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Freitag, 15. Mai 2015

SPRINT voran - digitalisierte Gefechstfahrzeuge für das digitalisierte Gefechtsfeld

Munster/Koblenz (ww) Das Gefechtsfeld der Zukunft digitalisiert sich. Das spiegelt sich natürlich auch in der Ausstattung der dort eingesetzten Akteure wider. Auch deutsche Streitkräfte und Industrie arbeiten derzeit an verschiedenen Modernisierungsvorhaben. Ein Beispiel ist das Projekt „SPRINT“ (Systronics Project on Intelligent Network Technologies).

SPRINT-Technologietrräger auf dem Symposium "Panzergrenadier 2030" in Munster. Foto: JPW
Unter der engagierten Leitung der Abteilung K1.2 des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) werden hier diverse bemannte Experimentalfahrzeuge sowie unbemannter Subsysteme zu einem Effektorenverbund vernetzt. Ein weiteres Beispiel ist das Vorhaben der teilautomatisierten Wirkungskette „Zielerfassung, Zielverfolgung und Waffeneinlauf/Nachführung (ZZW)“. Beide Vorhaben werden derzeit im Rahmen einer „Roadshow“ auf verschiedenen Vorführungen gezeigt. Den Anfang bildete das Symposium „Panzergrenadier 2030“ Anfang März in Munster.

Samstag, 9. Mai 2015

Kettenrasseln am Kreml - Russland präsentiert neues Großgerät

Moskau (ww) Schon traditionell gehört das Anschauen der Siegesparade am 9. Mai auf dem Roten Platz in Moskau zu den Fixterminen für sicherheitspolitische und wehrtechnische Journalisten. Denn traditionell führen die dort paradierenden Streitkräfte im Rahmen der prestigeträchtigen Veranstaltung ihre neuesten Waffensysteme vor.

Lange angekündigter Höhepunkt der Parade anläßlich des 70sten Jahrestages des Sieges im „Großen Vaterländischen Krieg“ war die neue Armata-Kettenfahrzeugfamilie. Einige Tage vorher hatte das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation bereits Grafiken dieser und weiterer erstmals gezeigter Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Neues Arbeitspferd für die Dragoner - SPz Puma erhält Nutzungsgenehmigung

Koblenz (ww) Für die Panzergrenadiertruppe – die modernen Dragoner – zeichnet sich ein Ende des Wartens auf ihr neues Arbeitspferd ab. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat jüngst die Genehmigung zur Nutzung des Schützenpanzers Puma erteilt.
Der SPz Puma im Gelände. Foto: PSM via Rheinmetall
Damit steht der Einführung des Schützenpanzers Puma bei der Bundeswehr nichts mehr im Wege. Ein Nebeneffekt: Mit regulären Kennzeichen darf der Puma seit kurzem auch auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Sukzessive wird der Puma bei der Bundeswehr Schützenpanzer des Typs Marder ablösen, dessen Ursprungsversion bereits vor über 40 Jahren an die Panzergrenadiere ausgeliefert wurde.

Dienstag, 5. Mai 2015

Neues MG ab Mai: HK121 wird MG5

Berlin/Oberndorf (ww) Die Bundeswehr erhält ein neues Maschinengewehr. Ab Mai läuft das Heckler&Koch HK121 als neues MG5 der Truppe zu.
MG5A2 (Infanterie) mit MG5-Standard-Wechsellauf. Foto: JPW

Wie ein Sprecher des Bendler-Blocks auf Nachfrage mitteilte, wurde ein Termin für die geplante formelle Übergabe des Maschinengewehrs MG5 an die zukünftigen Nutzer aber noch nicht festgelegt. Seitdem wir das erste Mal über das Universal-MG HK121 im Kaliber 7,62 x 51 mm berichtet haben, hat die Waffe diverse Truppenerprobungen in allen Klimazonen erfolgreich durchlaufen. Aufgrund der Praxistests gab es darüber hinaus noch einige Detailänderungen. Mehr dazu demnächst hier und in den einschlägigen Publikationen.

Montag, 4. Mai 2015

Viele Rollen: Radpanzerfamilie Badger für die SANDF

Pretoria/Lyttelton (ww) Das Radpanzerprogramm Badger der South African National Defence Force kommt voran. Auf dem Rheinmetall Denel Defence Day 2015 traten erstmal zwei Varianten dieser vielseitigen 8x8-Fahrzeugfamilie in Aktion: ein Radschützenpanzer und ein Raketenjagdpanzer.
IFV Badger - oben auf dem Turm die Kommandantenoptik. Foto: JPW

Die SANDF brachte die Badger-Familie 2007 auf den Weg – vornehmlich ging es um den Ersatz des Ratel-Transportpanzers. Nachdem Denel Land Systems 2010 die Ausschreibung gewinnen konnte, erhielt das Unternehmen 2014 den abschließenden Vertrag über die Lieferung von 238 (statt ursprünglich 264) Exemplaren in unterschiedlichen Varianten Die ersten Fahrzeuge laufen derzeit zu.

Samstag, 25. April 2015

ANZAC Day 2015 - 100 Jahre Schlacht von Gallipoli

Istanbul/Berlin (ww) Heute vor 100 Jahren begann mit der Landung des Australian New Zealand Army Corps (ANZAC) die Schlacht von Gallipoli.

Diese Skizze des Dardanellen Feldzuges entstammt dem Buch Otto Liman von Sanders "Fünf Jahre Türkei". Foto: JPW
Sie gilt nicht nur als der Kulminationspunkt im Ringen um die Entscheidung der „Orientalischen Frage“, in dem das Deutsche Reich als strategischer Bündnispartner an der Seite des Osmanischen Reiches stand. Wie Klaus Wolf in seiner akribischen, 2008 im Report Verlag erschienenen Studie „Gallipoli 1915“ herausgearbeitet hat, hatte der türkische Sieg von Gallipoli weitreichende strategische Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Krieges. Mustafa Kemal, später Atatürk genannt, leitete aus ihr seine Rolle als Volksheld und Retter der Türkei ab, die er später als ihr erster Präsident in eine westliche Ausrichtung führen sollte. Australien und Neuseeland sehen die Niederlage von Gallipoli noch heute als wesentlichen Grund für den Schritt in die Unabhängigkeit und die Lösung vom britischen Mutterland an. Sie begehen jährlich den ANZAC Day am 25. April mit Gedenkveranstaltungen und Paraden.
In Deutschland hingegen geriet die Schlacht weitgehend in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn aus militärhistorischer Sicht war Gallipoli die erste und einzige Schlacht im Ersten Weltkrieg, die auf beiden Seiten umfassend im multinationalen und streitkräftegemeinsamen Zusammenwirken ausgefochten wurde. Sie hat damit eine herausragende Bedeutung bekommen.

Kanonade am Kap: Eindrucksvoller Rheinmetall Denel Defence Day 2015

Overberg (ww) Mit dem Rheinmetall Debel Defence Day 2015 fand vom 20. bis zum 23. April 2015 eine der weltweit größten Schießvorführungen im scharfen Schuss statt. Rund 400 Gäste aus 57 Nationen waren der Einladung der beiden Partner Rheinmetall und Denel in das legendäre Testzentrum Overberg – etwa zwei Autostunden südostwärts von Kapstadt am Indischen Ozean gelegen – gefolgt.

Ein altes Geschütz vor dem 1666 - 1679 errichteten Kasteel de Goede Hoop in Kapstadt. Foto: JPW
Mit Unterstützung der South African National Defence Force bot sich ihnen ein aufwendig gestaltetes Schießprogramm von Munition der Kaliber 20mm bis 155 mm.

Zudem gab es Luftunterstützung: Ein Kampfhubschrauber Rooivalk schoss sowohl mit FZ 90mm-Raketen als auch mit seiner GL-2-Maschinenkanone in 20 mm x 139 auf Hartziele. Und eine Hawk setzte präzisionsgelenkte Abwurfmunition ein.

Rooivalk bekämpft Hartziel. Foto: JPW
Da Bilder mehr sagen als Worte, gibt es hier ein paar Eindrücke – in aufsteigender Anordnung.