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Donnerstag, 14. März 2019

Aimpoint liefert FCS12RE-Feuerleitvisiere an die US-Streitkräfte

Malmö, Schweden (ww)  Die US-Streitkräfte haben den schwedischen Rotpunktvisier-Pionier Aimpoint mit der Lieferung von Feuerleitsystemen des Typs FCS13RE beauftragt. Sie sollen primär auf dem M3E1 MAAWS (Multi-Role Anti-Armor Anti-Personnel Weapon System) alias 84mm Carl Gustaf M4 aus dem Hause Saab Dynamics eingesetzt werden.
Das Aimpoint FCS12RE an der M3E1 MAAWS (Foto: Aimpoint)
Das FCS13-RE ist ein dynamisches Universal-Reflexvisier mit Direktsichtkanal. Es verfügt über einen integrierten Laser-Entfernungsmesser und einen Ballistikrechner. Es gibt dem Schützen einen auf Reichweite, Munitionssorte, Geländewinkel und Umgebungsbedingungen abgestimmten Zielpunkt vor. Das System lässt sich nicht nur auf dem MAAWS, sondern auch auf anderen schweren Infanteriewaffen einsetzen, einschließlich 40mm HV-Granatmaschinenwaffen oder 12,7mm-Maschinengewehren. Das FCS13-RE bietet eine sehr hohe Trefferwahrscheinlichkeit auf größere Reichweiten sowohl auf stehende als auch auf bewegliche Ziele. Es  verwendet eine intuitive Benutzeroberfläche. Das System kann durch modulare Vergrößerungs- und Wärmebildkomponenten erweitert werden und ist mit allen Generationen militärischer Nachtsichtgeräte kompatibel.
Das M3E1 MAAWS ist eine modifizierte Version des M3A1 MAAWS und wurde ab 2017 durch die U.S. Army, das U.S. Marine Corps und das U.S. Special Operations Command beschafft. Dank Titan-Bauteilen fällt es deutlich leichter als das Vorgängermodell M3A1 und auch gut fünf Zentimeter kürzer aus.  Die effektive reichweite liegt bei bis zu 1.000 metern. Als Munitionssorten stehen bereit: Mehrzweckgeschosse (High Explosive-Dual Purpose, HEDP), Panzerabwehrgeschosse (High Explosive Anti Tank, HEAT), Sprenggeschosse (High Explosive), Panzerabwehrgeschosse mit Raketenunterstützung (HEAT RAP) sowie Leucht- und Nebelgeschosse.
Die Auswahl des Aimpoint FCS13-RE für den Einsatz auf dem M3E1 erfolgte nach umfangreichen Tests und Auswertungen, die in Zusammenarbeit mit dem Armament Research, Development and Engineering Center (ARDEC) der U.S. Army in Picatinny Arsenal, New Jersey, durchgeführt wurden. Die Auslieferung der beauftragten Feuerleitvisiere ist für 2019 geplant, der Auftragswert beläuft sich auf 24 Millionen US-Dollar.
www.aimpoint.com

Freitag, 8. März 2019

Rheinmetall schickt Lynx KF41 bei Land 400 Phase 3 ins Rennen

Melbourne/Düsseldorf (ww) Rheinmetall hat ein umfangreiches Angebot in dem Vorhaben Land 400 Phase 3 abgegeben. Im Rahmen der Ausschreibung bietet Rheinmetall der australischen Armee zwei Varianten des Lynx KF 41 an: einen Lynx Schützenpanzer (Infantry Fighting Vehicle/IFV)  mit dem Lance-Turm, und einen Lynx Manouevre Support Vehicle/MSV.

Rheinmetall Lynx KF41 IFV (Foto: Rheinmetall)
Zum Angebot gehören weiterhin eine ausgeweitete Nutzung des derzeit für das Spähpanzerprogramm Land 400 Phase 2 (Boxer Combat Reconnaissance Vehicle) bei Brisbane entstehende Military Vehicle Centre of Excellence, ein umfangreiches australisches Industrienetzwerk und ein umfassendes Support- und Trainingssystem.
Lynx im Lufttransport (Bild: Rheinmetall)
Lynx IFV und Lynx MSV greifen auf die modulare Lynx KF41-Plattform zurück, die Rheinmetall erstmals auf der Eurosatory 2018 präsentierte. Mit zwei Lynx-Basisfahrzeugkonfigurationen will Rheinmetall die neun von den australischen Streitkräften geforderten verschiedenen Modelle konfigurieren. Die modulare Lynx-Systemarchitektur deckt auch die vier zusätzlichen Rollen ab, die das australische Heer einführen will, darunter einen Mörserträger und ein amphibisches Gefechtsfahrzeug.
Der Lynx KF41 bietet die hohe Mobilität eines Kampfpanzers, hohe Durchsetzungsfähigkeit und  Schutz vor dem gesamten Bedrohungsspektrum, einschließlich Explosionen, IEDs, direktes und indirektes Feuer, Streumunition und Panzerabwehrraketen. Ben Hudson, Global Head of Vehicle Systems bei Rheinmetall: „Das signifikant geschützte große Innenraumvolumen des Lynx-Fahrzeugs ist in dieser Klasse unübertroffen und stellt sicher, dass die drei Besatzungsmitglieder und mindestens sechs Absitzkräfte effektive Kampfeinsätze durchführen können. Gleichzeitig bietet er konkurrenzloses Wachstum und Flexibilität für die Zukunft. Die australische Armee soll einen Schützenpanzer erhalten, der ihre Soldaten dazu befähigt, auf dem modernen Gefechtsfeld kämpfen, überleben und gewinnen können“, so Hudson weiter.  „Wenn sich der Lynx in der LAND 400 Phase 3 durchsetzt, wird er der australischen Armee eine zukunftssichere Fahrzeuglösung bieten, die schnell in Betrieb gehen und während der kompletten Nutzungsphase unterstützt werden kann.“
Lynx als Mörserträger (Grafik: Rheinmetall)
Der Rheinmetall Lance-Turm wird im Rahmen des Spähpanzer-Beschaffungsprogramms LAND 400 Phase 2 an die australische Armee geliefert und in Brisbane für den lokalen und Exportmarkt gefertigt. Der digitale Lance-Turm bietet der Besatzung Sensorsysteme, fortschrittliche automatisierte Ortungs- und Zielfunktionen und ein waffenintegriertes Kampfmanagement in einer vernetzten und digitalen Plattform. Aufgrund der elektronischen Architektur verfügt die Besatzung über eine verbesserte Kampfkraft und kann skalierbar und präzise wirken, um den heutigen und künftigen Bedrohungen auf dem Gefechtsfeld zu begegnen.
Studie des Lynx als amphibisches Gefechtsfahrzeug (Grafik: Rheinmetall)
Mit dem Bau des Military Vehicle Centre of Excellence (MILVEHCOE) bei Brisbane schafft Rheinmetall eine dauerhafte australische Kompetenz. Bis zum Vertragsabschluss von LAND 400 Phase 3 ist das MILVEHCOE mit seinem unterstützenden nationalen Netzwerk aus australischen Zulieferern für alle gängigen Systeme und Komponenten qualifiziert, die für die Rheinmetall Lynx- und Lance-Lösungen benötigt werden.

Montag, 4. März 2019

Fleckerlteppich 2.0 - Bundesheer beginnt mit der Einführung der neuen Austriacam-Tarnuniform

Sankt Michael/Obersteiermark (ww) Das österreichische Bundesheer beginnt mit der Einführung der neuen Austriacam-Adjustierung. Als erste Truppenteile werden das Jägerbataillon 18 in der Steiermark und das Jägerbataillon Burgenland den "Fleckerlteppich 2.0" erhalten.
Die neue Tarnuniform des Bundesheeres im Gelände (Foto: Bundesheer)
Verteidigungsminister Mario Kunasek wird die neue Uniform am heutigen Rosenmontag 2019 persönlich an die Truppe übergeben. Das Projekt geht - das sei der Vollständigkeit halber erwähnt - schon auf seinen Amtsvorgänger Hans Peter Doskozil zurück, der die neue Adjustierung  erstmals im September 2017 vorgestellt hatte - wir berichteten. Auf jeden Fall macht die neue Uniform von den vorliegenden Bildern her betrachtet einen guten Eindruck. Sobald es weitere Details zu der interessanten Bekleidung gibt, greifen wir das Thema wieder auf.

www.bundesheer.at

In eigener Sache - Enforcetac, U.T.SEC und IWA&Outdoor Classics 2019

Nürnberg (ww) Zum 20. Mal sattele ich derzeit die Pferde für den jährlichen Frühjahrsritt nach Nürnberg. Dort findet am 6. und 7. März die Fachmessen Enforce Tac  und parallel die U. T. Sec  statt. Anschließend geht es gleich nahtlos weiter auf der IWA&Outdoor Classics (8. bis 11. März 2019).


In dieser Zeit herrscht hier auf dem Blog weitgehend „Low Ops“. Aber natürlich informiere ich über Twitter und Instagram (jeweils @JPW_FIDES) in bewährter Weise als „Rasender Taktischer Reporter“ aber über Neuigkeiten und Beobachtungen.



Zur Enforce Tac:
Am K-ISOM-Stand 12-580 kann das Buch „GSG 9 – Die Spezialeinheit der Bundespolizei. Speerspitze im Kampf gegen den Terrorismus“  käuflich erworben werden. Sören Sünkler und ich sind auf der Messe und signieren es gegen Messeende am K-ISOM-Stand  gerne.


Zur IWA:
Hier stehe ich vom 8. bis zum 10. März täglich von 12.10 bis 12.50 Uhr am VISIER-Stand in Halle 7A (7A-416) für Fachgespräche oder zum Signieren von Büchern bereit.
Am Samstag, den 9. März 2019 findet von 13.00 bis 13.30 Uhr im Bereich des Eingangs Mitte des IWA Meet&Greet des Berliner Gear-Spezialisten Tacwrk statt – auch dort werde ich zu finden sein.


Ansonsten bin ich natürlich jederzeit auf den Messen ebenfalls ansprechbar. Mit Masse werde ich wohl wieder in der „Walhall 9“ unterwegs sein, also in der Halle 9 der IWA&Outdoor Classics, in der sich traditionell die taktischen Ausrüster versammeln. Material für Patch-Tausch habe ich am Mann.


In diesem Sinne: Horrido und auf bald in Walhall 9 in Nürnberg!

Sonntag, 3. März 2019

Neues von Concamo

Nürnberg (ww) Erst zur IWA 2018 hatte Matthias Bürgin sein selbst entwickeltes innovatives Tarnmuster Concamo vorgestellt. Der Bekleidungshersteller Leo Köhler brachte das Muster als erster Hersteller zur IWA 2018 heraus. ES&T hatte dazu bereits mehrfach berichtet.

Concamo Green (Foto: Concamo)
Das aufwendig gestaltete Hybridmuster nutzt die Wahrnehmungspsychologie aus, um den Träger der gegnerischen Aufklärung zu entziehen. Matthias Bürgin ließ in die Entwicklung seine langjährige militärische Erfahrung als Fallschirmjäger und Scharfschütze einfließen.
Nach gut einem Jahr hat "Confusion Camouflage" - genauer gesagt das "Concamo green" - einen veritablen Boom ausgelöst. Matthias Bürgin: "Unser ursprüngliches Ziel war es, Concamo innerhalb der ersten zwölf Monate bei einer Einheit zu platzieren. Derzeit haben schon viele Einheiten die Beschaffung eingeleitet."
Bei den Bekleidungsherstellern machte der bereits genannte Traditionsbetrieb Leo Köhler den Anfang als erster Concamo-Anbieter. Er brachte unter anderem seine bewährte Spezialkräfte-Einsatzkampfbekleidung in dem Muster heraus. Die bequem geschnittene Montur befindet sich - ebenso wie der Multipocket-Smock - bei ES&T für Schießtage in Nutzung und hat sich dort bestens bewährt.
Leo Köhler Einsatzkampfbekleidung in Concamo Greenzone (Foto: JPW)
Sierra-313 lieferte alsbald die in Kooperation mit Taunus-Taktik entwickelten Expeditionsfeldmützen und den nordhessisch-hamburgischen Klassiker, den Boonie-Hut, in Concamo.
Zentauron-Rucksack, Expeditionsfeldmütze von Sierra-313, Wendepatch von Lasercraft-Concepts (Foto: JPW)

Inzwischen nahmen weiterhin die Ausrüstungshersteller MD Textil und Zentauron das neue Muster in ihr Sortiment auf. Tasmanian Tiger leakte ebenfalls Bilder einiger seiner Rucksäcke in Concamo, weshalb davon auszugehen ist, daß das Team auf der IWA auch einige Produkte am Start hat.
Tasmanian-Tiger-Rucksäcke in Concamo Green (Foto: Concamo)
Ebenso pünktlich zur IWA 2019 stellt jetzt der slowenische Hersteller UfPro - in der Tactical Community als die "europäischen Crye" bekannt - seine  Striker-Kampfbekleidung in Concamo vor. UfPro-Entwicklungschef Armin Wagner: „Wir denken, daß Concamo nicht nur bei unseren europäischen Kunden, sondern auch weit darüber hinaus ein großer Erfolg sein wird.“

UfPro bringt seine Striker-Kampfbekleidung in Concamo Green heraus (Foto: Concamo)
Die durchdachte und robuste Striker-Kampfbekleidung ist bei etlichen europäischen Spezialeinheiten in Nutzung. Auf Veranstaltungen wie dem Special Forces Workshop in Güstrow zählt die Striker-Garnitur zu den am meisten getragenen Kleidungsstücken.
Concamo Brown - das neue Muster (Foto: Concamo)

Da Stillstand bekanntlich Rückschritt bedeutet, stellt Matthias Bürgin zur IWA 2019 das nächste Muster seiner Concamo-Reihen nämlich das "Concamo brown" vor. Wie vor einem Jahr auch bringt Leo Köhler als erster das neue Muster auf den Markt.

www.concamo.com

Samstag, 2. März 2019

Australisches Schützenpanzerprogramm Land400 Phase 3 nimmt Fahrt auf

Melbourne (ww) Am 1. März 2019 endete die Angebotsfrist im australischen Rüstungsvorhaben Land 400 Phase 3 Mounted Close Combat Capability. Die „Diggers“ suchen mit dem Projekt eine neue Schützenpanzerfamilie.
Potentielle Land 400 Phase 3-Bewerber: BAE CV90 MKIV (Foto: JPW)
Das neue Fahrzeug soll die bisher genutzten M113 ablösen, eine Absitzstärke von sechs Mann bieten und – eine Kernforderung – im Hinblick auf die strategische und taktische Beweglichkeit mit dem Kampfpanzer M1 mithalten können. Die australischen Streitkräfte wünschen ein Kettenfahrzeug mit einem bemannten Turm.
Potentielle Land 400 Phase 3-Bewerber: GDELS ASCOD2 IFV (Foto: JPW)
Neben den 232 Schützenpanzern sind 17 Manoeuvre Support Vehicle gefordert. Dabei handelt es sich um einen durchsetzungsfähigen Begleitpionierpanzer, welcher einerseits feindliche Hindernisse beseitigen und andererseits beim Bau eigener Feldbefestigungen unterstützen soll. Dazu kommen sieben weitere Varianten: Führungsfahrzeug (21), Vorgeschobener Beobachter/Joint Fire Support (19), Pioniererkunder (9), Sanitätsfahrzeug (24), Instandsetzungsfahrzeug (25), Bergepanzer (22), Pionierpanzer (31). Vier weitere mögliche Varianten sind Mörserträger (15), Mörsermunitionstransporter (25) Logistikfahrzeug (27) und ein amphibisches Gefechtsfahrzeug (50)
Potentielle Land 400 Phase 3-Bewerber: Hanwha Next Generation IFV - hier nicht als Hardware, sondern als Modell auf der IDEX 2019 (Foto: JPW)
Als mögliche Bewerber kommen (in alphabetischer Reihenfolge) in Betracht: BAE Systems mit dem CV90MkIV, General Dynamics European Land Systems mit dem ASCOD2, Hanwha (Südkorea) mit dem Next Generation Infantry Fighting Vehicle und Rheinmetall mit dem Lynx KF41.
Potentielle Land 400 Phase 3-Bewerber: Rheinmetall Lynx KF41 IFV (Foto: JPW)
Im dritten Quartal dieses Jahres sollen die aussichtsreichsten Kandidaten „geshortlisted“ werden, die dann in eine erste 12- 18 Monate lange Testphase und anschließend – voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2020 – in die „Risk Mitigation Activity“ gehen werden. 2022 soll die Beschaffungsentscheidung fallen und im Haushaltsjahr 2024/25 die erste Einsatzbereitschaft gegeben sein. Volle Einsatzbereitschaft ist ab 2030 geplant. 

FN Herstal bringt FN SCAR-SC in .300BLK

Lüttich (ww) Pünktlich zur EnforceTac 2019 bringt die belgische Waffenschmiede FN Herstal seine subkompakte Mitteldistanzwaffe FN SCAR-SC im Kaliber 7,62mm x 35 heraus. Die handliche Waffe verschießt sowohl .300 Blackout als auch .300 Whisper.
FN SCAR-SC in .300 BLK (Foto: FN Herstal)
Das FN SCAR-SC verfügt standardmäßig über eine ausziehbare Schulterstütze und ist mit einer großen Auswahl an weiteren Schulterstützen und Zubehör erhältlich, um die spezifischen Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen. Weiterhin zeichnet es sich durch einen nicht mitlaufenden Ladehebel aus.
FN Herstal stellt auf der EnforceTac 2019 weitere Entwicklungen vor. Hierzu gehören alle kompakten und Standard-FN SCAR-Gewehre, die jetzt mit einem Gehäuse mit seitlichen Picatinny-Typ-Schienen oder mit einem KeyMod-Gehäuse erhältlich sind.
Auf dem FN Herstal-Stand wird ebenfalls das FN SCAR-L zu sehen sein, das kürzlich von der Bayerischen Polizei als Mitteldistanzwaffe ausgewählt wurde.
Das FN SCAR-L in der von der Polizei Bayern beschaffte Variante (Foto: FN Herstal)

Die halbautomatische Waffe verfügt über einen 13"- Lauf, ein KeyMod-Gehäuse und einen in das Gehäuse integrierten RFID-Tag. Der RFID-Tag ist ein eigens von FN Herstal entwickeltes elektronisches System, das die digitale Identifizierung der Waffe, eine optimierte Inventur sowie das Ausgabe- und Rücknahmemanagement des Waffenbestandes ermöglicht. Der RFID-Tag kann in jede FN SCAR-Waffe integriert werden, auch in Präzisionsgewehre.

www.fnherstal.com

Donnerstag, 28. Februar 2019

Rheinmetall erprobt neue Laser-Waffenstation erfolgreich

Düsseldorf, Erprobungszentrum Ochsenboden/Schweiz (ww) Rheinmetall hat umfangreiche Testreihen mit einer neuen Laserwaffenstation erfolgreich abgeschlossen. Wie der Konzern heute (28. Februar 2019) mitteilte, hat die Waffenstation in Kombination mit einem Laser bei den Erprobungen im Dezember 2018 ihre Schnelligkeit wie auch ihre Präzision unter Beweis gestellt.
Die neue Laserwaffenstation von Rheinmetall (Foto: Rheinmetall)
Bei den Tests seien Drohnen und Mörsergranaten im firmeneigenen Erprobungszentrum Ochsenboden bei Zürich in einsatzrelevanten Entfernungen erfolgreich bekämpft worden.
Rheinmetall sieht seine neue Laserwaffenstation als das letzte Glied und die logische Fortführung seiner selbst entwickelten Laserwaffentechnologie zu einem vollständigen Waffensystem. Mit der jetzt erfolgten Realisierung einer speziell für die Anforderungen eines Laserwaffensystems ausgelegten Waffenstation hat Rheinmetall nun alle Hauptbaugruppen eines zukünftigen Laserwaffensystems verfügbar.
Die Testreihen erfolgten im Dezember 2018 im Rheinmetall- Erprobungszentrum Ochsenboden bei Studen/Schweiz
(Foto: Rheinmetall)
Die Waffenstation kann Laser mit Leistungen bis hin zur Größenordnung 100 kW aufnehmen. Sie selbst übernimmt die Aufgabe, den Laserstrahl mechanisch auf das Ziel auszurichten. Ihre besonderen Leistungsparameter sind die extrem genaue mechanische Richtbarkeit, der unbegrenzte seitliche Schwenkbereich (Azimuth) sowie eine Höhenrichtbarkeit (Elevation) von über 270°. Neben dem Bewegungssystem gehören noch Laserquelle, Strahlführungssystem und die Optik zu den wesentlichen Komponenten.
Die Laserwaffenstation wurde mit den in zahlreichen Tests erfolgreich verwendeten Strahlführungsmodulen und den im Hause Rheinmetall verfügbaren Hochleistungslasern kombiniert. Sie ist so ausgelegt, dass sie mit der in naher Zukunft verfügbaren 20kW Laserquelle – ebenfalls aus dem Hause Rheinmetall – kombinierbar ist.
Mögliche Integration einer HEL-Waffenstation in den Boxer (Grafik: Rheinmetall)
Alle Baugruppen sind teilstreitkraftübergreifend, modular und skalierbar ausgelegt und unabhängig von der Bedrohungslage und den militärischen Plattform einsetzbar.
Die Systemarchitektur (EN DIN 61508) ist eng auf das bei der Bundeswehr eingeführte Flugabwehrsystem Mantis ausgerichtet und bietet damit auch die notwendigen Schnittstellen zur Anbindung an übergeordnete Luftverteidigungssysteme.
www.rheinmetall.com

Bandvagn für das Bundesheer - BAE Systems liefert 32 BvS10 nach Österreich

Absam (ww) Das österreichische Bundesheer erweitert seinen Fuhrpark um den BvS10 Hägglunds von BAE Systems. Am 21. Februar 2019 übergab Verteidigungsminister Mario Kunasek im Rahmen eines militärischen Festaktes in der Andreas-Hofer-Kaserne in Absam, Tirol, die neuen Gefechtsfahrzeuge an die 6. Gebirgsbrigade. Insgesamt erhält die Gebirgsbrigade 32 Fahrzeuge dieses Typs.
Der Bandvagn BvS10 im Gelände (Foto: Bundesheer/Daniel Tippolt)
Der "Hägglunds" ist speziell an die Bedürfnisse der österreichischen Gebirgstruppe angepasst. Er dient als Gruppentransporter, als bewegliche Befehlsstelle, zur Gefechtsfeldbergung verwundeter Soldaten und zum Gerätetransport. „Mit dem 'Hägglunds' erhält die Gebirgstruppe erstmals ein Gefechtsfahrzeug, welches den geschützten Transport der Soldaten bei Einsätzen im Hochgebirge und abseits von Straßen ermöglicht. Wir beleben damit unsere Kernaufgabe, die militärische Landesverteidigung“, so Kunasek.
Feierliche Übernahme in Absam, Tirol (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Der Bandvagn BvS10 ist eine Weiterentwicklung des auch in der Bundeswehr genutzten Bv206S. So verfügt die neuere Version über verbesserte Lenkung, Antrieb und Schutz und fällt mit einer Breite von 2,25 Metern, einer Höhe von rund drei Metern und einer Länge von 8,23 Metern etwas größer aus. Der bis zu 16 Tonnen schwere BvS10 Hägglunds verfügt über einen Raupenantrieb an beiden Fahrzeugteilen und einen 285 PS starken Turbodiesel-Motor. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 65 km/h. Die Knicklenkung ermöglicht es, das System mit einem besonders geringen Radius zu manövrieren.  Das Gefechtsfahrzeug kann bis zu elf Personen transportieren. Es bietet Schutz gegen Flachfeuer, Minen und atomare, biologische und chemische Bedrohungen. Das Rundum-Kamerasystem bietet ein 360-Grad-Sichtfeld vom geschützten Innenraum aus. Bewaffnet ist das Gefechtsfahrzeug mit einem 12,7mm-Maschinengewehr in einer fernbedienbaren Waffenstation, welche sich ebenfalls aus dem Fahrzeuginnenraum bedienen lässt. Zusätzlich lässt sich ein Schneeschild anbringen, um Wege befahrbar zu machen. Ein Anhänger mit einer Nutzlast von 1.500 Kilogramm kann am hinteren Wagen angekoppelt werden.
Der BvS10 zeichnet sich durch hervorragende Geländegängigkeit aus (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Aufgeteilt werden die 32 Gefechtsfahrzeuge auf das Jägerbataillon 23 in Bludesch, das Jägerbataillon 24 in Lienz, das Jägerbataillon 26 in Spittal an der Drau und das Pionierbataillon 2 in Salzburg. Für jedes Bataillon sind acht Stück geplant. Der Zulauf soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 85 Millionen Euro einschließlich Bewaffnung und Zusatzausrüstung wie etwa Funkausstattung, ABC-Schutz, Schneepflug, Seilwinden oder Brandunterdrückungsanlagen. Neben dem Bundesheer zählen die britischen Royal Marines und die niederländischen Korps Mariniers zu den Nutzern des BvS10.
www.bundesheer.at

Mittwoch, 27. Februar 2019

Bundesbereitschaftspolizei - neuer Imagefilm

Fuldatal, Potsdam (ww) Mit rund 6.200 Mitarbeitern  - davon etwa 5.100 Polizeivollzugsbeamte - ist die Direktion Bundesbereitschaftspolizei die größte Untergliederung der Bundespolizei.
Die Direktion in Fuldatal führt zehn Bundespolizeiabteilungen, die in Ratzeburg, Uelzen, Blumberg, Bad Düben, Duderstadt, Sankt Augustin, Hünfeld, Bayreuth, Bad Bergzabern und Deggendorf stationiert sind. Diese Bundespolizeiabteilungen wiederum gliedern sich in Einsatzhundertschaften, Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaften und Technische Einsatzhundertschaften.




Zu den vielfältigen Aufgaben der Kolleginnen und Kollegen gehören:


  • Verstärkung aus besonderen Anlässen mit Schwerpunkteinsätzen geschlossener Einsatzeinheiten in den Aufgabenbereichen der Bundespolizei,
  • Unterstützung der Polizeien der Länder bei deren Aufgabenbewältigung in Fällen von besonderer Bedeutung, soweit –grundsätzlich – Sicherheitsinteressen auch des Bundes betroffen sind und die Einsatzkräfte nicht vorrangig für Bundespolizeiaufgaben benötigt werden,
  • Unterstützung des Bundeskriminalamtes und anderer benachbarter Behörden aus besonderem Anlass (zum Beispiel Personen- und Raumschutz, Absperrmaßnahmen, Durchsuchungen),
  • Bewältigung besonderer Gefahrenlagen,
  • Mitwirkung an polizeilichen oder anderen nichtmilitärischen Aufgaben im Rahmen von internationalen Maßnahmen auf Ersuchen und unter Verantwortung der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union,
  • Verwendung für humanitäre Zwecke oder zur Wahrnehmung dringender Interessen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland im Einvernehmen mit dem betreffenden Staat. 
Einen Eindruck von diesem Aufgabenspektrum vermittelt die Bundesbereitschaftspolizei in ihrem neuen Imagefilm - Anschauen lohnt sich!


www.bundespolizei.de