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Sonntag, 24. Juni 2018

Neue Tarnuniform für die Zahal? Israelische Streitkräfte starten Truppenversuch

Tel Aviv(ww) Die israelischen Streitkräfte beginnen derzeit einen Truppenversuch mit neuen Tarnuniformen. 330 Soldaten verschiedener Einheiten testen derzeit mehrere Uniformmodelle in drei verschiedenen Mustern. Ebenso gehen verschiedene Schnitte in die Erprobung.
Eine der in der Evaluierung der IDF befindlichen Tarnuniformen (Foto: IDF) 
Die neuen Uniformen zeichnen sich nicht nur durch moderne Schnitte, sondern auch modernere Materialien aus. Unter anderem sollen sie auch die IR-Signatur reduzieren. Der Test soll rund vier Wochen dauern. Ob und falls ja, welche Uniform dann eingeführt werden wird, soll anschließend bewertet werden.



Donnerstag, 21. Juni 2018

Erste Eindrücke von der Eurosatory: Französische Spezialkräfte des 1RPIMA in Aktion

Paris (ww) Im Rahmen der diesjährigen Eurosatory zeigten verschiedene Verbände der französischen Streitkräfte und der Polizei ihr Können. Hierzu zählte das Commandement des Forces Speciales Terre. Kräfte des 1er Régiment de Parachutistes d'Infanterie de Marine (1RPIMA) - das französische Gegenstück des deutschen Kommandos Spezialkräfte - führten den Zugriff auf einen Terroristenführer vor. Hier einige Bilder dieser Mini-Lehrübung.
Die Terroristen ahnen nichts, daß Kräfte des 1RPIMA sie bereits beobachten. Auf der Leinwand sehen die Zuschauer das Führungselement, welches per SATCOM Verbindung zur höheren Führung hält. (Foto: JPW) 
Der Zugriff ist ausgelöst, Operators nähern sich auf ihren leichten Gefechtsfahrzeugen und führen den Feuerkampf
(Foto: JPW)

Zwei der Terroristen sind niedergekämpft, der dritte ergibt sich dem sich jetzt zu Fuß annähernden Trupp (Foto: JPW)
Aus sicherem Abstand erfolgt eine erste Sichtung auf Waffen und Sprengfallen (Foto: JPW)
Fixierung des Überlebenden, nähere Untersuchung des niedergekämpften Terroristen. Der Operator sichert zunächst die Waffe. (Foto: JPW)
Weitere Sicherungs- und Durchsuchungsmaßnahmen (Foto: JPW)
Der gefangen genommene Terrorist wird gefesselt und mit verbundenen Augen auf das Gefechtsfahrzeug geladen 
(Foto: JPW)
Erkennungsdienstliche Behandlung des getöteten Terroristenführers (Fotoaufnahmen, DNA-Probe, Fingerabdrücke)
(Foto: JPW)
Die sichergestellte Waffe und weiteres Beweismaterial werden ebenfalls verladen. Anschließend rücken die Kräfte ab. (Foto: JPW)


In den nächsten Tagen wird der S&T-Blog hier weitere Bilderserien von den anderen Vorführungen veröffentlichen - und natürlich auch über Neuigkeiten von der Eurosatory berichten.

Mittwoch, 20. Juni 2018

USMC beuaftragt Iveco Defence Vehicles und BAE Systems mit der Lieferung des Amphibious Combat Vehicle ACV

Bozen (ww) Das US Marine Corps hat ein Firmenkonsortium um BAE Systems mit der Lieferung des neuen Amphibious Combat Vehicle (ACV) beauftragt.
Das ACV ist ozeantauglich (Foto: Iveco Defence Vehicles)
Das neue ACV ist ein ozeantaugliches amphibisches 8x8-Fahrzeug mit einem 700 PS-Sechszylindermotor. Es bietet drei Mann Besatzung und 13 eingeschifften Marines Platz. Wesentliche Anteile an der neuen Plattform – nämlich Design, Kernkomponenten und Serviceleistungen – hat dabei Iveco Defence Vehicles, eine Marke von CNH Industrial.


Das ACV ist ein 8x8-Fahrzeug (Foto. Iveco Defence Vehicles)
Der Anfangsauftrag umfasst zunächst 30 ACV mit der Option für einen Gesamtzahl von 204 amphibischen Kampffahrzeugen. Die ersten dreizehn Prototypen waren 2017 ausgeliefert worden und durchliefen seither intensive Erprobungen.
www.cnhindustrial.com

Dienstag, 19. Juni 2018

In eigener Sache: nach kurzer Pause wieder online

Berlin/Krefeld (ww) Liebe Leser, in den letzten Tagen erreichten mich vermehrt Anfragen, warum dieser Blog offline sei. Hierür war eine der neuesten durchgewinkten Brüsseler Weihen in Form der DSGVO verantwortlich. Diese - und die Versäumnisse der Bundesregierung, sie für ihre Staatsbürger abzumildern - sorgte und sorgt hierzulande nach wie vor für Verunsicherung. Damit zeigt sich einmal mehr die Degeneration unseres einstigen Rechtsstaates zum Rechtsmittelstaat, der seine ureigenen Kriterien wie den Klarheits- und Bestimmtheitsgrundsatz nicht mehr ansatzweise erfüllt. Stattdessen füllen sich windige Formaljuristen fröhlich die Taschen mit dem abgemahnten Geld derjenigen, die die DSGVO eigentlich schützen wollte: den Bürgern, die z. B. als Klein- und Mittelständische Unternehmer Steuern zahlen oder die sich in Vereinen gemeinnützig engagieren. Seitens der Bundesregierung gibt es bedauerlicherweise noch keine über Absichtserklärungen herausreichende Initiativen, der Abmahnindustrie endlich das Handwerk zu legen.
Nun bin ich weder Informatiker noch Volljurist und Medienrechtler. Nach meinem Verständnis als Staatbürger, Soldat und Publizist sind aber die Freiheit der Presse, der Meinung sowie gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement höher einzustufen als DSGVO-Formalitätenfaschismus. Dieses Restvertrauen habe ich (zumindest ansatzweise) noch in deutsche Gerichte. Insofern geht dieser Blog wieder online!

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Donnerstag, 24. Mai 2018

In eigener Sache: #DSGVOpposition und #GDPResistance

Brüssel/Berlin/Bonn (ww) Es ist möglicherweise eine Ironie der Geschichte, diesen Hinweis in eigener Sache am 400. Jahrestag des Ausbruchs des 30jährigen Krieges und am Tag des Grundgesetzes zu schreiben. Aber sei es drum: Ab diesem Freitag verlangt die EU (das ist die demokratisch kaum legitimierte supranationale Organisation, in deren Namen unter Hinweis auf höheres Recht unpopuläre Entscheidungen dem Steuerzahler aufgebürdet werden) die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO, englisch GDPR).
Unsere DSGVO-Beauftragten Zeter (l.) und Mordio (r.) (Foto: Anwalts- und Abmahnkanzlei Zeter und Mordio, Hades, Unterwelt)

Nun hat uns die EU, so wird gerne und völlig zu Recht gejubelt, die längste Phase des Friedens auf dem stets kriegsgeplagten Kontinent beschert. Unübersichtliche Regelwerke über den Krümmungsgrad von Bananen oder die Frittierzeit von Kartoffelstäbchen haben also auch ihr Gutes. Die Umsetzung der DSGVO sorgt insbesondere in der Heimat des größten EU-Zahlmeisters derzeit freilich für helle Panik. Einige erwarten gar eine Art "Krieg aller gegen alle": Auto- und Jagdblogs befürchten Abmahnungen von Umwelthelfern, Firmen und Verlage Abmahnungen von Marktbegleitern und Militärblogs solche militanter Friedensbewegter. In der Tat: Hinge ich Verschwörungstheorien an, dann glaubte ich, daß die hierzulande herrschenden Eliten mittels der DSGVO die Abmahnindustrie und weitere Drittklass- und Hobbyjuristen die Zensur unliebsamer Veröffentlichungen übernehmen ließen – frei nach dem Motto „divide et impera!“ (Für die GEW Hessen und andere fortschrittliche Nicht-Altsprachler: Das heißt „Teile und herrsche!“).  Aber nein, unseriöse Aluhuttheorien zu verbreiten, überlasse ich gerne den üblichen Verwirrten.

An dieser Stelle nur so viel: Dieser unabhängige und nicht kommerzielle Blog wird von Beginn an nach den Grundsätzen des Gesunden Menschenverstandes (GMV) betrieben. Ich bin weder Informatiker noch Volljurist. Was ich versichere ist, daß ich den Datenschutz nicht erst seit der EU-DSGVO-Panik sehr ernst nehme. Ihre Daten werden nach bestem Wissen und Gewissen vertraulich behandelt und durch mich persönlich ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung nicht an Dritte weitergegeben – schon gar nicht wissentlich.  Leider reicht der GMV in Zeiten der Degeneration des Rechtsstaates zum überregulierten Rechtsmittelstaat und boomender Abmahnindustrie (deren Protagonisten und Profiteure allesamt der Blitz beim ScheiXXen treffen möge) nicht mehr aus. Auch wenn es mir widerstrebt, mich zum Büttel der EU-Bureaucratie machen zu lassen: In den nächsten Tagen werden hier umfangreiche Wartungsarbeiten stattfinden, die allesamt während meiner knappen Freizeit erfolgen müssen, um diesen Blog EU-DSGVO-konform zu machen. Das wird Störungen und Unerreichbarkeiten mit sich bringen, wofür ich um Verständnis bitte. In der Zwischenzeit folgen Sie mir bitte auf Twitter und Instagram unter JPW_FIDES. Zudem werde ich auch online auf www.esut.de veröffentlichen.



Ihre Rechte
Da die Regierungen einiger anderer EU-Staaten Wege und Möglichkeiten gefunden haben, das DSGVO-Oktroy zu entschärfen, wende ich mich am Tag des Grundgesetzes vor allem an meine Landsleute, um sie über ihre Rechte aufzuklären. Ihre wichtigsten Rechte finden Sie in den Artikeln 1 - 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG). Sofern Sie deutscher Staatsangehöriger sind, haben Sie das Recht, gegen jeden, der es unternimmt, die freiheitlich-demokratische, rechtsstaatliche und gewaltengeteilte Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen, Widerstand zu leisten, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist (Artikel 20 Abs. 4 GG). Ich appelliere an Sie: Nehmen Sie Ihre gewählten Repräsentanten in die Pflicht, Bureaucratie und weiteren Unfug wie die DSGVO-Auswirkungen zu beenden! Sollten sie dem nicht nachkommen wollen, entziehen sie ihnen ihr Mandat!

Montag, 21. Mai 2018

CONCAMO Urban - erste Eindrücke

Rangendingen (ww) Das von Matthias Bürgin entwickelte Tarnmuster „Confusion Camo“ sorgte in den letzten Wochen auf der IWA und in den sozialen Medien für Furore. Während bei Leo Köhler und Sierra-313 schon die Nähmaschinen vorbereitet werden, um erste Bekleidungsstücke und Kopfbedeckungen herzustellen, bereitet das CONCAMO-Team bereits den nächsten Schritt vor. So soll es bald ein urbanes Tarnschema geben.
CONCAMO Urban-Prototyp in bebautem Gelände... (Foto: CONCAMO)
„Heutige urbane Muster sind entweder ‚grüne Tarnmuster‘, die einfach grau/beige eingefärbt wurden oder Muster, die reine geometrische Formen verwenden mit harten geraden Kanten. Beide Wege haben Vorteile aber auch große Nachteile, da die Tarnwirkung oft nur begrenzt vorhanden ist“, so Matthias – ehemals Scharfschütze in der Fallschirmtruppe – gegenüber dem S&T-Blog. „Das CONCAMO urban basiert auf den Erkenntnissen der Wahrnehmungspsychologie und der CONCAMO Flächengeometrie. Dieses Konzept führte bei CONCAMO green zum Ziel und soll nun auch im Bereich der urbanen Tarnung neue Möglichkeiten schaffen.“
Bei CONCAMO urban handelt es sich konsequenterweise um ein Hybridmuster aus natürlichen und geometrischen Formen. Matthias Bürgin. „Dies hat den Vorteil, dass der Anwender im urbanen Umfeld eine sehr gute Tarnung erhält und zudem in der Natur nicht heraussticht, wie dies es bei reinen urbanen Mustern der Fall ist.“
CONCAMO urban hat als Haupteinsatzgebiet den urbanen Raum. Darüber hinaus eignet es sich in Zweitverwendung für alle felslastigen Gebiete. Um den Einsatzwert noch weiter zu erhöhen, prüft das CONCAMO-Team derzeit, die CONCAMO Urban-Textilien beidseitig zu bedrucken:  Aussenseite CONCAMO urban, Innenseite CONCAMO green. Auf beiden Seiten sollen IR-unterdrückte Farben zum Einsatz kommen. „Hierdurch entsteht die Möglichkeit, dass Herstelller Wendetarnanzüge produzieren können. Die Anwender erhalten so eine effektive Tarnung, die sie einfach der Lage anpassen können.“
...und in felsiger Umgebung (Foto: CONCAMO)

Die hier veröffentlichten, von CONCAMO dankenswerterweise bereit gestellten Beispielbilder zeigen einen Prototypen. Die Bilder wurden digital etwas nachbearbeitet, da die Druckerei die Beigetöne nicht gedruckt hat.
www.concamo.com

Freitag, 18. Mai 2018

Kommentar: Die hessliche GEW...

Wiesbaden/Korbach (ww) Als ehemaliger hessischer Abiturient eines altsprachlichen Gymnasiums, der Kaiserin-Friedrich-Schule zu Bad Homburgwollte ich der Landesgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) meines geliebten Heimatlandes eigentlich nie wieder Aufmerksamkeit schenken.

Die jüngeren Meldungen, wonach die GEW Hessen zu einem Boykott der Bundeswehr auf dem Hessentag aufgerufen habe, passten in das Bild, was man schon damals von den Genossinnen und Genossen hatte. Kein Grund zu Aufregung also.
Nachdem der Groll gegen die GEW Hessen aber schon einige Tage in den sozialen Medien anhält, komme ich zu einer erstaunlichen Einsicht: Ich muß ihr in einem grundsätzlichen Punkt zustimmen!  Und zwar in diesem:
„Die GEW Hessen ist der Meinung, dass die Bundeswehr kein Arbeitgeber wie jeder andere ist!“

Jawoll! Recht haben sie, die Genossinen, Genossen! Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber! Erwartungsgemäß fallen die Begründungen der GEW hierfür dann jedoch anders aus als die meinige: Als Soldat dient man seinem Land. Der Dienst in den Streitkräften erfordert daher auch mehr als die Erfüllung eines Arbeitsvertrages. Deshalb stellen sich mir jedes Mal die Nackenhaare hoch, wenn Vertreter der politischen und militärischen Führung oder Nachwuchswerber von der Bundeswehr als einem modernen Unternehmen sprechen. Nein, die Bundeswehr ist eine Armee, in der vornehmlich Staatsbürger in (und ohne) Uniform dienen!
Den üblichen restlichen GEW-Sermon zu kommentieren oder gar zu verbreiten, erspare ich mir.
Stattdessen zitiere ich lieber eine lokalpatriotische Strophe des Hessenliedes, die die Wehrhaftigkeit meines Heimatlandes besingt:

Dein Stamm, den die Urflut der Zeiten gebar,
 hat fest in den Stürmen gestanden
 und tapfer getrotzt der Geschicke Gefahr,
 wenn and’re schon zitternd sich wanden.
 So wollen wir schirmen mit Hammer und Schwert
 dich Hort, dessen Wert kann ermessen
 kein Feind, der dir zornig den Frieden verwehrt:
 Dein Schild sind wir, starkes Land Hessen!

Auf den 58. Hessentag wiederum und auf das dortige Engagement meiner aktiven und Reservisten-Kameraden der Bundeswehr verweise ich gerne: Er findet dieses Jahr vom 25. Mai bis zum 3. Juni  in der Hansestadt Korbach statt.

www.hessentag2018.de

Montag, 14. Mai 2018

Schwingen für Drohnenpiloten des USMC

Quantico, Virginia/USA (ww) Das United States Marine Corps führt ein neues Tätigkeitsabzeichen ein. Künftig können sich die Bediener Unbemannter fliegender Systeme mit einer eigenen Schwinge schmücken, dem "Unmanned Aircraft Systems Badge".
Das Unmanned Aircraft Systems Badge des USMC (Grafik: USMC)


Das kürzlich vorgestellte Abzeichen für die Offiziere ist in Gold gehalten. Es zeigt ein von zwei Schwingen und Ankern eingerahmtes stilisiertes "V". Bei Mannschaften und Unteroffizieren ist dieses "V" silberfarben, von einem ebenso farbigen Kreis umgeben und von zwei Schwingen eingerahmt. Die neuen Tätigkeitsabzeichen werden über der linken Brusttasche getragen.


www.marines.mil

Mittwoch, 9. Mai 2018

Mark13 Mod 7 für die Marines - USMC führt neues Scharfschützengewehr ein

Quantico, Virginia/USA (ww) Das United States Marine Corps führt ab Ende 2018 das neue Scharfschützengewehr Mark 13 Mod 7 ein. Es soll das ältere M40A6 in den Infanterie- und Aufklärungseinheiten ablösen.
Ein Sergeant des USMC präsentiert das Mark 13 Mod 7 (Foto: M. Randolph, USMC)
Bei dem neuen Gewehr handelt es sich  um ein Repetiersystem im Kaliber .300 Winchester Magnum (7,62 x 67 mm). Damit sollen Reichweite, Ersttrefferwahrscheinlichkeit und Wirkung des Vorgängers in 7,62 x 51 mm deutlich verbessert werden. Die Einsatzreichweite vergrößert sich mit dem neuen Kaliber von rund 800 auf gut 1.200 Meter. Ein verbessertes Zielfernrohr mit einem gitterartigen Absehen soll zudem zu besserer Zielidentifikation und schnelleren Folgeschüssen beitragen. Das Mark13 Mod7 ist eine Eigenentwicklung des NSWC Crane. Dem Vernehmen nach stammt das System Stiller Precision und basiert auf der Remington 700er Serie (zu der auch die Vorgängerwaffe M40 gehört), die Schäftung von Accuracy International (AICS AX) und die – separat zu beschaffende – Optik von Nightforce (ATACR-Serie). Ein älteres Modell der Waffe, das Mark13 Mod5 und ebenfalls im Kaliber .300 WinMag, dient bereits bei Spezialkräften der U.S. Navy. Der legendäre Scharfschütze Chris Kyle setzte es unter anderem ein.
Im Scharfschützenwerkzeugkasten der Marine Scout Snipers sollen weiterhin das Selbstladegewehr M110 und die Anti-Material-Rifle M107aus dem Hause Barrett verbleiben. Das M40A6 soll weiter zu Ausbildungszwecken genutzt werden.
Der Beschaffungsentscheidung vorausgegangen war eine über ein Jahr lange Erprobungsphase durch den Scout Sniper Platoon des 3rd Bataillon 5th Marines.
Mit dem Schritt zu .300 WinMag folgen die Marines ihren Kameraden der Army. Die hatten bereits ab 2010 bei ihrer Scharfschützenbewaffnung von der M24 in 7,62 x 51 auf die M24E1 bzw. (X)M2010 in 7,62 x 67 gewechselt.

Dienstag, 24. April 2018

ILA 2018-Appetithappen: "Helicopters in Special Operations" von Christian Rastätter und Sören Sünkler

Berlin (ww) Die ILA 2018 steht unmittelbar vor der Tür. Die diesjährige Ausgabe dürfte angesichts bevorstehender Bundeswehr-Großprojekte auf hohes Interesse stoßen. Erstmals ist der Joint Strike Fighter F-35 in Deutschland zu sehen. Zwei Maschinen F-35A Lightning II der 61st Fighter Squadron, 56th Fighter Wing sind hierzu eigens nach Berlin geflogen. Und der Sikorsky CH-53K – ein Kandidat im deutschen Rüstungsvorhaben „Schwerer Transporthubschrauber (STH)“ – erlebt hier seine Auslandspremiere. Sein Konkurrent von Boeing, der CH-47F Chinook, zeigt ebenfalls auf dem Messegelände auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld Präsenz. Und auch die Bundeswehr bereitet sich als größter Aussteller intensiv auf die ILA vor. Neben Eurofighter, Tornado und A400M werden Hubschrauber eine große Rolle spielen. So sind der Kampfhubschrauber Tiger, der LUH Bell UH-1D, der Schulungshubschrauber EC135, der Bordhubschrauber Sea Lynx Mk 88 A, Der Sikorsky Sea King MK41 und der NH-90 vor Ort. Ein streitkräftegemeinsamer Verband mit Transall, Tiger, NH90, H145M und CH-53G wird ein Szenario „Special Operation Forces Air“ vorstellen.
Der Einsatzverband SOF Air im Überflug. (Bild: Copyright Messe Berlin GmbH)
Von der ILA wird der S&T-Blog ab und zu twittern. Gerade das SOF-Air-Szenario liefert aber schon jetzt die Vorlage auf einen literarischen Appetithappen, bevor es nach Berlin geht. So haben Christian Rastätter (Autor) und Sören Sünkler (Herausgeber) vor einigen Wochen das neue Buch „Helicopters in Special Operations – Hubschrauber im Spezialeinsatz“ vorgestellt.
Das Buch "Helicopters in Special Operations" von Christian Rastätter und Sören Sünkler (Foto: JPW)
Das reich bebilderte, 256 Seiten starke Buch im DinA4- Querformat behandelt die technischen und taktischen Vorzüge des Drehflüglers für den militärischen und polizeilichen Spezialeinsatz. Im Schwerpunkt stellt es dann in alphabetischer Reihenfolge die Nutzerstaaten, deren jeweils eingesetzte Maschinen sowie die Verbände, die diese fliegen oder die mit ihnen geflogen werden, vor. Dabei werden die Hubschrauber-Grundmuster naturgemäß teilweise mehrfach behandelt, allerdings auch die Detailunterschiede bei Technik und Taktik hervorgehoben. Weitere Abschnitte behandeln Verbringung, Einsatzarten, Sonderausstattung wie Winden und Leitersysteme sowie Waffenstationen. Die Darstellung exemplarischer Operationen bildet den Abschluss. Das Buch ist eine veritable Fleißarbeit! Eine  kleine Anregung für eine Folgeauflage wäre es, die wichtigsten technischen Daten der wichtigsten Hubschraubertypen  noch einmal tabellarisch zusammenzufassen. Sonst lässt das Werk wirklich keine Wünsche offen! Die Kollegen von K-ISOM sind auch Medienpartner der ILA und dort präsent!
Der H145M ist nicht nur in dem neuen Buch zu sehen, sondern nimmt auch an der ILA 2018 teil
(Bild: Copyright Messe Berlin GmbH) 


Auch der S&T-Blog ist auf der ILA - bitte gerne Patches zum Tausch gegen die "Roving Tactical Reporter-Wings" mitbringen!
Auf Wiedersehen in Berlin und many happy landings!

Christian Rastätter und Sören Sünkler: Helicopters in Special Operations – Hubschrauber im Spezialeinsatz. 256 Seiten, durchgehend farbig bebildert. Format DinA4 quer. Hochglanz-Festeinband. Nürnberg 1/2017: S.Ka-Verlag. ISBN: 978-3-9815795-5-0. Preis 34,00 € www.k-isom.com; bestellung@k-isom.com
  

Kooperation bei europäischem MALE-RPAS - Elettronica, Hensoldt, Indra und Thales unterbreiten Angebot für zukunftssicheres Missionssubsystem

Berlin (ww) Elettronica, Hensoldt, Indra und Thales – vier europaweit führende Anbieter militärischer Missionssysteme – haben am 24, April 2018 angekündigt, ihr Knowhow für die Durchführung des MALE-Drohnenprogramms (MALE = Medium Altitude, Long Endurance) von Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien zusammenbringen zu wollen. So soll diese Drohne für mittlere Flughöhen und große Reichweite mit der Bezeichnung „European MALE RPAS“ (RPAS = Remotely Piloted Aircraft System) mit einem zukunftssicheren ISTAR-Funktionalität für Missionen zur Nachrichtengewinnung, Überwachung, Zielerfassung und Aufklärung ausgestattet werden.
Die MALE-RPAS soll ab 2019 entstehen (Grafik: OCCAR)
Das europäische MALE-RPAS-Programm wird von der europäischen Beschaffungsbehörde OCCAR geleitet. Am 26. August 2016 wurde der Vertrag über eine Definitionsstudie mit den europäischen Flugzeugbauern Airbus Defence and Space, Dassault und Leonardo unterzeichnet. Die Entwicklungsphase soll 2019 beginnen.
Die Unternehmen Elettronica, Hensoldt, Indra und Thales haben eine Absichtserklärung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften zur Bestätigung ihres gemeinsamen Ziels unterzeichnet, eine kohärente ISTAR-Funktionskette für die MALE-RPAS-Drohne anzubieten, die alle Elemente von Sensoren über Computer bis hin zu Datenverarbeitung und Kommunikation umfasst. Auch für eine Zusammenarbeit mit weiteren Firmen ist das Team offen.

Mittwoch, 18. April 2018

Der Lynx - Rheinmetalls Bewerber für den neuen tschechischen Schützenpanzer

Prag (ww) Die tschechischen Streitkräfte treiben aktuell treiben die Modernisierung ihrer Ausrüstung voran. Unter anderem soll der aus den 1980er Jahren stammende Schützenpanzer BMP-2 durch eine moderne Systemfamilie ersetzt werden. Über 200 neue mittelschwere Gefechtsfahrzeuge stehen in Rede. Die Mehrzahl davon soll mit einem leistungsstarken Mittelkaliberturm ausgerüstet werden. Rheinmetall bewirbt sich bei diesem Vorhaben mit seiner neuen modularen Plattform Lynx („Luchs“) und dem Lance-Turm.
Der Lynx KF31 mit Lance-Turm im scharfen Schuss (Foto: Rheinmetall)
Während Vergleichserprobungen in Vyskov im Sommer 2017 wurde der Lynx mit dem Rheinmetall Lance-Turm präsentiert. Der Lance-Turm verfügt als Hauptbewaffnung über eine stabilisierte und luftsprengpunktfähige Maschinenkanone, wahlweise im Kaliber 30mm oder 35 mm. Damit kann der Lynx Ziele mit hoher Präzision und Wirkung auf bis zu 3.000 Meter – auch aus der Bewegung – hocheffizient bekämpfen. Ebenso lassen sich unterschiedliche Panzerabwehrlenkflugkörper, wie zum Beispiel der durch die tschechische Armee und die Bundeswehr genutzte Eurospike, sowie weitere Effektoren wie beispielsweise ferngesteuerte Waffenstationen, elektronische Gegenmaßnahmen usw. einrüsten.

Dienstag, 17. April 2018

Briten bleiben beim Bullpup: SA80A3 für die gesamte British Army

Nottingham (ww) Die British Army modernisiert ihre Handwaffen. So soll das SA80A3 bzw. L85A3 demnächst querschnittlich in die Truppe kommen und die bisher genutzte Version A2 ersetzen. Damit hält nach Österreich eine weitere europäische Streitkraft zunächst an einer querschnittlichen Bullpup-Standardwaffe fest.
Grenadier Guards üben den Feuerkampf mit SA80A3 bzw. L85A3 (Foto: Grenadier Guards/British Army)
Das SA80A3 fällt zunächst durch seine erdbraune Cerakote-Beschichtung (Flat Dark Earth) auf. Diese soll vor Witterungseinflüssen und Abnutzung schützen und die Tarnwirkung sowohl im sichtbaren als auch im Infrarot-Spektrum verbessern. Nahtlos ineinander übergehende STANAG 4694-Schienen oben auf Gehäuse und Handschutz erlauben die Montage unterschiedlicher Visierungen, Vor- bzw. Nachsatzgeräte und weiteren Zubehörs. Der Handschutz verfügt ebenfalls über eine weitere STANAG 4694-Schienen auf der 6-Uhr-Position und HKey-Schittstellen auf der 3- und der 9-Uhr Position. Er lässt sich dank eines neuen Befestigungssystems schnell abnehmen und erlaubt es dem Lauf, frei zu schwingen. Das soll die Präzision erhöhen und Einsatzreichweiten von rund 300 Metern ermöglichen.
Das SA80A3/L85A3 mit montiertem Elcan Specter-Visier (Foto: JPW)
Die Modernisierung im Wert von mehreren Millionen britischen Pfund erfolgt in der Nottingham Small Arms Facility (NSAF) von Heckler&Koch, der ehemaligen Royal Ordnance Factory Nottingham. So soll auch Handwaffenexpertise im Vereinigten Königreich erhalten bleiben.
Bisher haben die Grenadier Guards als erster Infanterieverband das neue SA80A3 erhalten und erste Erfahrungen damit sammeln können. Hintergrund für diese „Pilotrolle“: Die Grenadier Guards werden die neue Standardwaffe bei ihren bevorstehenden Einsätzen in Kabul/Afghanistan (Operation Toral), im Südsudan (Operation Trenton) und im Irak (Operation Shader) führen.

Montag, 16. April 2018

R. Lee Ermey (1944 - 2018) - Fair winds and following seas

Santa Monica, Kalifornien/USA (ww) Der ehemalige Marine und Schauspieler Ronald Lee Ermey ist tot. Er starb am 15.April 2018 im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.
R. Lee Ermey im Jahr 2007 (Foto: Zachary Becknell, CC-Lizenz)
Ermey diente von 1961 bis 1972 im United States Marine Corps und schied dort als Staff Sergeant aus. Zum Film kam er Ende der 1970er Jahre. Unter anderem spielet er in "Apocalypse Now" einen Helikopterpiloten. Weltruhm erlangte er 1987 als Gunnery Sergeant Hartmann in "Full Metal Jacket". Seither galt er als "lebende Legende". Zahlreiche Engagements in Filmen, TV und in der Industrie folgten. Ermey war zudem Vorstandsmitglied der National Rifle Association. 2002 beförderte ihn der damalige USMC-Befehlshaber General James Lee Jones sogar zum Gunnery Sergeant ehrenhalber.
Ermey hinterlässt seine Frau Nila und vier Kinder. Seiner Familie und allen seinen Kameraden gilt unser Mitgefühl.
Der Spähtrupp SHOT Show 2011 mit dem Gunny, Boulder City 2011 (Foto: JPW)


Fair winds and following seas, Gunny! Semper Fi, Dein Spähtrupp SHOT Show 2011

Donnerstag, 12. April 2018

Historischer Helikopterflug am Holzdorfer Himmel - Sikorsky CH-53K fliegt erstmals in Deutschland

Holzdorf (ww) Erstmals ist der neue Sikorsky CH-53K Heavy Lift Helicopter im Ausland geflogen - und zwar in Holzdorf in Brandenburg!
Die CH-53K bei ihren ersten Flug im Ausland (Foto: Sikorsky/Lockheed Martin)

Der Hubschrauber, den das Marine Corps derzeit einführt, erhob sich über dem dortigen Fliegerhorst in die Lüfte. Hintergrund: Das Sikorsky-Team bereitet derzeit den ersten öffentlichen Auftritt des Bewerbers um das Bundeswehr-Vorhaben "Schwerer Transporthubschrauber (STH)" auf der diesjährigen ILA in Berlin vor. Vielen Dank an Keith für die Übersendung des Bildes!

Sikorsky CH-53K bei Lockheed Martin

Generationswechsel in Dänemark: SIG P320 X-Carry tritt die Nachfolge der SIG P210-DK M/49 an

Ballerup, Dänemark (ww) Die dänischen Streitkräfte bleiben SIG Sauer treu. Ab Ende 2019 soll die P320 X-Carry die legendäre M/49 alias SIG 210-DK als Standard- Dienstpistole ersetzen. Insgesamt sollen 6.000 bis 8.000 neue Pistolen beschafft werden.
Die SIG P320 X-Carry (Foto: Danish Defence Acquisition and Logistics Organisation)
Die SIG P320 durchlief mit drei weiteren Waffen ein mehrwöchiges Auswahlverfahren, in dem taktische Handhabung, Treffsicherheit, Zuverlässigkeit und Ergonomie beurteilt wurden. Letztlich setzte sie sich gegen die Beretta APX, die Canik TP9 SF und die Glock17 Gen 5 durch. Die 188mm lange und 760 Gramm schwere P320 X-Carry verfügt über einen 100 mm langen Lauf kommt ebenfalls im Kaliber 9 x 19 mm. Es stehen zwei Magazintypen mit 17 bzw. 21 Schuss zur Verfügung. Die Pistole wird im Farbton Flat Dark Earth beschafft werden. Offenbar verzichten die Skandinavier auf eine zusätzliche manuelle Sicherung.
Die dänischen Kameraden haben auch ein Video von den Tests online gestellt:

Mittwoch, 11. April 2018

Internationale Anti-Terror-Übung in Wien

Wien (ww) Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus bleibt Aufgabe des gesamten sicherheitspolitischen Instrumentariums. Das kann den Einsatz militärischer Kräfte zum Schutz der eigenen Staatsbürger in der eigenen Heimat einschließen – auch wenn diese Sichtweise noch nicht überall in Mitteleuropa politisch opportun erscheint. Anderswo ist man sicherheitspolitisch deutlich weiter, wie ein neuerliches Beispiel aus Österreich zeigt.
Militärische und polizeiliche Spezialkräfte übten im Einkaufszentrum Simmring (Foto: Bundeseer)


Hier trainierten militärische und polizeiliche Spezialeinsatzkräfte aus sechs Ländern im Rahmen eines CJSOCT-Workshops („Combined Joint Special Operations Counter Terrorism“) die Zusammenarbeit im urbanen Umfeld. Die Übung fand in der Nacht auf den 11. April 2018 in einem Einkaufszentrum in Wien statt.
Leitung der Übung hatte das österreichische Jagdkommando. Der von Oberst Horst Hofer geführte kampferprobte Spezialverband aus Wiener Neustadt beteiligte sich selbst mit 30 Soldaten. Dazu kamen 50 internationale Spezialeinsatzkräfte - militärische Experten aus Polen, Dänemark, Schweden und den USA sowie Polizeieinheiten aus Deutschland (von der Polizei des Freistaates Bayern) und Dänemark.

Donnerstag, 5. April 2018

MBDA und Lockheed Martin schließen Qualifikation der Flugabwehrrakete CAMM für das Startsystem ExLS ab

Stevenage (ww) MBDA und Lockheed Martin haben nach mehreren Tests die Qualifizierung der modularen Flugabwehrrakete Common Anti-air Modular Missile (CAMM) für den dreizelligen Standalone-Starter Extensible Launching System (ExLS) abgeschlossen.
Start einer CAMM aus dem Extensible Launching System (Foto: MBDA)
Bei dem ExLS von Lockeed Martin handelt es sich um eine preiswerte Alternative, um neue Raketen und Munitionssorten in Übersee-Kriegsschiffe zu integrieren. Dabei kommt das Design und die Elektronik von Lockheed Martins bewährter Senkrechtstartanlage Mk 41 Vertical Launching System (VLS) zum Einsatz. Das kompakte dreizellige Senkrechtstartsystem ExLS ist insbesondere für kleinere seegehende Einheiten entwickelt worden. Es lässt sich aber auch in das achtzellige MK41 VLS integrieren und bietet so eine flexible, anpassbare Einbaulösung für größere Schiffe, um hohen Kampfwert bei kleineren Decksaufbauten zu erhalten.
Die von MBDA entwickelte CAMM ist eine äußerst kompakte Rakete, die die Einrüstung verschiedener Waffen bei begrenztem Raum ermöglicht. Sie gilt als die modernste Flugabwehrrakete ihrer Klasse am Markt und hat erst kürzlich erfolgreiche Erprobungen bei der Royal Navy absolviert – unter anderem für das Sea Ceptor-System. So wurde die CAMM im Sommer 2017 erstmals von der Fregatte HMS ARGYLL verschossen. In der Konfiguration für ExLS oder MK41 lassen sich aus einer Zelle vier CAMM-Raketen starten.

www.mbda-systems.com
www.lockheedmartin.com

Sturmgewehr StG77A1MP - neue Handwaffe für die österreichische Militärpolizei

Wien (ww) Das österreichische Bundesheer hat mit dem Sturmgewehr 77A1 MP einen neuen Sturmgewehr-Typ im Inventar. Am Donnerstag. 5. April 2018  übergab Verteidigungsminister Mario Kunasek die neue Version des Sturmgewehrs 77 (StG77) an die Soldaten des Kommandos Militärstreife und Militärpolizei. Insgesamt werden 600 dieser Waffen beschafft, dabei handelt es sich um eine Neufertigung.
Das neue StG 77A1 MP (Foto: Bundesheer/Pusch)


Das Bullpup-Sturmgewehr im Kaliber 5,56 x 45 mm stammt bekanntermaßen von der österreichischen Waffenschmiede Steyr-Mannlicher und verschießt das Kaliber 5,56 x 45 mm. Die Version A1 MP (für „Militärpolizei“) umfasst folgende Neuerungen:
* Gehäuse mit Mil-Std 1913-Schienen,
* Mündungsstück Ase-Utra im „Bird Cage“-Design,
* Signaturdämpfer Ase-Utra,
* Taktisches Laser-Licht Modul Rheinmetall „Vario Ray“,
* Rotpunktvisier Aimpoint Micro T1,
* 3-Fach-Vergrößerungsnachsatz von Aimpoint ,
* schnellverstellbarer Tragegurt.
Verteidigungsminister Mario Kunasek betonte bei der Waffenübergabe in der Maria Theresien-Kaserne , mit der neuen Ausstattung „den konsequenten Weg zur Stärkung der Truppe fortzusetzen.“
Verteidigungsminister Kunasek übergibt die neuen Waffen (Foto: Bundesheer/Pusch)


Die an die Bedürfnisse der Militärpolizei angepasste Waffe erfülle alle Anforderungen, die an ein modernes Sturmgewehr gestellt werden. Das Sturmgewehr 77 A1 MP optimiere die Leistungsfähigkeit des Spezialverbandes des Österreichischen Bundesheeres.

Dienstag, 3. April 2018

Briten kehren ins Boxer-Programm zurück- Bewegung im Rüstungsvorhaben Mechanized Infantry Vehicle

London/München (ww) Das britische Verteidigungsministerium hat am 31. März 2018  angekündigt, über die internationale Rüstungsagentur OCCAR in das Boxer-Programm zurückzukehren. Dies ermöglicht die Beschaffung des gepanzerten 8x8-Fahrzeugs Boxer im Rüstungsprojekt „Mechanised Infantry Vehicle (MIV)“. Das britische Verteidigungsministerium will, daß ein großer Teil einer möglichen Produktion – mindestens 60 Prozent  - sowie die komplette Endmontage der MIV-Boxer im Vereinigten Königreich erfolgen.
Großbritannien gehörte zu den Gründungsnationen im Boxer-Projekt (Foto: Rheinmetall)
Großbritannien gehörte von Beginn im April 1998 an zu den Partnernationen im damaligen „Multi-Role Armoured Vehicle (MRAV)“-Programm, aus dem der Boxer hervorging. Es stieg allerdings 2003 aus dem Projekt aus. Die jetzt erfolgte Entscheidung zur Rückkehr in das Boxer-Programm erfolgte nach einer umfangreichen Marktanalyse. Die entsprechende Beurteilungsphase soll 2019 abgeschlossen sein, bei einer positiven Entscheidung könnten die ersten Fahrzeuge 2023 zulaufen. 
Bei dem Boxer handelt es sich um eine gepanzerte 8x8-Fahrzeugfamilie, die sich bereits in Afghanistan im Einsatz bewährt hat. Der Boxer ist dank seiner modularen Architektur äußerst vielseitig und zukunftssicher. Er bietet ausgezeichneten Schutz gegen ballistische und Minenbedrohungen. Aufgrund seines Designs kann er Missionsmodule mit bis zu 15 Tonnen Nutzlast aufnehmen. Bisher wurden über 600 Fahrzeuge in zwölf unterschiedlichen Versionen an drei NATO-Staaten ausgeliefert oder bestellt: Deutschland, Niederlande und Litauen. Weiterhin hat die australische Regierung den Radspähpanzer Boxer Combat Reconnaissance Vehicle (CRV) zur Beschaffung im Rahmen des umfassenden Modernisierungsprogramms Land 400 Phase 2 vorgeschlagen.
2023 könnten die ersten MIV-Boxer zulaufen. (Foto: Rheinmetall)
Der Boxer wird von der ARTEC GmbH hergestellt, einem Joint Venture von Krauss-Maffei Wegmann (36%) und Rheinmetall (64%). Da auch die britische Verteidigungsindustrie substantiell an dem MIV-Programm beteiligt werden soll, werden seitens der ARTEC und Rheinmetall bereits Gespräche mit einigen britischen Partnern über die Realisierung des MIV-Programms geführt, darunter BAE Systems, Thales UK, Raytheon, Rolls-Royce und Pearson Engineering.
Die OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en Matière d’Armement, Gemeinsame Organisation für Rüstungskooperation) ist eine internationale Organisation zum effizienten und effektiven Management von gemeinsam existierenden und zukünftigen Rüstungsvorhaben. Ihr gehören Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich an. Programmstaaten sind Finnland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Polen, Schweden und die Türkei. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in Bonn.
www.gov.uk
www.kmweg.de
www.rheinmetall.com

Sonntag, 1. April 2018

Gewehr G11-1.4 - neuer Kandidat für die nächste Standardwaffe der Bundeswehr

Berlin/Koblenz (ww) Die Bundeswehr erwägt offenbar, eine völlig neue Handwaffentechnologie in die Truppe einzuführen. So wird derzeit die Beschaffung einer modifizierten Variante der hülsenlose Munition verschießenden Bullpup-Waffe G11 erwogen. Die neue Version trägt die Bezeichnung G 11-1.4 (sprich G Elf Strich Eins Punkt Vier).
Das G11 - hier noch der ältere Konstruktionsstand K1 - im Truppenversuch. Es fällt aufgrund der Bullpup-Bauweise äußerst führig aus. (Foto: JPW)
Das G11-1.4 wird ebenfalls das Kaliber 4,7 x 33 mm hülsenlos verschießen, allerdings  über ein Leichtmetallgehäuse mit integrierten Schnittstellen für Optiken und weitere Anbauteile verfügen und somit deutlich modularer ausfallen. Kuriosität am Rande: Die Bezeichnung „Eins Punkt Vier“ leitet sich nicht etwa aus der vierten Modifizierung des Konstruktionsstandes 1 ab, sondern aus den Initialen der Bearbeiterin im zuständigen Referat für Rüstungelegenheiten im Zentrum für Weiterentwicklung der Transformation der Bundeswehr (ZWETransfBw): Oberleutnant (w) April Deux – A ist der erste, D der vierte Buchstabe im Alphabet.
Doch zurück zur Waffe: Ausschlaggebend für deren Betrachtung als neues Standardgewehr waren mehrere Gründe. So machte man bei der derzeit laufenden Umstrukturierung der Munitionsdepotorganisation einen sensationellen Fund: In einem ehemaligen US-Depot im Hintertaunus,lagerten noch 1,4 Milliarden Wegwerf-Ladeeinheiten mit hülsenlose Patronen im Kaliber 4,7 x 33 mm. Versuche erbrachten, dass diese noch zuverlässig funktionieren und die Präzision selbst bei heißgeschossenen Waffen hervorragend ausfällt. Des Weiteren bietet die kompakte Bullpup-Konstruktion gerade für Operationen in urbanem Gelände und auch für die wechselnde Kampfweise von auf- zu abgesessenem Kampf erhebliche Vorteile. Die hülsenlose Munition spart wertvolle Rohstoffe. Zudem entfällt beim Schießen von der schussschwachen Seite die sonst bei Bullpup-Waffen auftretende Problematik des Hülsenauswurfs. Das Gewehr lässt sich sowohl von Soldatinnen als auch Soldaten gleichermaßen gut führen. Überdies gilt die bereits im „Kalten Krieg“ deutscherseits entwickelte hülsenlose Technologie als eine mögliche Alternative zum seit einigen Jahren vorangetriebenen US-amerikanischen Lightweight Small Arms Technology (LSAT)-Programm. Durch den wiederentdeckten Technologievorsprung rücken die Handwaffen nun weiterhin (endlich!) in die BMVg-Kategorie der „nationalen Schlüsseltechnologien“ auf. Und schließlich spielte auch der neue Traditionserlass eine Rolle: Das G11 baut nicht auf Entwicklungen des Zweiten Weltkriegs auf, sondern war im Kalten Krieg unter großen Anstrengungen der Bundeswehr und der Industrie serienreif entwickelt worden und stand vor der Einführung. „Die bevorstehende Beschaffung der modernen G11-Technologie hat sicherlich zum Umdenken im Warschauer Pakt geführt und somit einen der Grundsteine für die sowjetische Entspannungspolitik gelegt“, so der Militärhistoriker Oberst i. G. Ladislaus Albertstadt auf dem einschlägigen sicherheitspolitischen Blog „augengezwinker“. Wir bleiben an der Geschichte dran! Jetzt aber erst einmal ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Mittwoch, 28. März 2018

Zum Nachlesen: Der neue Traditionserlass der Bundeswehr

Berlin/Hannover (ww): Die Bundesministerin der Verteidigung hat heute den neuen Traditionserlass der Bundeswehr gezeichnet.  Gleichzeitig unterstrich sie den Anspruch dieser weiter entwickelten Richtlinie von 1957 und 1982 mit der Umbenennung der Emmich-Cambrai-Kaserne zu Hannover in Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne: Nämlich, daß sich die Bundeswehr mehr auf ihre eigene Tradition berufen solle.
Die Bundesministerin der Verteidigung übergibt die Erinnerungsurkunde an den Umbenennungsappell an Oberst Dirk Waldau. An dieser Stelle ein Panzer Hurra in Erinnerung an eine gemeinsame Vergangenheit im 1. Quartal 1992 in (Bad) Arolsen bei der 2./PzBtl63! (Foto: Bundeswehr)


Das spiegelt sich in der jetzt erfolgten Umbenennung deutlich wider: General der Infanterie Albert Theodor Otto von Emmich eroberte zu Beginn des Ersten Weltkriegs mit seinem Armeekorps Lüttich. Der Angriff auf das damals neutrale Belgien machte wiederum den Vorstoß nach Frankreich und die Besetzung des Eisenbahnknotenpunktes Cambrai möglich - jenen Ort in Frankreich, an dem Ende 1917 die erste größere Panzerschlacht erfolgte. Hauptfeldwebel Tobias Lagenstein war gelernter Fallschirmjäger und diente später in der Feldjägertruppe. Er fiel als Personenschützer von General Markus Kneip am 28. Mai 2011 bei einem feigen Selbstmordanschlag auf eine Sicherheitskonferenz in Taloquan/Afghanistan. Die Umbenennung setzt sicherlich ein Zeichen in Richtung Einsatzveteranen der Bundeswehr.

Zum Thema Tradition habe ich mich schon verschiedentlich auf dem Blog geäußert. Die heute erschienene aktuelle Fassung des Traditionserlasses gibt es HIER  zum Herunterladen und Nachlesen. Da dazu schon alles gesagt ist, aber noch nicht von jedem, an dieser Stelle nur so viel:
„Traditionspflege und historische Bildung sind Führungsaufgaben. Sie liegen in der Verantwortung der Inspekteure bzw. Inspekteurinnen und Leiter bzw. Leiterinnen der Organisationsbereiche der Bundeswehr sowie insbesondere der Kommandeure bzw. Kommandeurinnen, Dienststellenleiter bzw. Dienststellenleiterinnen und Einheitsführer bzw. Einheitsführerinnen. Diese sorgen für das Beachten und Verwirklichen dieser Richtlinien.“

Es liegt in der traditionswürdigen Geschichte deutscher Armeen, daß man nicht jeden Mist mitmacht. Insofern hoffe ich, daß diese sinnentstellende noch nicht einmal vollständig gegenderte geschlechtsneutrale Formuliererei keine  Tradition in meiner stolzen Streitmacht Bundeswehr werden wird, sondern baldmöglichst auf der Müllhalde der Geschichte landet.

Horrido und Panzer Hurra!

Jan-Phillipp Weisswange

Montag, 26. März 2018

C. G. Haenel CR308 - neuer Selbstlader aus Suhl

Suhl/Nürnberg (ww) C.G. Haenel hat seine Handwaffenfamilie um das CR308 erweitert. Auf der Enforce Tac 2018 stellte das Suhler Traditionsunternehmen die Waffe erstmals vor. Das CR308 folgt – wie die kleinere Schwester CR223 – der AR-Architektur. Aufgrund ihres Kaliber 7,62 x 51 mm kann man die Waffe als AR-10-Klon bezeichnen.
C.G. Haenel CR308 mit Schmidt&Bender 1-8 x 24 ZF und Aimpoint Micro T2 auf Spuhr-Montage sowie B&T-Schalldämpfer (Foto: JPW) 

Bewährte Designeigenschaften des CR223 finden sich auch bei der größeren Schwester: beidseitige Bedienbarkeit oder die 60-Grad-Sicherung sind zwei Beispiele dafür. Ebenso weist der Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss ein Kurzhub-Gaskolbensystem auf. Die Gasabnahme lässt sich von Normal- auf Schalldämpferbetrieb verstellen. Die kaltgehämmerten Läufe sind in den Längen 14.5“/368 mm, 16.65“/420 mm, 18“/457 mm und 20“/508 mm verfügbar. Die Schulterstütze rastet in sechs Positionen. Hieraus ergeben sich je nach Lauf folgende Maximal-/Minimal-Gesamtlängen: 14.5“ – 940mm/856mm, 16.65“ – 981 mm/898mm, 18“ – 1.028mm/940mm, 20“–1.080mm/996mm. Das Gewicht liegt je nach Ausführung zwischen 4.300 und 4.600 Gramm. Serienmäßig verfügt das CR308 über einen Direktabzug, optional ist ein Druckpunktabzug (Match-Abzug) verfügbar. Der Handschutz lässt sich werkzeuglos abnehmen und weist seitliche KeyMod-Schnittstellen auf. Auf der Oberseite von Gehäuse und Handschutz lassen sich dank Mil-Std 1913-Schienen diverse Optiken und Vorsatzgeräte „in line“ montieren.  Die Waffe nimmt AR-10-kompatible Magazine auf, die standardmäßig zugehörigen Kunststoff-Patronenbehälter fassen 20 Schuss. Der A2-Standard-Mündungsfeuerdämpfer weist eine QD-Schalldämpferaufnahme auf. Die Schaftkappe ist demnächst auswechselbar. Pfiffig ist zudem das Riemenbügel-Universaltool: Wird der Riemenbügel entnommen, lässt er sich als Torx-Schraubendreher verwenden.  Die Waffe ist zunächst in schwarz (Zivilmarkt) und in einem sandbraunen Farbton erhältlich. Im Behördenbereich dürfte sie beispielsweise als Präzisions-Selbstlader, als Sicherungsschützenwaffe oder als kompaktes Selbstladegewehr in potentem Kaliber interessant sein.

www.cg-haenel.de

Mittwoch, 21. März 2018

Vor 100 Jahren: Erster deutscher Kampfwagen-Einsatz - und eine Buchempfehlung: 100 Jahre Panzer von Rolf Hilmes

St. Quentin/Koblenz (ww) Vor 100 Jahren, am 21. März 2018, absolvierte die Schwere Panzerwagen-Abteilung 1 ihren ersten Fronteinsatz. Sie unterstützte mit ihren Kampfwagen A7V im Rahmen der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 („Unternehmen Michael“) den Angriff im Abschnitt der 36 Infanteriedivision.
Nachbau des A7V im Panzermuseum Munster. (Foto: JPW)
Dabei gelang es, die feindlichen Gräben im Gefechtsabschnitt aufzurollen und 150 Gefangene einzubringen. Auf feindliche Panzer stießen die A7V bei diesem Einsatz noch nicht, das erste Tankgefecht erfolgte erst am 24. April 1918.
Der Gedenkstein für die Schweren Kampfwagen-Abteilungen 1917/1918 - früher im Ehrenhain der Bundeswehr-Panzertruppenschule Munster aufgestellt, heute im Panzermuseum ausgestellt. (Foto: JPW)
Das denkwürdige Jubiläum nutze ich gerne, um auf eine äußerst gelungene Publikation des deutschen Panzer-Experten Rolf Hilmes hinzuweisen. Das großformatige Buch trägt den Titel „1916 – 2016. 100 Jahre Panzer. Betrachtungen zu Meilensteinen bei der Entwicklung der Panzerkonzepte und der Baugruppentechnologie.“
Das aktuelle Kompendium von Rolf Hilmes (Foto: VFF WTS)
Kenntnisreich und übersichtlich gegliedert betrachtet der Autor darin 100 Jahre Panzergeschichte. Neben der konzeptionellen Entwicklung stehen die Aspekte „Feuerkraft“, „Beweglichkeit“, „Schutz/Überlebensfähigkeit“ und schließlich „Führbarkeit“ im Fokus.
Das Buch ist durchgängig bebildert und ein veritables Kompendium für Kampfpanzertechnologie auf aktuellem Stand! Es ist vom Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz e. V. (VFF WTS) herausgegeben und über die Fachbuchhandlung Collectiana in der Wehrtechnischen Studiensammlung zu beziehen.

Panzer Hurra!

Jan-Phillipp Weisswange

Dienstag, 20. März 2018

MELLS am Mann und am Marder 1A5

Koblenz/Hammelburg/Unterlüß (ww) Neues vom „Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersystem“ MELLS: In Hammelburg fand ein erster Lehrgang an der neuen Waffenanlage statt und der Schützenpanzer Marder ist seit einigen Monaten grundsätzlich in der Lage, MELLS zu verschießen.
Schütze und Truppführer mit MELLS im abgesessenen Einsatz (Foto: Eurospike)
Am Ausbildungszentrum Infanterie durchliefen 15 Soldaten des Deutschen Heeres und der Marine einen Lehrgang zur Einweisung in die neuen Waffenanlage Integrated Command Launch Unit (ICLU) für MELLS. Die ICLU verfügt über ein digitales Visier. Damit können sowohl Schütze als auch Truppführer beobachten. Weitere neue Eigenschaften sind eine intuitiv bedienbare Menüsteuerung sowie die verbesserte Ein- und Weitergabe der Informationen. Während sich der jüngst durch israelisches Industriepersonal durchgeführte Lehrgang noch an die Ausbilder und Multiplikatoren richtete, wird das Ausbildungszentrum Infanterie ab Mitte 2018 Soldaten zum Truppführer und Schießlehrer für die ICLU ausbilden.
Schießen mit MELLS vom Schützenpanzer Marder 1A5 (Foto: Rheinmetall)
Rheinmetall hat darüber hinaus den modernen Panzerabwehrlenkflugkörper MELLS in den Schützenpanzer Marder 1A5 integriert.  Diese Anpassung trägt zur Durchsetzungsfähigkeit der Panzergrenadiertruppe auf den heutigen Gefechtsfeldern und damit zur sicherheitspolitischen Glaubwürdigkeit der Bundesrepublik Deutschland bei.

Montag, 19. März 2018

In eigener Sache: Rasender Taktischer Reporter-Schwingen/Roving Tactical Reporter-Wings als Patch verfügbar

Krefeld (ww) Besucher der EnforceTac und IWA 2018 haben es schon gesehen: Ab sofort ist ein neuer Patch dieses Blogs lieferbar: Die RTR-Schwingen (RTR = Rasender Taktischer Reporter/Roving Tactical Reporter). Wie die weiter verfügbaren S&T-Blog-Relief-Abzeichen auch, sind die RTR-Schwingen in multitarn und in nachttarn verfügbar.
Die RTR-Schwingen in Nachttarn (o.) und in Multitarn (u.) (Foto: JPW)
Die RTR-Schwingen sind 100 mm breit und 50 mm hoch. Sie greifen die Stilelemente des Blog-Logos auf: Das Uhu-Antlitz steht für Strategie, das Zahnrad für Technik und das Gladius für Streitkräfte. Die Schwingen repräsentieren den rasenden Reporter. Das ganze befindet sich auf einem diagonal geteilten Rechteck, dem taktischen Zeichen für Aufklärung, Die untere grünliche Hälfte steht für Infanterie, die obere goldgelbe für Kavallerie.

Donnerstag, 15. März 2018

28 NH90 für Katar

Doha, Katar (ww) Das Emirat Katar hat NHIndustries mit der Lieferung von 28 Mehrzweckhubschraubern NH90 beauftragt. Der Vertrag umfasst 16 taktische Transporthubschrauber (TTH) und zwölf Marine-Maschinen (NFH). Katar wird weiterhin 16 einmotorige H125-Ausbildungsmaschinen erhalten, die zur fliegerischen Ausbildung an der Luftwaffenakademie Katars verwendet werden.
Der NH90 (Foto: Airbus)
Hauptauftragnehmer für das Programm-Management wird Leonardo sein. Airbus übernimmt die Endmontage der 16 NH90 TTH in seiner Fertigungsstätte in Mariagne (Frankreich). Die zwölf NH90 NFH laufen bei Leonardo im norditalienischen Venedig-Tessera von den Bändern. Mit dem jetzt erteilten Auftrag sind 543 NH90 bestellt worden. Bisher wurden 350 Maschinen an 20 Kunden in 13 Staaten ausgeliefert. Diese leisteten bisher 170.000 Flugstunden. Das NH90-Programm wird durch das Konsortium NHIndustries gesteuert, welches zu 62,5 Prozent Airbus, zu 32 Prozent Leonardo und zu 5,5 Prozent Fokker gehört.




www.airbus.com

Mittwoch, 14. März 2018

Rheinmetall-Radspähpanzer nimmt nächstes Zwischenziel bei Land400 Phase 2: Boxer CRV in Australien zur Beschaffung vorgeschlagen

Brisbane/Australien, Düsseldorf (ww) Der Radspähpanzer Boxer CRV hat ein weiteres Zwischenziel im australischen Beschaffungsprojekt Land400 Phase 2 genommen. So hat die australische Regierung das Fahrzeug zur Beschaffung vorgeschlagen. Dies hat der australische Premierminister Malcolm Turnbull heute (14.03.2018) öffentlich verkündet.
Boxer CRV mit Lance-Turm (Foto: Rheinmetall)
Eine entsprechende Beauftragung vorausgesetzt, soll Rheinmetall insgesamt 211 Radspähpanzer Combat Reconnaissance Vehicle (CRV) für die australischen Streitkräfte produzieren. Der Boxer CRV soll das Australian Light Armoured Vehicle (ASLAV) ersetzen. Die Aufklärungsvariante des hochmodernen 8x8-Fahrzeugs wird zudem mit Rheinmetalls Lance-Turm ausgestattet sein, der über eine 30mm-Waffe verfügt. Der Auftragswert für das deutsche Technologieunternehmen soll bei entsprechender Beauftragung bei über 2 MrdEUR liegen.

Dienstag, 13. März 2018

Hessen sucht Mitteldistanzwaffen

Wiesbaden (ww) Die hessische Polizei hat jüngst ihre Ausschreibung für Mitteldistanzwaffen veröffentlicht. Mitteldistanzwaffen (MDW) bringen als begrifflich verhältnismäßig neues Element des polizeilichen Werkzeugkastens oberhalb der Maschinenpistole derzeit Bewegung in die Branche.
Die Mitteldistanzwaffe schließt die Lücke zwischen Maschinenpistole und Sicherungs- bzw. Präzisionsschützengewehr. Hier ein Präzisionsschütze des SEK Frankfurt am Main mit einem FN SCAR-H auf einer Übung (Foto: PP FFM)
In der aktuellen Europäischen Sicherheit&Technik biete ich folgende Arbeitsdefinition an: „Mitteldistanzwaffen sind kompakte Langwaffen im Gewehrkaliber, welche möglichst alle polizeilichen Einsatzkräfte befähigen sollen, gegen militärisch agierende und ausgerüstete, womöglich ballistisch geschützte Gewalttäter auf mittlere Distanzen (bis 100 Meter; wobei dies kein Dogma darstellt) sicher und möglichst ohne Gefährdung Unbeteiligter zu wirken. Sie schließen die Lücke zu Sicherungs- und zur Präzisionsschützenwaffen.“ Etwas anders und kürzer drücken es die Hessen in den Ausschreibungsunterlagen aus: „Die Mitteldistanzwaffe (MDW) dient als kompaktes schultergestütztes Waffensystem für mittlere Einsatzdistanzen. Ihr Einsatzzweck ist die Herstellung polizeitaktisch erforderlicher Waffenüberlegenheit.“