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Mittwoch, 1. April 2015

Neues Tarnmuster für die Bundeswehr

Berlin (ww) Die Ausrüstungsmängel der Bundeswehr halten an. So rückt jetzt der Fünf-Farben-Tarndruck ins Zentrum der Kritik.
Truppenversuch mit Multicam, MG3KWS und Glock P9A1. Foto: Stephan N.
„Die ersten Trageversuche des heutigen Flecktarns liefen bereits in den 1970er Jahren“, so Oberstleutnant i. G. (w) Leonie-Donata von Flunker aus dem Bundesministerium der Verteidigung. „Damals dachte noch niemand an Klimawandel und Ozonloch. Streng genommen war der Fünf-Farben-Tarndruck also schon bei der Einführung fast 20 Jahre später veraltet.“ Fachleute wundern sich – denn schließlich gab es aus der Truppe bisher keine Beschwerden über die angeblich untauglichen Flecktarn-Kampfanzüge. Allerdings wies der Wehrbeauftragte mehrfach darauf hin, daß Spezialkräfte bereits Multicam nutzten. Flecktarn hingegen sei für rückständige Zwangsdienstarmeen des kalten Krieges entwickelt worden. Auch der Bundesrechnungshof, welcher nach der Wiedervereinigung angesichts der überfüllten Depots der Nationalen Volksarmee zunächst das Auftragen der „Ein-Strich-Kein-Strich“-Feldanzüge prüfen ließ, regte bereits zur Umrüstung auf ein universelles Tarnmuster an. So ließen sich Kosten sparen. Das haben Erfahrungen in Dänemark gezeigt, welches seine beiden bisherigen Tarnmuster durch Multicam ersetzt hat (auch der SuT-Blog berichtete bereits über die neue M/11-Kampfuniform). Eine noch nicht veröffentlichte Untersuchung unter Federführung der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, an der die für das Bekleidungsmanagement zuständige LHBw nicht beteiligt war, weist bereits in die Richtung, daß es schnellstmöglich Ersatz geben soll. Eine Weisung des Generalinspekteurs der Bundeswehr ist bereits in Arbeit. Die Auslandskontingente freilich sind zunächst nicht betroffen. „Der Drei-Farben-Tarndruck bewährt sich gut, so daß dort kein Handlungsbedarf besteht“, so von Flunker, die seit ihrem Bachelor-Abschluss in Kunstgeschichte im Bundeswehr-Planungsstab Dienst leistet.
Schulterklappen Oberstleutnant auf PenCott GreenZone. Foto: Leonie-Donata v. Flunker
Doch auch wenn bereits erste Truppenversuche mit Multicam laufen, habe man sich noch nicht festgelegt. „Eine mögliche Lösung ist PenCott GreenZone, welches ich persönlich im Rahmen meiner demnächst anstehenden Kommandeurverwendung in der Heeresaufklärungstruppe mit meinem Lehrbataillon testen werde.“

Kommentare:

  1. Bachelor in Kunstgeschichte- I like- Glück ab für die neue Verwendung und einen frohen 1. April!

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    1. Informier dich mal, wer die Tarnmuster der Wehrmacht entworfen hat, bevor du dich blamierst ;)

      Wenn man vom Thema keine Ahnung hat, insbesondere vom fachlichen, einfach mal den Mund halten :)

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  2. Unglaublich, dieses Geschwafel…Klimawandel, Ozonloch…
    Frau von Meier-Schlau hat echt noch gefehlt! Bereits in den 30er Jahren
    des vergangenen Jahrtausends hat man herausgefunden, dass es nicht
    nur eine Tarnfarbe/ein Tarnmuster für alle denkbaren Fälle geben kann (Tarnjacke, wendbar, Schutzstaffel).
    Und so sind alle Einheitstarnanzüge nur Kompromisse…MultiCam ist gut: dort, wo es
    hinpasst; Pencott ist gut: dort, wo es hinpasst und 5-Farben-Tarndruck ist gut, dort, wo er hinpasst. Man will Kosten sparen? Dann hört mit diesen unnützen Debatten auf – Flecktarn ist
    gut, vor allem in der aktuellen Farbgebung!
    Gruß
    Ralf Bardutzky
    (PzGrenZgFhr)

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