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Sonntag, 4. Dezember 2016

Begadi FronTier One Bekleidungssystem im PenCott GreenZone

Dietingen (ww) Begadi hat eine neue Softshell-Bekleidungslinie in PenCott GreenZone auf den Markt gebracht. Das FronTier One Ultraleicht Bekleidungsystem ist exklusiv in Pencott Greenzone gefertigt. Sie besteht aus ultraleichtem Greenzone 50D Polyester, ist mit einer DWR (Durable Water Repellent) Beschichtung ausgestattet und IRR sicher. Damit ist das Bekleidungssystem die leichteste und flexibelste Bekleidung im Begadi-Portfolio.
Die FronTier One Softshell-Bekleidungssystem. (Foto: Begadi)
Zu dem System zählen Windproof Softshell Hose und Jacke sowie der Cold Weather Primaloft Anorak. Bei Jacke und Hose verzichtete Begadi bewusst auf eine Fleece- oder Isolierschicht, wodurch die Bekleidung sehr leicht ausfällt und bis zu fünf Mal schneller als normale Feldbekleidung trocknen soll. Sie kann ganzjährig getragen werden. Der als Schlupfjacke ausgeführte Anorak verfügt über eine Primaloft-Isolierschicht und bildet die Kälteschutzkomponente des Systems.
Weitere Informationen bei Begadi


www.begadishop.de

Samstag, 3. Dezember 2016

Kommentar: Kampf um die Köpfe statt Kampf um Kopfzahlen

Berlin (ww) Angesichts der immer komplexeren sicherheitspolitischen Herausforderungen bleiben die deutschen Streit- und Sicherheitskräfte auf erstklassiges Personal angewiesen. Wie ernst die Lage diesbezüglich aussieht, bekam der interessierte Bürger in den letzten Tagen gleich dreifach vor Augen geführt: In Köln flog beim Bundesamt für Verfassungsschutz ein per Stellenanzeige rekrutierter ehemaliger Porno-Darsteller als islamistischer Maulwurf auf. Die Bundesministerin der Verteidigung stellte ihre neue Personalgewinnungsstrategie vor, die u. a. die Einstellung von Schulabbrechern in die attraktive Arbeitgeberin Bundeswehr anregt, um deren Personalkörper flexibel atmen zu lassen. Und das doch noch prestigeträchtige Bundeskriminalamt konnte von 120 ausgeschriebenen neuen Kommissaranwärterstellen nur etwas mehr als die Hälfte besetzen, da die Kandidaten – immerhin Abiturienten – reihenweise am deutschen Rechtschreibtest scheiterten.

Bildung und Sicherheitspolitik stehen in engem Zusammenhang. Leider ist vor allem in Deutschland Bildung zu fachidiotischer Schnellqualifizierungsinflation degeneriert, bei der vor allem die gering qualifizierten Mitbürger auf der Strecke bleiben. Denn die sehen sich in der teuer beraten(d)en aber immer weniger produzierenden Wirtschaft kaum besser gestellt als die steigende Zahl der Metöken, die durch staatlich bereitgestelltes Brot und Spiele ruhig gehalten werden. Von daher bleibt auch abzuwarten, inwieweit Rekruten ohne Schulabschluss die Chance der Bundeswehr als Schule der Nation begreifen werden.

Der Bildungsmisere-Bumerang kommt jedenfalls alleine im Bereich der Sicherheitspolitik nun gleich mit doppelter Kraft zurück: Erstens ist das Interesse an Sicherheitspolitik generell relativ gering ausgeprägt – was sich nicht zuletzt an mangelnden Bewerberzahlen für die Streit- und Sicherheitskräfte widerspiegelt. Und zweitens sehen diese sich hierdurch wiederum genötigt, ihre Ansprüche anzupassen – ein Euphemismus für „senken“. So degeneriert selbst der „Kampf um die besten Köpfe“ zum bloßen „Kampf um Kopfzahlen“.

Gerade um wenigstens die im jüngsten Weißbuch vielbeschworene gesamtgesellschaftliche „Resilienz“ zu erreichen (ich plädiere nach wie vor, daß Wehrhaftigkeit der Anspruch sein muss), reicht aber selbst der Kampf um die Kopfzahlen nicht mehr aus. Um die besten Köpfe zu gewinnen, muss der Kampf bereits in den Köpfen beginnen – gefördert von einer wirklichen Bildungspolitik, die dabei hilft, gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und so ihren Teil dazu beiträgt, den Bürger zu mehr Verantwortungsbereitschaft zu erziehen.

Jan-Phillipp Weisswange

Freitag, 2. Dezember 2016

Big Bang im Fokus - Polizeitrainer-Seminar über Kampf gegen militärisch organisierte Kleingruppen

Wiesbaden (ww) Paris, Brüssel, Nizza – das Wesen terroristischer Bedrohungslagen hat sich massiv erweitert. Europol erwartet in einem jüngst veröffentlichten Bericht „Changes in Modus Operandi of Islamic tate (IS) revisited“ weitere Angriffe, zumal der „Islamische Staat“ (IS) durch die US-geführte „Koalition der Willigen“ im Irak und Syrien zurückgedrängt werde und Kämpfer nach Europa fliehen würden. Auch die Sicherheitsbehörden in Deutschland stellen sich auf einen „Big Bang“ ein – einen terroristischen Angriff, der auf hohe Opferzahlen in kurzer Zeit zielt.
Kämpfer des "Islamischen Staates". Quelle: Screenshot
Ähnlich wie bei einer Amoklage auch, fällt den ersten Einsatzkräften vor Ort als „First Responder“ eine Schlüsselrolle zu. Sie müssen die Angreifer lokalisieren, isolieren und – ggf. bereits vor Eintreffen von Spezialkräften – schließlich neutralisieren. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede beim taktischen Vorgehen. Grund genug also für den Verein „Polizeitrainer in Deutschland e. V. (PiD) sich des Themas anzunehmen. Rund 90 Kolleginnen und Kollegen  konnte das Team um „Ecko“ Niebergall Anfang November 2016 im Taunus zum PiD-Fachseminar „Kampf gegen militärisch organisierte Kleingruppen“ begrüßen.

Freitag, 25. November 2016

Lagefortschreibung LASER: MBDA testet neuen Effektor erfolgreich

Schrobenhausen (ww) Vom 4. bis zum 14. Oktober hat MBDA Deutschland einen neuen Hochenergie-Lasereffektor auf einem Truppenübungsplatz an der deutschen Ostseeküste getestet. Wie das Unternehmen Mitte November mitteilte, wurde das System bei der Versuchskampagne erstmals unter realen Umwelteinflüssen erprobt.

Der MBDA Hochenergie-Lasereffektor. Bild: MBDA

Gegenstand der Testreihe war schwerpunktmäßig die Erprobung des Strahlführungs- und Trackingsystems bis zur simulierten Bekämpfung von Luftzielen. Dazu wurden die Ziele voreingewiesen, mit einem Beleuchtungslaser bestrahlt, durch die Trackingsoftware verfolgt und ein Zielpunkt auf dem Ziel über längere Zeit gehalten. Die als Flugziel agierenden Quadcopter führten hierbei unterschiedliche und teilweise hochdynamische Bewegungen in verschiedenen Entfernungsbereichen durch.

„Die erfolgreichen Tests  haben gezeigt, dass das Gesamtsystem einen hohen technologischen Reifegrad erreicht hat und wir damit eine Führungsposition im Bereich  Hochenergie-Lasereffektoren einnehmen“, so Thomas Gottschild, Geschäftsführer der MBDA Deutschland GmbH.

MBDA sieht durch die Tests die Funktionsweise des Gesamtsystems und die Leistungsfähigkeit des verbesserten Trackingsystems bestätigt. Trotz teilweise widriger Wetterbedingungen wie Starkregen und Sturm konnten alle Ziele erfolgreich getrackt werden. In Abendversuchen bewies der Demonstrator seine Fähigkeit, Ziele auch bei schlechten Sichtbedingungen zu finden und zu verfolgen. In anderen Versuchen simulierte das Laserteam die Abwehr eines Schwarmangriffs, wobei schnelle Zielwechsel auf Ziele aus unterschiedlichen Richtungen durchgeführt wurden.

Der neue Systemdemonstrator baut auf den Erfahrungen der bisherigen Laseraktivitäten und den bereits erprobten Technologien auf.  Er ist in einem Container integriert und verfügt über ein hochdynamisches 360-Grad-Strahlführungssystem.  Das System der MBDA Deutschland zeichnet sich durch hohe Präzision, Skalierbarkeit der Wirkleistung sowie geringe Logistik-Kosten aus. Durch die Nutzung einer Spiegeloptik können weit höhere Laserleistungen als die heute verfügbaren genutzt werden. Dadurch hat der Lasereffektor erhebliches Zukunftspotenzial.



www.mbda-systems.com

Donnerstag, 24. November 2016

In eigener Sache - VISIER Special 83 "Moderne Sturmgewehre"

Bad Ems (ww) In wenigen Tagen - am 30. November 2016 - erscheint mein neues VISIER Special 83 "Moderne Sturmgewehre".

Der Titel des VISIER Special 83. Grafik: VS Medien
Ein Blick auf die geopolitische Großwetterlage zeigt: Wir leben in stürmischen Zeiten. Ukraine- und Krim-Krise, Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens, Instabilität in Afrika, Drogenkriege in Mittel- und Südamerika, Hegemonialstreben im pazifischen Raum – all das wirkt sich auch auf unsere sicherheitspolitische Lage aus. Zugleich erkennen gerade die mitteleuropäischen Staaten, daß ihnen angesichts ihrer seit Ende des „Kalten Krieges“ zusammengeschmolzenen Streit- und Sicherheitskräfte der Wind kräftig ins Gesicht bläst.

Immerhin: Einige NATO-Staatschefs kündigten bereits einen warmen Regen an. So geloben sie, die Verteidigungshaushalte anzuheben. Dennoch: Geld alleine reicht nicht. Angesichts dramatischer Personallücken kehren erste westliche Länder zur Wehrpflicht zurück. Wieder andere implementieren Milizsysteme als weitere Verteidigungslinie.

Zur gegenwärtig anlaufenden militärischen Modernisierungswelle gehören oft neue Sturmgewehrsysteme. Dabei handelt es sich um weit mehr als ein kurzes Wetterleuchten. Denn die zentrale Komponente des modularen infanteristischen Werkzeugkastens bildet das ebenso modulare System Sturmgewehr. Es besteht aus Waffe, Optik und optronischen Anbauteilen, Munition sowie Peripheriegerät wie Schalldämpfer, Bajonett oder Anbau-Granatwerfer. Ein weiteres zentrales Element nimmt die Ausbildung ein. All das betrachtet das neue VISIER Special 83 „Moderne Sturmgewehre“.
Letzte Arbeiten erfolgreich abgeschlossen. Foto: JPW

Das 114 Seiten starke, reich bebilderte Sonderheft kostet 9,90 € und lässt sich bereits im VS Medien-Shop vorbestellen. Eine digitale Leseprobe gibt es hier.
Besucher der Waffenbörse Kassel (24. 11. - 27. 11. 2017) können das Heft bereits am VISIER-Stand erwerben.  Dieses Jahr befindet sich dieser erstmals in Halle 2 am Gemeinschaftsstand des Innovationszentrums Schießsport und Jagd in der Halle 2.

Aus dem Inhalt:

Einführung
S.     6 - Individuelle Feuerkraft
Warum das Sturmgewehr ein Waffensystem von hoher politischer und militärischer Bedeutung bleibt und welche wesentlichen Eigenschaften es auszeichnen.

Waffen
S.   16 - Klassisches Design
Alte Meister – neue Kunst: Die zum aktuellen Zeitpunkt genutzten und neu entworfenen Sturmgewehre, ausgeführt im klassischen Design.

S.   32 - AK-System und Derivate
Ein Kult auf alle Fälle: Michail T. Kalaschnikows Klassiker und die Weiterentwicklungen des "Awtomat Kalaschnikowa".

S.   44 - AR-System und Derivate
B(l)ack to the roots: Die "Black Rifle" heute – M16, M4 und ihre Nebenlinien.

S.   60 - Bullpup-Systeme
Keine kurze Geschichte: Warum die Waffen, bei denen das System hinter dem Abzugsbügel liegt, eine glänzende Zukunft haben.

S.   72 - Modulare Multikalibersysteme
Eines für alles: Welche Vorteile die Mehrkaliberwaffen bringen und ob sie sich nur als Speziallösungen eignen.

Kampfkraftmultiplikatoren
S.   82 - Kleine Kampfgemeinschaft
Wie Optiken, optronische Anbauteile, Munition und Peripheriegeräte das System Sturmgewehr komplettieren.

Ausbildung
S.   94 - Jeder Soldat ein Kämpfer!
Warum die Ausbildung ein weiteres zentrales Element des Systems Sturmgewehr bildet.

S. 104 - Lernen durch Simulation
Wie Simulation die Ausbildung im scharfen Schuss sinnvoll ergänzt.

Anhang
S. 106 - Verbindung halten!
Abkürzungsverzeichnis, Hersteller, Händler, Internetadressen – und vieles mehr.


Montag, 14. November 2016

Peterwagen aus Panzerstahl - Anti-Terror-Ausstattung der Polizei Hamburg

Hamburg (ww) Die Polizei Hamburg wappnet sich gegen neue terroristische Bedrohungen. So überarbeiteten die Schutzleute der Freien und Hansestadt ihre Einsatzkonzeptionen und beschafften ein umfangreiches Anti-Terror-Ausstattungspaket.
Das Hamburger MEK erhält den Sonderwagen Survivor. Foto: Polizei Hamburg

„Die Bedrohung durch terroristische Gewalttäter ist angestiegen“, so die Pressemitteilung. „Mit dem Hintergrund bereits verübter Terroranschläge in West-Europa ist es für uns unabdingbar, die Bewältigung eines terroristischen Anschlags umfassend vorzubereiten. So mussten polizeiliche Einsatzkonzeptionen angepasst und Ausstattungen ergänzt werden.
Innensenator Andy Grote und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer stellten am 14. November 2016 die neue Schutzausstattung vor. Die Peterwagen werden in Zukunft mit neuen ballistischen Schutzwesten (BSST), ballistischen Schutzhelmen (Ulbrichts Witwe) und Maschinenpistolen MP5 (Heckler&Koch) ausgestattet sein. Das entspricht der Einsatzphilosophie, wonach die ersten Kräfte vor Ort – in der Regel die Streifenwagenbesatzungen – bereits den Kampf gegen terroristische Attentäter aufnehmen.
Die Spezialeinheiten erhalten das geschützte Einsatzfahrzeug „Survivor“ von dem österreichischen Hersteller Achleitner. Das 9,8 Tonnen schwere und sechs Meter lange Allradfahrzeug schützt vor Beschuss mit Langwaffen und erreicht dank 238 PS und 6,6 Litern Hubraum eine Spitzengeschwindigkeit von rund 100 km/h. Es bietet bis zu zehn Beamten Platz.
Zum Ausstattungspaket gehören weiterhin halbautomatische Langwaffen in 5,56 x 45 mm – die Wahl fiel auf das CR223 von C. G. Haenel. Es soll dem Vernehmen nach an die Spezialkräfte und die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten der Bereitschaftspolizei ausgegeben werden.

www. hamburg.de/polizei

Sonntag, 13. November 2016

100 Jahre deutsche Panzerwaffe

Berlin (ww) Heute vor 100 Jahren – am 13. November 1916 – erteilte der Kriegsminister der Verkehrstechnischen Prüfungskommission (VPK) den Auftrag, in Verbindung mit anderen Dienststellen und der Industrie alles Erforderliche für den Bau eines Kampfwagens zu unternehmen. Federführend für die Entwicklung der ersten deutschen Panzer war die Abteilung 7 Verkehrswesen (A7V) des Allgemeinen Kriegsdepartements im preußischen Kriegsministerium.
Nachbau des A7V im Panzermuseum Munster. Foto: JPW
Schon sechs Wochen später schlossen ein Team um Hauptmann d. R. Oberingenieur Joseph Vollmer ihre ersten Konstruktionsplanungen ab. Der erste deutsche Tank erhielt in Anlehnung an die zuständige Abteilung die Tarnbezeichnung A7V. Bis Kriegsende wurden 20 Fahrzeuge durch die Firmen Daimler-Motoren-Gesellschaft, Heinrich Büssing, Lanz und Loeb ausgeliefert. Die Kampfwagen unterschieden sich in Details mitunter stark voneinander. Die rund 30 Tonnen schweren Fahrzeuge erreichten dank zweier 100-PS-Motoren auf der Straße eine Geschwindigkeit von bis zu 15 km/h, im Gelände von bis zu 5 km/h. Eine Panzerung von bis zu 30mm Stärke schützte die 15 Mann starke Besatzung. Hauptwaffe bildete ein 5,7 cm-Schnellfeuergeschütz im Bug - dabei handelte es sich um erbeutete belgische Kasematt-Schnellfeuerkanonen Nordenfeldt. Dazu kamen sechs 7,9er MG 08, deren spezielle Lafettenkonstruktion eine Einheit mit dem Sitz des MG-Schützen bildete. Für den abgesessenen Einsatz standen ein weiteres MG 08/15 mit sechs 50-Schuss-Gurttrommeln und sechs Karabiner 98 zur Verfügung. Zur Kampfbeladung kamen weiterhin 20 Handgranaten. Jedes Besatzungsmitglied führte zudem eine Pistole 08. Im Panzermuseum zu Munster steht ein originalgetreuer Nachbau eines A7V. Das einzig erhaltene Originalstück findet sich heute „Down Under“:  Der Wagen mit der Fahrgestell-Nummer 506 „Mephisto“ kam als Kriegsbeute ins Queensland-Museum in Brisbane. Ob die derzeit modernste Version des Kampfpanzers Leopard 2 die Modellbezeichnung „Leopard2 A7V“ durch Zufall trägt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist es eine schöne Reminiszenz. Panzer Hurra!