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Donnerstag, 27. April 2017

Der erste Stich des Scorpions - Französische Streitkräfte bestellen 319 Griffon und 20 Jaguar

Versailles (ww) Die französische Beschaffungsbehörde DGA hat am 24. April 2017 den ersten Produktionsauftrag im Zuge des SCORPION-Programms vergeben. So bestellte sie bei Nexter, Renault Trucks Defence und Thales 319 gepanzerte Mehrzweckfahrzeuge Griffon und 20 Spähpanzer Jaguar.
Griffon (oben) und Jaguar (unten) (Grafiken: GME)

Der Vertrag umfasst auch logistische Unsterstützung und Ausbildung. Zum Volumen gibt es keine Angaben. Nach nur 27 Monaten Entwicklungszeit beginnt damit die Produktion der neuen Fahrzeuge. Die ersten Griffon sollen bereits 2018 zulaufen, die ersten Jaguar 2020.Griffon und Jaguar zeichnen sich durch ein hohes Schutzniveau und eine sehr gute Vernetzungsfähigkeit aus und ersetzen die seit über 30 Jahren genutzten Fahrzeugmuster VAB, VAB HOT, SAGAIE ERC und dem AMX10RC. Insgesamt will die französische Armee 1.668 Griffon und 248 Jaguar beschaffen – einschließlich zugehöriger Logistikleistungen.

Freitag, 21. April 2017

System Sturmgewehr Bundeswehr: Ausschreibung beginnt

Berlin (ww) Die europaweite Ausschreibung des System Sturmgewehr Bundeswehr läuft nun doch etwas früher als erwartet an. "Circa 120.000 Sturmgewehre und entsprechendes Zubehör" will die Bundeswehr beschaffen. Die Verträge sollen im ersten Halbjahr 2019 geschlossen werden.
Der Auftragswert wird auf 245 Millionen Euro geschätzt. Einige Details nennt die Ausschreibung:

Freitag, 14. April 2017

SIG Sauer P320 Compact erzielt Qualifikation nach Technischer Richtlinie der deutschen Polizei

Eckernförde (ww) Als der bayerische Innenminister kürzlich das Projekt neue Dienstpistole für die bayerische Polizei vorstellte, klang es bereits an: SIG Sauer ist mit im Rennen! Am 13. April 2017 erhielt das Modell P320 Compact die Zertifizierung nach der Technischen Richtlinie „Pistolen im Kaliber 9mm x 19“ vom Januar 2008 (TR2008).

SIG Sauer P320 Compact, hier ausgestattet mit dem Gewinde für Schalldämpfer. (Foto: SIG Sauer)
Das vom Polizeitechnischen Institut der deutschen Hochschule der Polizei herausgegebene Dokument legt die Anforderungen fest, die Dienstpistolen für eine Verwendung bei einer deutschen Bundes- oder Landespolizeibehörde erfüllen müssen. Die jetzt erreichte Qualifikation ist daher ein weiterer wichtiger Erfolg für die vielseitige modulare Dienstpistolenfamilie P320 des in Eckernförde beheimateten Traditionsunternehmens.

Montag, 3. April 2017

Neuer militärischer Organisationsbereich Cyber und Informationsraum (CIR) nimmt Dienst auf

Bonn (ww) Deutschlands Freiheit wird auch im Cyberraum verteidigt! In dieser Konsequenz hat die Bundeswehr seit dem 1. April 2017 den neuen militärischen Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum. Rund 13.000 Soldaten werden "CIR" demnächst angehören - so viele Soldaten wie die Deutsche Marine.
Das Barett des neuen Organisationsbereiches. Foto: privat
Mit dem CIR gibt es auch Neuerungen bei der Uniformierung der deutschen Streitkräfte. Hierzu zählen das dunkelblaue  Barett (ursprünglich war wohl ein graues geplant) und ein neues Barettabzeichen. Dieses zeigt im Eichenlaubkranz einen Schild mit dem Kürzel CIR vor einem stilisierten Globus und darüber den Blitz der Fernmeldetruppe.
Der S&T-Blog gratuliert dem neuen Organisationsbereich zur Aufstellung und wünscht dem Inspekteur, Herrn Generalleutnant Ludwig Leinhos und seinen Männern und Frauen viel Freude, Erfolg und Soldatenglück für die herausfordernden Aufgaben!
Mehr zur Cyber- Strategie, dem neuen Organisationsbereich und den Möglichkeiten, sich darin einzubringen, auch auf den Seiten von Bundeswehr-Karriere.




www.cir.bundeswehr.de

Sonntag, 2. April 2017

In Netz gegangen: Die Kampfschwimmer-Association ist online!

Eckernförde (ww) Die Kampfschwimmer der Deutschen Marine zählen zu den ältesten Spezialkräften der Bundeswehr. Verschiedentlich hat der S&T-Blog schon über sie berichtet. Gerne gebe ich an dieser Stelle den gestern veröffentlichten Hinweis der Kampfschwimmer-Association weiter.




"Menschen sind stark im Willen, Geist und Körper. Doch wahre Stärke, Hilfe und Schutz bietet nur die Gemeinschaft. Aus diesem Grunde geht die Homepage der Kampfschwimmer-Association e.V. heute offiziell ans Netz.

Zwar ist der 1. April für viele ein Tag des Scherzes, für uns Kampfschwimmer ist er jedoch von historischer Tragweite. So wurde genau vor 58 Jahren die Kampfschwimmerkompanie gegründet und diese hat in ihrer Form bis heute Bestand. Nach einigen Unterstellungswechseln wurde zuletzt am 01.04.2014 das Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) aufgestellt. Die Soldaten des KSM, die Kampfschwimmer mit ihren eigenen Unterstützern sowie deren Führung, stehen so für Einsätze der Bundeswehr zur Verfügung und sind als Spezialkräfte schon im Friedensfall dem Einsatzführungskommando unterstellt.

Aber auch wir, die Kampfschwimmer- Association e.V. begehen heute den 01.04. feierlich, indem wir mit unsrer Medienpräsenz in Form unserer Homepage uns der Öffentlichkeit präsentieren. Wofür wir, die Aktiven und die Ehemaligen, die Freunde und Familien stehen, lest es selbst!

Willkommen bei der Kampfschwimmer- Association e.V. !

Homepage: http://kampfschwimmer-association.de
Facebook: https://www.facebook.com/Kampfschwimmer-Association-eV-1131286503610472/

Ahoi Kameraden! Besten Dank für den Hinweis! Ich wünsche Euch immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

Samstag, 1. April 2017

Bier statt Bart: Der Tactical Beard Owners Club ändert Namen und Zweck

Ratingen (ww) Erste Gerüchte gab es bereits auf der IWA, nun erscheint es sicher: Der Tactcial Beard Owners Club (TBOC) löst sich in der bisherigen Form auf. Bereits in den letzten Jahren hatte der Verein mit viel Gegenwind zu kämpfen. Viele in den aktiven Streitkräften dienende Mitglieder mussten gemäß strenger Haar- und Barterlasse zum Rasierapparat greifen und in der Folge aus dem Verein austreten. Durchaus eine haarige Angelegenheit, denn insbesondere Politikerinnen, aber auch weibliche Vorgesetzte feierten dies als Sieg über die letzten archaischen Männerstrukturen. „Früher schnitten fortschrittliche Streitkräfte alte Zöpfe ab, heute eben Bärte“, so die Militärhistorikerin Dr. Kunigunde Schlechtscherzer von der eigens eingerichteten Stabsabteilung Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion im BMVG.

Der Entwurf des neuen Logos: Schaum statt Bart - aber immerhin hält man das Glas mit links!
(Foto: FSK900 MilSim Team Bodensee Triangle)
Eine haarsträubende Affäre gab dem TBOC in seiner letzten Struktur dann den Rest: So ließ sich eine als Zeichen des guten Willens beschlossene Frauenquote in dem Verein nicht durchsetzen – wegen geeigneter Kandidatinnen! „Damenbart tragende Frauen haben meist keinen Sinn für den taktischen Lifestyle. Frauen mit taktischen Interessen tragen hingegen meist keinen Bart“, so Diplom-Psychologin Conchita Semmel in einem viel beachteten Gastbeitrag des Fachmagazins Special Airsoft Forces, Gear and Beards. Immerhin: Auflösen tut sich der Verein nicht, aber er nimmt ab sofort auch glattrasierte Interessentinnen und Interessenten auf. Der TBOC behält darüber hinaus seine Abkürzung bei, wobei diese nun für „Tactical Beer Obsessed Club“ steht. Denn zukünftig will man an den Stammtischen dem vorzugsweise kalten und nach Reinheitsgebot gebrauten Hopfengetränk frönen. TBOC-Ehrenmitglied Friedrich Roth-Barth wird geradezu poetisch: „Seit Tacitus ist wohl bekannt: Bier ist Kultur-Barbarentrank! Lasst in Walhall die Gläser klingen – das Weibsvolk darf den Nachschub bringen!“ Na dann: Prost!

Freitag, 31. März 2017

Vertrauen - Sicherheit - Mut - der neue Imagefilm der GSG 9 der Bundespolizei

Potsdam, Sankt Augustin-Hangelar (ww) Im September 1972 erging der Aufstellungsbefehl, im Oktober 1977 erfolgte die Operation "Feuerzauber" in Mogadischu. In diesem doppelten Jubiläumsjahr hat die GSG 9 der Bundespolizei einen neuen Imagefilm herausgebracht.

Das sehenswerte Video gibt aktuelle Einblicke in den Verband, sein Selbstverständnis, seine Fähigkeiten und seine Ausstattung. Von daher eine klarer Heimkino-Tipp!

Das Zwei-Patronen-Ding der Akademie 0/500 - doppelt hält besser

Meerane (ww) Eine praktisches Gadget bringt Henning Hoffmann von der Akademie 0/500 heraus: Das „Zwei-Patronen-Ding“ hält – wie der Name schon sagt – zwei Reservepatronen griffbereit am Schaft des Gewehrs.

Das "Zwei-Patronen-Ding" auf der rechten Seite des Gewehrschaftes montiert. (Foto: JPW)
So lassen sich im Ernstfall schnell Folgeschüsse abgeben, wenn das Magazin leergeschossen ist. Mit etwas Übung lässt sich das Nachladen aus dem zusammen mit MD-Textil entwickelten Gadget schneller bewerkstelligen als ein Magazinwechsel.
Bei Bedarf lassen sich die Reservepatronen  für Folgeschüsse herausziehen und direkt in das Auswurffenster einlegen und zuführen. (Foto: JPW)
Henning empfiehlt, das Zwei-Patronen-Ding direkt mittels des mitgelieferten klebbaren Klettbandes unter dem Auswurffenster anzubringen. Bei dem Steyr SSG 69 (der aufmerksame Leser kennt das abgebildete Exemplar aus dem VISIER Special 71 „Scharfschützen II, S. 94/95) lässt sich das nicht bewerkstelligen, da sonst der Zugriff auf die rechte Magazinlösetaste verdeckt werden würde. Deshalb sitzt das Zwei-Patronen-Ding etwas weiter vorne, was dem taktischen Nutzen aber keinen Abbruch tut.
Das Zwei-Patronen-Ding gibt es in Coyote-Braun und Steingrau-Oliv, kostet 11,90 € und lässt sich entweder auf Kursen der Akademie 0/500 und demnächst auch bei Sierra-313 beziehen.
www.0-500.de
www.md-textil.info
www.sierra-313.de

Mittwoch, 29. März 2017

Aktualisierte Adjustierung für das Bundesheer

Wien (ww) Das österreichische Bundesheer modernisiert die persönliche Ausrüstung und Bewaffnung seiner Soldaten.  Im Zentrum stehen dabei die Fähigkeitskategorien Schutz und Wirkung.
Teile der neuen CRC- und Gefechtsausstattung des Bundsheeres (Foto: Bundesheer/Pusch)
Der österreichische Verteidigungsminister Mag. Hans Peter Doskozil (SPÖ) und der Leiter der Sektion III "Bereitstellung & Beschaffung" im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS), Generalleutnant Norbert Gehart, stellten heute Teile der aktualisierten Adjustierung in Wien vor.
Brigadier Georg Kollmann (l.) erläutert Minister Mag. Hans Peter Doskozil (r.) und Generalleutnant Norbert Gehart (2. v. r.) die neue Bewaffnung(Foto: Bundesheer/Pusch)
Schwerpunkt ist der Schutz und die moderne Ausstattung der Soldatinnen und Soldaten. Dazu zählt vor allem die Beschaffung von Schutzausrüstung, persönlicher Ausrüstung, Bekleidung und Waffen. Diese betrifft Präsenzkräfte, Grundwehrdiener und Miliz gleichermaßen. Zur neuen Ausstattung gehören neue Kampfhelme 2015 (OpsCore FAST) sowie ballistische Schutzausstattung, Schutzbrillen (derzeit in Ausschreibung), neue CRC-Ausrüstung und neue Feldschuhe.

Interessantes tut sich darüber hinaus bei der Bewaffnung: So erhalten Jagdkommando und Jägertruppe 2018 ein neues mittleres Scharfschützengewehr von Steyr Mannlicher im Kaliber .338 Lapua Magnum mit Kahles-ZF auf Madritsch-Montage. Steyr Mannlicher liefert zudem dieses Jahr 4.200 neue Gehäuse zur Kampfwertsteigerung des Sturmgewehrs 77 auf die Version A3 aus. Diese sind für das Jagdkommando und das Jägerbataillon 25 (der einzige Luftlandeverband des Bundesheeres) vorgesehen. Im Rahmen der Präsentation zeigte Brigadier Georg Kollmann zudem unterschiedliche StG 77-Versionen, darunter die aktuelle Version A2 des Jagdkommandos und die Variante KPE für die Kaderpräsenzeinheiten. Beide verfügen über modifizierte Gehäuse mit Mil-Std 1913-Schienen zur Aufnahme optischer und optronischer Anbauteile.  Im Jahr 2018 sollen weiterhin 102 schwere Scharfschützengewehre (Barrett) im Kaliber .50 BMG zulaufen. 72 leichte Scharfschützengewehre in .308 Winchester sind derzeit in Ausschreibung. Bereits beschafft sind 300 Subkompakt-Pistolen Glock 26 für Militärpolizei, Jagdkommando und Garde-Bataillon. Im Zulauf sind zudem 4.000 Gefechtsholster für die P80 (alias Glock 17), dazu 3.890 Waffenleuchten GTL11 (Xenon-Weisslicht, mit Dimmer) und weitere 690 GTL 52 (Xenon-Weisslicht, Rotlicht-Laser, IR-Laser, IR-Beleuchter, mit Dimmer). Weiterhin werden 400 Nachtsichtbrillen MINIE von Thales beschafft.
Nachfolgend die Übersicht, die das BMLVS uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 28. März 2017

Spezialeinsatzfahrzeug Survivor R für Sachsen

Düsseldorf/Dresden (ww) Rheinmetall hat vom Freistaat Sachsen den Auftrag zur Lieferung zweier geschützter Sonderwagen Survivor R erhalten. Die Fahrzeuge gehören zu dem umfangreichen Antiterrorpaket des Landes, für das 15 MioEUR bereitgestellt worden sind - hierzu hatte der S&T-Blog bereits umfangreich berichtet
 
Der Survivor R auf der Verwindungsbahn... (Foto: Rheinmetall)

Die beiden bestellten Fahrzeuge sollen noch 2017 ausgeliefert werden und den Spezialeinheiten der sächsischen Polizei zur Verfügung stehen. Der Auftragswert liegt im niedrigen einstelligen MioEUR-Bereich. In seiner Pressemitteilung betont Rheinmetalls den Auftrag als ersten Vertriebserfolg des Unternehmens im Bereich moderner geschützter Polizeifahrzeuge.
Der Survivor R von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) ist in Kooperation mit dem Spezialfahrzeugbauer Achleitner als geschützter Sonderwagen für Polizeikräfte entwickelt worden. Er basiert auf einem leistungsstarken 4x4 Lkw-Fahrgestell von MAN und einer Sicherheitszelle aus Panzerstahl. So verbindet das hochmobile und über 100 km/h schnelle Fahrzeug automotive Großserientechnik mit modernster Schutztechnologie von Rheinmetall. 

...und am 60-Grad-Steilhang (Foto: Rheinmetall)

Das gepanzerte Monocoque kann mit adaptiven Schutzelementen individuell und diskret auf wechselnde Bedrohungslagen angepasst werden und ist serienmäßig mit einer Schutzbelüftungsanlage gegen nukleare, biologische und chemische Kampfstoffe ausgestattet. Der Innenraum ist hell und ergonomisch gestaltet und bietet ausreichend Platz für eine Besatzung von bis zu zehn Personen mit persönlicher Ausrüstung sowie für umfangreiche Funk- und Führungsausstattung.
Die konsequente Verwendung von zivil-kommerziellen und militärischen Serienkomponenten ermöglicht einen günstigen Fahrzeugpreis. Dies macht den Survivor R zu einer kosteneffizienten, leicht zu wartenden Fahrzeugplattform mit geringen Lebenswegkosten und hoher Einsatzbereitschaft. 


www.rheinmetall.com