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Sonntag, 1. Juni 2014

Scorpion sticht zu

Washington/Bonn (ww) Das Camouflage Improvement Effort der U.S. Army neigt sich offenbar dem Ende entgegen. So soll das Muster „Scorpion“ als neues flächendeckendes Tarnschema Kampfuniformen und weitere Ausrüstungsstücke der U.S. Army zieren.
Objective Force Warrior (OFW) in Scorpion-Tarnuniform. Foto: U.S. Army
Scorpion wird damit in den nächsten Jahren das 2004 eingeführte graugrün-digitalisierte „Universal Camouflage Pattern“ (UCP) ablösen. Scorpion war Anfang dieses Jahrtausends im Auftrag der U.S. Army-Natick Soldier Systems Centre von der New Yorker Firma Crye-Precision im Zuge des Objective Force Warrior-Programmes entwickelt worden. Das darauf basierende „Multicam“ hat sich unterdessen zu einem auch innerhalb der NATO weit verbreiteten Tarnschema verbreitet, welches die U.S. Army ebenfalls als Operation Enduring Freedom Camouflage Pattern (OCP) an ihre Afghanistan-Kontingente ausgibt. Anders als bei Scorpion liegen die Rechte für Multicam aber nicht bei der U.S. Army, sondern bei Crye Precision.
Inwieweit es noch Detailänderungen bei Scorpion geben wird – beispielsweise ob ein Army-eigenes Logo wie bei den Marpat-Mustern der Marines eingearbeitet wird – ist noch nicht entschieden. Ebenso bleibt abzuwarten, ob Scorpion wie UCP ein „open-source“-Muster werden wird.
In der Bundeswehr wird Multicam mitunter als dezentral beschafftes Tarnmuster für aride Umgebungen genutzt. Es ist aber nicht offiziell eingeführt worden. Stattdessen entwickelt man ein eigenes arides Tarnschema. Dieses ähnelt von der Musterung her dem Fünf-Farben-Tarndruck, verwendet aber multicam-ähnliche Farben.

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