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Freitag, 5. Februar 2016

Aus Suhl an die Spezialkräfte: RS9 wird G29



Suhl (ww) Das Scharfschützengewehr RS9 kommt als G29 zur Bundeswehr. Wie ein Sprecher des BMVg dem S&T-Blog auf Nachfrage mitteilte, hat „im Vergabeverfahren für das G29 (Scharfschützengewehr mittlerer Reichweite) der bestplatzierte Bieter, die Firma C. G. Haenel GmbH, mittlerweile den Zuschlag erhalten.“
Das RS9 in der G29-Konfiguration (Foto: C. G. Haenel)
Die Repetierbüchse im Kaliber .338 Lapua Magnum (8,6 x 70mm) wird in Suhl, einer der Wiegen deutschen Handwaffenbaus gefertigt. Derzeit erfolgt die Auslieferung eines ersten Loses von 115 Waffen. Nutzer werden die Spezialkräfte des Heeres und der Marine sein. Mehr zu den weiteren Details unten.
Der Sprecher teilte ebenso mit, daß der Generalisnpekteur der Bundeswehr am 3. Februar das (eingestufte) Forderungsdokument (FFF) für das "Sturmgewehr Bundeswehr" gebilligt hat. In einem nächsten Schritt sollen jetzt Lösungsvorschläge erarbeitet werden.


In der G29-Konfiguration verfügt die RS9 über eine Ilaflon-Beschichtung im Farbton RAL8000. Die Magazinkapazität beträgt zehn Patronen, die Reichweite liegt bei rund 1.500 Metern. Die einsatzbereit rund 8.000 Gramm schwere Waffe lässt sich dank ihrer klappbaren Schulterstütze von 1.300 mm Gesamtlänge auf 990mm verkürzen. Sie verfügt über einen kaltgehämmerten freischwingenden Präzisionslauf von 685 mm Länge mit sechs Zügen und einer Dralllänge von 10“. Auf dessen wirkungsvolle Mündungsbremse lässt sich ein Rotex Schalldämpfer aus dem Hause B&T aufschrauben. Auf der Gehäuseoberseite befindet sich eine lange Nato STANAG 4694-Schiene, um Optiken einschließlich Nachtsichtvorsätzen in Reihe angeordnet („In line“) aufnehmen zu können. Die RS9-G29-Variante trägt ein Steiner Military 5-25 x 56 auf einer Era Tac-Montage von Recknagel, lässt sich aber natürlich auch mit anderen Optiken ausstatten.
Das RS9 in G29-Konfiguration von der rechten Seite. Foto. C.G. Haenel
Der Verschluss verriegelt über sechs Warzen und verfügt über zwei Ausstoßer. Weiterhin verfügt die Waffe über eine Drei-Stellungs-Schlagbolzensicherung. In hinterster Position bleibt die Waffe gesichert und die Kammer geschlossen. In mittlerer Position kann der Schütze bei gesicherter Waffe die Kammer öffnen. Steht die Sicherung ganz vorne auf der roten Punktmarkierung, ist die Waffe feuerbereit. Die RS9-G29-Variante kommt serienmäßig mit einem in Länge, Gewicht und Druckpunkt einstellbaren Direktabzug. Bei leerem Magazin lässt sich die Kammer nicht schließen.
Die längen- und  höhenverstellbare Schulterstütze verfügt über eine Wangenauflage und einen ausklappbaren Monopod. Zudem lässt sie sich zu Transportzwecken an die rechte Gehäuseseite anklappen. Über die seitlichen kurzen STANAG 4694-Schienen kann der Scharfschütze zudem ein gepolstertes Tragegestell aus dem Hause Linderhof-Taktik anbringen.

Frühes Erprobungsmodell in Biathlon-Trageweise, hier noch mit aufgesetztem Rotex-Schalldämpfer von B&T. Foto: JPW

Damit lässt sich das RS9 nicht nur biathlonartig komfortabel transportieren, sondern auch schnell einsetzen.
 

www.cg-haenel.de

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