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Freitag, 29. September 2017

Hereford ist auf den Hund gekommen - neues Denkmal 75 Jahre 22nd SAS-Regiment

Hereford (ww) Der wohl bekannteste aller Spezialverbände weltweit feierte sehr diskret schon letztes Jahr sein 75jähriges Bestehen: Das 22nd Special Air Service Regiment. Jetzt gibt es ein erstes Bild des zu diesem Anlass geschaffenen Denkmals.
Das neue Denkmal des 22nd SAS Regiment in Hereford. Foto: David Willetts
Das von David Willetts veröffentlichte Foto zeigt eine bronzene Figurengruppe: Zwei Operators in zeitgenössischer Ausstattung und mit Hund. In der Tat dienen die K9-Kameraden auf vier Pfoten immer öfter in Spezialeinsätzen weltweit.
Enthüllt wurde das Denkmal von Seiner Königlichen Hoheit Prinz William, Duke of Cambridge und seiner Ehefrau Catherine, Herzogin von Cambridge.
Der S&T-Blog gratuliert [nachträglich, denn das Jubiläum war schon letztes Jahr] den britischen Kameraden an dieser Stelle nochmals herzlich zu ihrem Jubiläum und wünscht stets viel Erfolg, Fortune und immer eine glückliche Rückkehr aus den Einsätzen!

Donnerstag, 28. September 2017

Rhodesian Repro-Camouflage von Fireforce Ventures

Calgary, Kanada (ww) In taktischen Kreisen genießen rhodesische Spezialkräfte wie der Special Air Service („C“ Squadron), die Selous Scouts oder auch die Rhodesian Light Infantry Kultstatus. Einsatzverfahren wie das Fireforce-Konzept aus per Hubschrauber schnell verlegbaren Kampfverbänden gelten bis heute als wegweisend. Und auch etliche Designs der persönlichen Ausrüstung wie Chest-Rigs oder Gerätewesten bleiben populär. Das rhodesische Tarnschema – ein „Brushstroke“-Muster – gilt bis heute als ein sehr universell einsetzbares.
Die zweiteilige BDU in rhodesischem Tarnschema von Fireforce Ventures. (Foto: JPW)

Originale Uniformstücke sind allerdings seit dem Ende Rhodesiens am 18. April 1980 nur sehr teuer zu bekommen. Zwar trägt die Armee des heutigen Zimbabwe nach wie vor dieses Muster, aber es bleibt schwer verfügbar. Auch Reproduktionen in vernünftiger Qualität sind kaum erhältlich. „Wenn Du es nirgendwo kriegen kannst, mach es selbst“, dachten sich drei kanadische Soldaten – und gründeten im Juli 2016 die Firma „Fireforce Ventures“. Ihr Anspruch: Altbewährtes für heutige Anwender neu auflegen.

Mittwoch, 27. September 2017

Leopard 2-Leistungssteigerung A7V - Großauftrag für Rheinmetall

Düsseldorf (ww) Rheinmetall wird mit einem umfangreichen Leistungspaket die Leopard-Kampfpanzer der Bundeswehr modernisieren. Wie der Düsseldorfer Technologiekonzern heute (27.09.2017) mitteilt, ist er für wesentliche Elemente der Kampfwertsteigerung von 104 Leopard-2-Panzern zuständig, die auf den neuesten Konstruktionsstand A7V gebracht werden.
Die Bundeswehr will 104 Leopard 2 auf den Konstruktionstand A7V bringen. (Foto: KMW)
Insgesamt will die Bundeswehr 68 Leopard 2A4, 16 Leopard 2A6 und 20 Leopard 2A7 auf den Konstruktionsstand A7V bringen. Im Rahmen der Modernisierung übernimmt Rheinmetall die Behebung von Obsoleszenzen am Feuerleitrechner und am Rechnerbediengerät, rüstet einen neuen augensicheren Laserentfernungsmesser ein und integriert ein neues Wärmebildgerät.
Weiterhin liefert Rheinmetall neue Waffenanlagen des Typs L55A1 für die zu modernisierenden 68 Leopard 2A4. Diese Kampfpanzer verfügen dann waffenseitig bereits über die technischen Voraussetzungen, die nächste Generation panzerbrechender Munition im höheren Druckbereich verschießen zu können. Alle 104 Leopard 2A7V erhalten die Fähigkeit, die neue programmierbare Mehrzweckmunition DM11 zu nutzen.
Die ersten umgerüsteten Serienkampfpanzer Leopard 2 A7V sollen der Bundeswehr ab 2020 zulaufen.


www.rheinmetal.com

Dienstag, 26. September 2017

Fescher Fleckerlteppich - neue Tarnuniform des österreichischen Bundesheeres

Wien (ww) Das österreichische Bundesheer will eine neue Tarnuniform einführen.  Sie soll funktional gestaltet werden und den Anforderungen der aktuellen Einsatzumgebung entsprechen. Gleichzeitig soll sie die Faktoren Witterungsschutz und Tragekomfort berücksichtigen. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil stellte den Entwurf heute in Wien vor.
Die neue österreichische Tarnuniform (Foto: Bundesheer/Puschner)
Das Österreichische Bundesheer setzt bei dem Vorhaben auf einen durch heeresinterne Experten entwickelten Flächentarndruck modernster Prägung. Das Tarnmuster besteht aus sechs Farben, wobei sich das Design aus klein- und großflächigen Flecken zusammensetzt. Durch die speziellen Infrarot-Remissionswerte der einzelnen Farben wird eine Aufklärung mit optronischen Aufklärungsmitteln (z.B.: Nachtsichtgeräte) erschwert.
Der neue Flächentarndruck eignet sich für ein breites Einsatzspektrum sowohl im bewaldeten aber auch urbanen Gelände und lässt als unverwechselbares nationales Tarnmuster den Soldaten bzw. die Soldatin als Angehörige des Österreichischen Bundesheeres erkennen.

Alles Gute nach Hangelar - 45 Jahre GSG 9


Sankt Augustin/Hangelar (ww) Heute vor 45 Jahren, am 26. September 1972, schlug die Geburtsstunde der GSG 9 der Bundespolizei.


Einsatzbeamte der GSG 9 der Bundespolizei in aktueller Ausrüstung (Foto: JPW)

Als Reaktion auf das blutige Olympiaattentat (5./6. September 1972) beschloss die Bundesregierung unter dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt, eine neuartige Spezialeinheit zur Terrorismusbekämpfung aufzustellen. Dem damaligen Oberstleutnant im Bundesgrenzschutz (BGS) Ulrich K. Wegener – Verbindungsstabsoffizier im Bundesministerium des Innern und mit Innenminister Hans-Dietrich Genscher bei den tragischen Ereignissen in München und Fürstenfeldbruck vor Ort – gelang es, seine politische Führung davon zu überzeugen, diese Einheit beim Bundesgrenzschutz aufzustellen. Am 26. September kam dann der entsprechende Erlaß des BMI. Der BGS führte damals insgesamt acht Grenzschutzgruppen (GSG): GSG 1 bis GSG 7 und die GSG See. Der völlig neue Verband wurde als neunte GSG beim Grenzschutzkommando Mitte in Sankt Augustin-Hangelar eingegliedert – die Geburtsstunde der GSG 9! Gründungskommandeur wurde Wegener.

Samstag, 23. September 2017

Willkommen zu Hause, Landshut! (Nachtrag: Mit Link zur Spendenmöglichkeit)

Friedrichshafen (ww) Die Landshut ist gelandet! Heute morgen gegen 09:20 Uhr setzte der Flug VDA7158 in Friedrichshafen auf.
Die Flugroute auf flightradar24
Die AN-124 kurz nach der Landung (Foto: Dornier-Museum)
Der Rumpf der Landshut im Laderaum (Foto: Dorniermuseum)
Leider kann ich nicht selbst vor Ort sein, aber für andere, die mitfiebern, berichten die Kolleginnen und Kollegen vom SWR in einem live-Blog.
Erste Bilder hat auch das Dorniermuseum Friedrichshafen bereitgestellt. Das Museum hat zudem eine eigene Projektseite erstellt, über die sich das Vorhaben mit Spenden unterstützen lässt: www.die-landshut.de
Über den weiteren Fortgang des Projekts berichtet der S&T-Blog in unregelmäßigen Abständen.



Donnerstag, 21. September 2017

Dynamit Nobel Defence übergibt Wirkmittel 90 an die Bundeswehr

Burbach (ww) Dynamit Nobel Defence (DND) hat der Bundeswehr heute das Wirkmittel 90 offiziell übergeben. Mit dem Wirkmittel 90 (Firmenname RGW90 Long Range Multi Purpose) hat Dynamit Nobel Defence ein rund zehn Kilo leichtes Mehrzweckwaffensystem entwickelt, welches über einen programmierbaren und sehr effektiven Gefechtskopf gegen verschiedene Zielspektren für Kampfentfernungen bis 1.200 Meter verfügt.
Wirkmittel 90 (Foto: Dynamit Nobel Defence)
Der Schütze kann den Gefechtskopf des "Wirkmittels 90 - Patrone DM11 Spreng, MZ"  vor dem Abschuss über das Feuerleitvisier in drei verschiedenen Modi programmieren: Aufschlag mit oder ohne Verzögerung sowie Luftsprengpunkt. Damit eignet sich die nach dem „Davis-Kanonen-Prinzip“ mit Gegenmasse arbeitende Mehrzweck-Handwaffe zur Bekämpfung leicht gepanzerter Fahrzeuge, Feldstellungen und Ziele hinter Deckungen. Neben der DM11-Spreng/Mehrzweckmunition stehen auch Anti-Struktur-, Leucht-, Nebel- und Übungsmunition zur  Verfügung.
DND ist als Systemführer verantwortlich für Abschussrohr und Gefechtskopf, Heckler&Koch fertigt das Griffstück mit der Abfeuerungseinrichtung und Hensoldt das Feuerleitvisier „Dynahawk“. Die abnehmbare Visiereinrichtung zeigt dem Schützen unter anderem die Entfernung zum Ziel sowie andere relevante Daten im Sichtfeld an. Das Feuerleitvisier lässt sich auch in Verbindung mit Nachtsichtgeräten einsetzen. Von Rheinmetall wiederum stammen die Nebel-, Leucht- und Übungspatronen. Thales hat bereits im Januar 2016 einen mobilen Sagittarius-Evolution-Simulator für das Wirkmittel-90 an das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr übergeben.

www.dn-defence.com

Veranstaltungshinweis: Landung der legendären Landshut am 23. September 2017 in Friedrichshafen

Fortaleza/Brasilien, Friedrichshafen (ww) Am 23. September 2017 begrüßt das Dornier-Museum die legendäre Lufthansa-Maschine „Landshut“ in Friedrichshafen. Das Dornier Museum öffnet daher ab 8.00 Uhr seine Türen. Einen festen Eintrittspreis wird es an diesem Tag nicht geben. Unter dem Motto „zahle was du willst“ darf jeder Besucher selbst entscheiden, wieviel er bezahlt und damit das Landshut-Projekt unterstützt.

Wie die Museumsleitung mitteilt,  fliegt eine Antonow An 124 vom brasilianischen Fortaleza kommend und nach einem Zwischenstopp auf den Kapverdischen Inseln am Samstag gegen 9.00 Uhr den Rumpf der „Landshut“ (eine Boeing 737-200) auf dem Flughafen Friedrichshafen ein. Die beiden Tragflächen sowie weitere Teile der Landshut liefert dann gegen 13 Uhr ein weiteres Großflugzeug, eine Iljushin 76. Alle Landshut-Teile werden bis zum Beginn der Restaurierung am Friedrichshafener Flughafen neben dem Dornier Museum in einer Halle gelagert.
Die Besucher erwartet nach dem Landespektakel der Antonow An 124 bis in den Nachmittag hinein ein informatives Programm. Für eine umfassende Information ist gesorgt, eine Video-Übertragung wird die Öffnung der Antonow An 124 für alle erlebbar machen, in Kurztalks wird an die Ereignisse aus dem Jahr 1977 erinnert, Experten werden Details der Demontage und des Transports erläutern. Außerdem ist für musikalische Unterhaltung und eine gastronomische Versorgung der Besucher gesorgt. Die Parkmöglichkeiten am Museum sind begrenzt. Weitere Parkgelegenheiten gibt es auf dem Parkplatz P6 der ZF Friedrichshafen (Flugplatzstraße). Von dort fährt ein Shuttlebus. Es wird zudem empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Die „Landshut“ war im „Deutschen Herbst“ am 13. Oktober 1977 von palästinensischen Terroristen entführt und nach einem mehrtägigen Irrflug mit der Operation „Feuerzauber“ in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 1977 von der GSG 9 befreit worden.


www.dorniermuseum.de

Mittwoch, 20. September 2017

Modulares Sturmgewehrsystem RS556 - erste Eindrücke

Unterlüß (ww) Anfang der Woche hat Rheinmetall der Fachpresse in Unterlüß das System Infanterie vorgestellt.
Boxer mit LANCE-Turm, IdZ-ES, RS556 und UMF (Foto: JPW)
Neben dem Soldatensystem IdZ-ES und dem Führungssystem TacNet, dem Unbemannten Mehrzweckfahrzeug UMF und dem GTK Boxer mit dem Zwei-Mann LANCE-Turm gehört auch das modulare Sturmgewehrsystem RS556 dazu.
Schießen mit dem RS556 (Foto: JPW)
Erstmals bestand bei dem Event die Möglichkeit, die neue Waffe zu schießen.

Sonntag, 17. September 2017

DSEI 2017 - im britischen Beritt

London (ww) Die DSEI 2017 liegt nun wenige Tage hinter uns. Der S&T-Blog war natürlich auf Spähtrupp. In aller Kürze ein paar Hingucker.
Das Challenger Live Extension Project sowie das "Mechanised Infantry Vehicle" sind zwei Großvorhaben der British Army. Nicht zufällig fanden sich deshalb am Rheinmetall-Stand der Kampfpanzer-Technologiedemonstrator MBT ADT und ein Boxer in britischen Farben.
MBT ADT und Boxer im Union Jack (Foto: JPW)

Auch beim industriellen Partner KMW am KNDS-Stand war neben dem französischen VBCI der Boxer zu sehen - mit abgesetztem "PuBo"-Modul (Puma-Turm auf Boxer).
PuBo-Boxer am KNDS-Stand (Foto: JPW)
Lockheed Martin adressierte seine Bereitschaft, den Schützenpanzer Warrior zu modernisieren.