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Mittwoch, 22. März 2017

Jubiläumsmodell EZM12 zum 20. Geburtstag des Einsatzzeitmessers - das macht Sinn


Basel/Schweiz, Frankfurt a. M.-Rödelheim (ww) Wer Sinn für Uhren hat, den führt sein Weg dieser Tage unweigerlich nach Basel. Dort findet derzeit die BASELWORLD statt, die Weltmesse für Uhren und Schmuck. Eine der dort präsentierten Neuheiten kommt von Meistern aus Frankfurt am Main: der Einsatzzeitmesser EZM12.
Der neue EZM12. (Foto: Sinn)
Entwicklungsziel des EZM 12 war es, den im Rettungsdienst tätigen Notfallmedizinern ein Instrument an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe sich lebensrettende Zeitvorgaben möglichst perfekt ablesen lassen. Der Hintergrund: Unmittelbar nach Eintreffen am Unfallort werden richtungsweisende Entscheidungen getroffen und lebensrettende Maßnahmen vollzogen. Notfallmediziner sprechen deshalb von den „Platinum Ten Minutes“ (ein kritischer Patient soll innerhalb der ersten 10 Minuten geborgen, versorgt und abtransportiert werden) und der „Golden Hour“ (ein Patient soll spätestens eine Stunde nach dem Unfall in einer Klinik ankommen). Um dies jederzeit im Blick zu haben, besitzt der EZM 12 einen aufwärtszählenden Innendrehring. Mit ihm können die genannten Zeitspannen zuverlässig überwacht werden – was angesichts von Chaos, Stress, unübersichtlicher Gefährdungslage und schlechten Witterungsbedingungen von enorm wichtiger Bedeutung ist.
EZM12 im Einsatz (Foto: Sinn)
Ein zweiter, abwärtszählender Drehring bietet die Option zum Messen weiterer Zeitabstände, die ebenfalls für die Rettung und Versorgung schwerstverletzter Menschen relevant sind. Dazu gehören die Medikamentengabe oder der Start des Hubschraubers, der z.B. auf Grund einer drohenden Schlechtwetterlage in einem fest definierten Zeitfenster erfolgen muss. Als Reminiszenz an die Luftrettung haben die Frankfurter Uhrenspezialisten den Sekundenzeiger des EZM12 in Form eines Hubschrauberrotors gestaltet und zusätzlich mit einer Pulsskala kombiniert. So lässt sich die Herzfrequenz alle 15 Sekunden unkompliziert bestimmen.
Der EZM 12 ist das Jubiläumsmodell der vor 20 Jahren aufgelegten Einsatzzeitmesser-Serie. 1997 entstand für die Zentrale Unterstützungseinheit des Zolls (ZUZ) der EZM1. Mit seinen elementaren Eigenschaften – die Anzeigenform wurde auf das absolut Wesentliche reduziert, nämlich die möglichst perfekte Ablesbarkeit und Messbarkeit der Zeit – trug der EZM 1 bereits die formgebenden „Gene“ in sich, die für alle noch folgenden Einsatzzeitmesser gelten sollten.
Der EZM1 (Foto: Sinn)
Die Frankfurter Spezialuhrenmanufaktur gehört bereits seit Jahren zu den Ausstattern deutscher und internationaler Spezialeinheiten. So nutzt die 2./GSG9 (die maritime Einsatzeinheit, kurz „Zwote“ genannt) ebenfalls Uhren der EZM-Reihe, den EZM2 und den EZM2B. Die Operators der 3./- (die Fallschirmspringer) greifen zum (inzwischen vergriffenen und neu aufgelegten) Modell 142. Dabei handelt es sich um jene legendäre Uhr, die auch die deutschen Astronauten auf die Weltraummission D1 ins Spacelab begleitete. Zu den weiteren prominenten Nutzern gehört das Kommando Spezialkräfte Marine (KSM). So bildet der EZM 2B (UXS) einen Teil der Ausstattung.
Der Sinn EZM2B in der KSM-Version ist (leider) nicht im freien Handel erhältlich (Foto: Sinn)
In Kooperation mit der Gemeinschaft deutscher Kommandosoldaten entstand zudem das Sondermodell 212 Kommando Spezialkräfte.
Der S&T-Blog gratuliert zum EZM-Jubiläum und sendet beste Grüße ins geliebte Hessen und nach Basel!


www.sinn.de

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