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Freitag, 16. August 2019

Project Greyfin - Modernisierungsprogramm für die Spezialkräfte Australiens

Sydney (ww) Die australische Regierung hat das Modernisierungsprogramm „Project Greyfin“ auf den Weg gebracht, welches die Kampfkraft der australischen Spezialkräfte erhöhen soll. „Globale Bedrohungen werden sich fortentwickeln und sich dabei auch auf die Interessen Australiens auswirken“, so Premierminister Scott Morrison. „Durch diese Ausgaben verhelfen wir es unseren Spezialkräften zu neuester Technologie und ermöglichen ihnen so einen Vorsprung gegenüber jenen, die unsere Interessen bedrohen.“
Commandos in einem Festrumpfschlauchboot (Foto: MoD Australia)
In einer ersten Stufe bewilligte die Regierung 500 Millionen Australische Dollar (ca. 302 Mio Euro) über einen Zeitraum von vier Jahren. Über die nächsten 20 Jahre sollen insgesamt 3 Mrd AUSD (ca 1,81 Mrd €) für die Spezialkräfte bereitgestellt werden. Ziel ist es, Verbände wie das Australische Special Air Service Regiment oder die beiden Commando-Regimenter zu den leistungsfähigsten Truppenkörpern ihrer Art im Indo-Pazifischen Raum zu machen.
Neue Waffen, Schutzwesten und Ausrüstung sollen ebenso zulaufen...(Foto: MOD Australia)
Mit den jetzt bereitgestellten Haushaltsmitteln sollen neue ballistische Schutzausstattungen, Waffen, Drohnen, Fallschirmsprungsysteme, Tauchgeräte und Kletterausstattung beschafft werden. Weiterhin stehen moderne Fernmeldemittel, medizinische Ausrüstung, Kampfrettung und die Ausbildung im Fokus. Darüber hinaus sollen bis 2022 bis zu 16 SOF-Unterstützungshubschrauber zufliegen.
...wie bis zu 16 neue Unterstützungshubschrauber (Foto: MOD Australia)
Hintergrund für Project Greyfin ist die zunehmend angespannte sicherheitspolitische Lage im Indo-Pazifischen Raum . So zeigen sich die USA und Australien wegen verschiedener Aktivitäten der chinesischen Streitkräfte im südchinesischen Meer besorgt. Auch Berichte über eine angebliche chinesische Basis in Kambodscha und ein bevorstehendes Unabhängigkeitsreferendum in der zu Papua-Neuguinea gehörenden autonomen Region Bougainville gelten als mögliche Brennpunkte. Wohl auch deshalb begrüßt die australische Opposition die höheren Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit. Mit Project Greyfin erreicht Australien sein Ziel, im Haushaltsjahr 2020-21 zwei Prozent seines Haushaltes für die Verteidigung auszugeben.
Zugangssprengung (Foto: MOD Australia)
Die australischen Spezialkräfte sind im Special Operations Command zusammengefasst. Sie bestehen aus dem Headquarters Special Operations Command, dem 1st Commando Regiment, dem Special Air Service Regiment, dem 2nd Commando Regiment, dem Special Operations Engineer Regiment, der Special Operations Logistics Squadron, dem Special Operations Training & Education Centre und der Parachute Training School.

Dienstag, 13. August 2019

Eins und eins macht eins - Rheinmetall stellt 60mm-Mörser RSG60 für Infanterie und Spezialkräfte vor

Düsseldorf (ww) Kompakte Mörser verhelfen Infanterie und Spezialkräften zu einer eigenen Steilfeuer-Fähigkeit. Auf diese Weise lassen sich selbst verschanzte Gegner auf Entfernungen bekämpfen, wohin die Flachfeuerwaffe oder die Granatmaschinenwaffe nicht mehr hinreicht.
Rheinmetall hat jetzt seinen neuen RSG60 vorgestellt, eine neue 60mm-Mörserwaffe für Infanterie und Spezialkräfte. Er weist neuartige Design- und Konstruktionsmerkmale auf. 
Rheinmetall RSG60 als Standard-Infanterieversion... (Foto: Rheinmetall)
Das rund 70 Zentimeter lange Waffenrohr besteht aus Stahl mit einer Kohlefaserumwicklung, um einerseits die notwendige Festigkeit und andererseits ein leichteres Gewicht zu erreichen. So ist das Waffenrohr rund 30 Prozent leichter als ein konventionelles Mörserrohr aus Stahl. Die Bodenplatte besteht aus einem Kohlefaserverbundwerkstoff.
Das neuartige Design der Waffe wirkt sich platzsparend aus und ermöglicht es den Nutzern, den Mörser in wenigen Sekunden aus der Transportstellung heraus feuerbereit zu machen. Weiterhin wird der RSG60 als „Zwei-in Eins-Lösung“ präsentiert. So lässt sich die 15,8 Kilogramm schwere Standard-Variante des handlichen Steilfeuersystems mit wenigen Handgriffen und werkzeuglos zu einem 6,8 Kilogramm schweren Kommandomörser umwandeln. Das hierzu erforderliche Lösen vierer Haltebolzen nimmt nur rund etwa 30 Sekunden in Anspruch.
...als Kommando-Variante...(Foto: Rheinmetall)
Rheinmetall gibt die Reichweite der Standardausführung je nach Munition und Ladung mit bis zu 3200 Metern an. Mit einer etwa 30 Zentimeter langen Rohrverlängerung lässt sie sich nochmals um rund 500 Meter steigern. In der Kommando-Variante erreicht der RSG60 eine Reichweite von rund 2000 Metern.
...und in Transportstellung (Foto: Rheinmetall)
Die Entwicklung der neuen Mörserwaffe begann im Oktober 2017. Ziel Rheinmetalls war es, das Portfolio seiner vielseitigen 60mm-Mörsermunitionsfamilie und seiner Feuerleitkomponenten um eine zugehörige und zukunftsträchtige Waffe zu ergänzen. Von Anfang an standen daher Gewichtsersparnis, Schnelligkeit und Ergonomie im Zentrum der Entwicklungsarbeiten des RSG60. Der RSG60 hat bereits mehrere Testschießen erfolgreich absolviert.

www.rheinmetall-defence.de

Karriere in Koblenz - BAAINBw sucht Ingenieure, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Beamten

Koblenz (ww) Gerne geben wir einen Terminhinweis des Bundesamtes für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) weiter. Die Beschaffungsbehörde sucht derzeit vor allem Ingenieure, Juristen Wirtschaftswissenschaftler aber auch Beamten für den technischen und nichttechnischen Dienst. Hierzu veranstaltet das BAAINBw am 16. Und 17. August in Koblenz-Rauental zwei Karrieretage, um allen Interessierten einen detaillierten Einblick in den Rüstungsbereich der Bundeswehr als Arbeitgeber zu ermöglichen.

Die Veranstaltung beginnt am 16. August 2019 um 15.00 Uhr und endet um 19.00 Uhr. Am 17. August starten die Karrieretage um 10.00 und enden um 16.00. Veranstaltungsort ist das BAAINBw, Ferdinand-Sauerbruch-Straße 1, 56073 Koblenz.
Besucher und Bewerber sind herzlich willkommen. Interessierte können vor Ort einen Eindruck vom Arbeitgeber Bundeswehr und den Aufgaben im BAAINBw gewinnen, Fragen stellen und direkt eine Bewerbung abgeben. Weitere Informationen unter www.bundeswehr-karriere.de
Das BAAINBw hat Sitze in Koblenz und Lahnstein und ist zuständig für Beschaffung, Bewirtschaftung und Grundsatzfragen rund um die Themen Rüstung, Nutzungsmanagement, Informationstechnik, und Versorgung der Bundeswehr.
www.bundeswehr-karriere.de

Montag, 12. August 2019

European Best Sniper Competition 2019 - hervorragender dritter Platz für Hammelburg

Grafenwöhr (ww) Vom 20. bis zum 26. Juli 2019 richtete das 7th Army Training Command der U.S. Army in Grafenwöhr den European Best Sniper Team Competition aus.  30 Mannschaften aus 16 Nationen nahmen daran teil, um sich in verschiedenen Disziplinen zu messen. Die Mannschaft der Scharfschützeninspektion des Ausbildungszentrums Infanterie aus Hammelburg belegte dabei einen hervorragenden dritten Platz. Sieger wurde eine Equipe der französischen Fremdenlegion vor einem tschechischen Team.
(Grafik: U.S. Army)
Der fünf Tage lange Wettkampf stellte die Teilnehmer aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Lettland, Niederlande, Polen, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechien, Türkei und den USA mit 30 einzelnen Stationen sowohl vor physische als auch psychische Herausforderungen.
Scharfschütze und Spotter des Ausbildungszentrums Infanterie mit G22A2 und G27 (vorne).
(Foto: Gertrud Zach/U.S.Army)
Geprüft wurden Schießleistungen mit dem Scharfschützengewehr, dem halbautomatischen Scharfschützengewehr, der Standardwaffe und der Pistole. Ziele in bis zu 700 Meter Entfernung galt es zu bekämpfen. Das erfolgte vom Schießgestell, mit Partnerunterstützung, freihändig, aus Gebäuden und sogar vom Schlauchboot aus – und teils unter Zeitdruck.
Schwedische Scharfschützen in unterschiedlichen Schießpositionen (Foto: Gertrud Zach/U.S.Army)
Spanisches Team auf dem Marsch in die Stellung (Foto: Gertrud Zach/U.S.Army)
Ein italienischer Spotter bekämpft Ziele im Nahbereich mit der Kurzwaffe (Foto: Gertrud Zach/U.S.Army)
Spotten, Schießen, Schlauchbootfahren (Foto: Gertrud Zach/U.S.Army)
Gewertet wurden benötigte Zeit und Trefferleistung. Bei der durch die lettischen Streitkräfte betriebene Station „Field Fire“ mussten Scharfschütze und Spotter unter Zeitdruck ihren Weg zur letzten Stellung in einem Gebäude freikämpfen. Anschließend mussten sie aus dem genommenen Gebäude heraus ein letztes Ziel durch ein „Loophole“ aufklären und bekämpfen.
Field Fire: Annäherung an die letzte Feuerstellung unter Feinddruck, nehmen des Gebäudes und Zielbekämpfung durch ein „Loophole“ (Fotos: Torsten Kraatz/Bundeswehr)






Neben den Schießdisziplinen standen Orientierung im Gelände, Selbst- und Kameradenhilfe und weitere Disziplinen im Fokus. Natürlich prüften die Ausrichter auch die Paradedisziplin der Sniper, nämlich die unerkannte Annäherung („Stalking“), ab. 
Ein deutsches Team beim „Stalking“ (Foto: Torsten Kraatz/Bundeswehr)

Ausgerechnet an einem der bis dato heißesten Tage des deutschen Sommers 2019 war ein Zwölf-Meilen-Gepäckmarsch mit sämtlicher Ausrüstung zu absolvieren. Bei über 30 Grad Celsius marschierten die Teilnehmer 19 Kilometer im Eilmarsch. Dabei waren neben 16 Kilo Gepäck auch noch Waffe und Wasser mitzuführen.
Der Gepäckmarsch am letzten Wettkampftag (Foto: Torsten Kraatz/Bundeswehr)
Dem Gepäcklauf schloss sich als letzte Disziplin der „Cold Bore Shot“ an, ein Schießen auf Ziele in über einer halben Meile Entfernung, welche mit Erstschusstreffern zu bekämpfen waren.
Das Team des Ausbildungszentrums Infanterie belegte einen hervorragenden dritten Platz
(Foto: Torsten Kraatz/Bundeswehr)

Neben dem Wettkampf selbst dient die jährlich ausgerichtete Veranstaltung dem Erfahrungsaustausch der „Sniper Community“ sowie der Kontaktpflege und der Verbesserung der Interoperabilität. So besteht im Rahmen des „Friendship Shoot“ die Möglichkeit, die Handwaffen der anderen Teams auszuprobieren. Und natürlich kam auch die internationale Kameradschaftspflege nicht zu kurz. Auf die Folgeveranstaltung im nächsten Jahr freuen sich schon jetzt wieder alle Teilnehmer.