehrhafte Republik – zivile First Responder bei Verbrechen, Amok- und Terrorlagen“ von Matthias Hainich (Oberland Arms) hin. Er schlägt vor, die Zielgruppe der Terroristen – nämlich den einfachen Bürger – wehrhaft zu machen. So sollen gesetzestreue, im Umgang mit Waffe geschulte Bürger ähnlich wie Ersthelfer bei einem Unfall den Kampf gegen terroristische Angreifer aufnehmen, bis die Polizei eintrifft. Diesen Ansatz halte ich für durchaus interessant und diskussionswürdig. Die Studie lässt sich u. a. auf der Seite des Waffenbesitzerverbandes prolegal herunterladen.

Kommentare:

  1. Genau meine Einstellung!
    Betont werden muss, es soll ja niemand gezwungen werden 'aufzurüsten', es sollte lediglich das selbstverständliche Recht eines jeden Mannes erlaubt werden sich und seine Familie im Notfall angemessen verteidigen zu können.
    Da nicht der einfache Mann die zunahme von Terrorismus und die Todsparung der Polizei zu verschulden hat sollte man doch wenigstens dieses eine Mal nachdenken und zu dem Schluss kommen das Bürger mit leerem Führungszeugnis und meinetwegen nach persönlicher Psychologischer Kontrolle das Recht bekommen muss geeignete Bewaffnung zu besitzen.
    Wie diese aussehen kann lässt sich ja Streiten aber unsere Politik ist ja noch nicht mal Ansatzweise auf dem Weg die Möglichkeiten zu erwägen die man ausnutzen könnte...

    Zudem würde eine Wiedereinführung des Wehrdienstes dazu führen das junge Menschen und längerfristig ein guter Teil der Gesellschaft wieder mit Waffen umgehen könnte dh. kein Blödsinn damit macht aber im Ernstfall nicht zitternd in den Keller rennt.

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    1. Kann mich deinem Kommentar (Arahan Themob) nur anschliessen. Wenn man sich umschaut und sieht, dass sogar die skandinawischen Länder die Wehrpflicht wieder einführen, fragt man sich, was in "unserem" Land nicht ganz gerade läuft. Mag sein, dass ich ein Mensch der etwas älteren Generation bin, aber mir sind nicht nur die Rechte, aber auch die Pflichten, die ich als Bürger habe bewusst. Ich habe das Gefühl (sehr subjetiv empfunden), dass ein Teil der jüngeren Genration mit dem Anspruch an den Staat, alles zu bekommen, herangeht/-wächst, ohne selbst, etwas für den Staat geleistet zu haben. Ob dass die Wehrpflicht, das Sozialejahr oder Ähnliches ist, sollte jeder Bürger eine Leistung dem Staat gegenüber erbringen (und das sind nicht nur die Steuern, welche in vielen Fällen doch richtig reinvesitert werden) und darin enthaltene Weiterbildung zu Wertegemeinschaft, Demokratie, Politik, sozialer Kompetenz und (auf die Bundeswehr bezogen) Wehrfähigkeit bekommen! Sogar den ersten Kontakt mit Sanitätsdienst (Erste Hilfe, Sanitäter, Verletzungenbehandlung) habe ich bei der BW erst bekommen. Damit hätten wir zumindest fähige Mitbürger, welche den Betroffenen schnellstmöglich helfen können. Wir werden mal sehen, was auf uns noch zukommt...

      Mit besten kam. Gruß,

      AGP

      PS: Übrigens, um Menschen an einer Waffe auszubilden, braucht man nicht immer eine "echte" Waffe. Auch wenn es zum Teil belächlt wird, kann man auch mit diversen "freien" Waffen eine fast echte Darstellung erreichen.

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    2. @Arahan Themob

      "...es sollte lediglich das selbstverständliche Recht eines jeden Mannes erlaubt werden sich und seine Familie im Notfall angemessen verteidigen zu können."

      Genau darin liegt das Problem; Menschen wie Sie, die privaten Waffenbesitz proparieren sind zumeist Chauvinisten mit rückwärtsgewandtem Weltbild, die sich gegen irgendeine subjektiv empfundene Bedrohung wehren möchten und müssen, was man an Ihrem Kommentar sehr schön sieht. Davon zu sprechen, dass man zulässt, dass „[Freiheitsverteidigung] an Dilettanten” delegiert wurde (Hauptbeitrag) sorgt ganz schnell für einen bitteren bitteren Reichsbürgerunterton, der nicht umsonst zu einer weiteren Diffamierung von Waffenbesitzen in der europäischen Gesellschaft führt. Es ist ja irgendwie auch eine verkehrte Welt; die Polizisten und Soldaten sind die Professionellen und eben NICHT die privaten Waffenbesitzer. Dass mehr Waffen auch mehr Kriminalität bedeutet wird eindrucksvoll in anderen Teilen der Welt bewiesen. Dass jeder eine Waffe besitzt heißt eben nicht, dass sich jeder angemessen verteidigen kann. Wenn der Zugang zu Schusswaffen erleichtert wird muss man eben in Kauf nehmen, dass auch mehr zwischenbürgerliche Konflikte mit der Schusswaffe ausgetragen werden.

      Fakten und Argumente sind dabei nebensächlich, es zählt allein die empfundene Bedrohung und die Art und Weise den Aggressor zu bekämpfen – Kaliber – Reaktionszeit – Letalität. Eine Auseinandersetzung mit Schusswaffen wird dadurch auf eine lineare Interaktion zwischen zwei oder mehreren Menschen reduziert, was der Chronologie und Systematik einer realen Auseinandersetzung mit Schusswaffen nicht gerecht wird.

      Folgt man allerdings der Debatte um Selbstverteidigung in DE, so kriegt man schnell den Eindruck, dass es sich darum dreht, ‚wer seinen Colt schneller ziehen kann’ anstatt mit konstruktiven Argumenten eine bereichernde Debatte zu führen. Genau dies trägt ja eben auch zu der oben genannten Stigmatisierung der Waffenbesitzer bei; sie bewegen sich bezüglich ihrer Realitätswahrnehmung und ihrer Radikalitätsbereitschaft fernab von dem gewöhnlichen gesellschaftlichen Durchschnitt.

      Die privaten Waffenbesitzer merken bei ihrem Geschrei nur nicht, dass sie zu dienlichen Idioten der Schusswaffenproduzenten geworden sind, die jedes in den oberen Reihen der Hierarchie zusammengewürfelten ‚Argumente’ ohne Reflektion wiederkäuen. Nachzulesen in den Vorworten/ den Prologen von caliber & co.

      Z.B. zum Argument der angeblich ‚überaus gesetzestreuen Waffenbesitzer’ welches auch schon über Jahre hinweg innerhalb des Diskurses über privaten Schusswaffenbesitz von Befürwortern quasi zelebriert wird. Natürlich müssen Waffenbesitzer gesetzestreuer als andere Menschen sein. Man gibt diesen Menschen Tötungswerkzeuge in die Hand, man transferiert ihnen quasi das Gewaltmonopol des Staates. Es wäre ein Armutszeugnis einer jeden Gesellschaft, wenn diese es nicht schafft durch Selektion den Schusswaffenbesitz auf die Gesetzestreuen zu begrenzen. Die statistisch niedrigeren Kriminalitätsquoten von Waffenbesitzern sind eben dadurch erklärt, dass es in Deutschland eine Voraussetzung zum Waffenbesitz ist eben nicht straffällig geworden zu sein! Das Argument ist nicht gültig, da es aus der Notwendigkeit der Selektion entsteht. Jedem, dem dieses Faktum bewusst ist aber für privaten Waffenbesitz argumentiert macht sich einer Irreführung schuldig.

      Das ‚Call of Duty’ Profilbild ist dann nur noch das ‚i-Tüpfelchen’. Das zeigt mal wieder mit was für einem genus Mensch man über Waffenbesitz argumentieren muss.

      Viele Grüße,
      ein von der Dummheit von Waffenbesitzern enttäuschter Waffenbesitzer

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