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Samstag, 18. Oktober 2014

Kampfkraft in urbanen Operationen - den Tunnelblick aufbrechen!

Berlin (Jan-P. Weisswange) Im August 2014 sorgten Meldungen in den Medien für Aufsehen, wonach bis zu 250 Soldaten des Deutschen Heeres bei den israelischen Streitkräften den Tunnelkampf erlenen sollten.
Israelische Kameraden erkunden im Rahmen der Operation "Protective Edge" (Sommer 2014) ein feindliches Tunnelsystem. Foto: IDF
Das ist zu begrüßen. Denn dafür spricht neben der deutsch-israelischen Kameradschaft zunächst, daß die Zahal diesbezüglich - nicht nur aufgrund der jüngsten Operation "Protective Edge" - im Sommer 2014 über einen großen Erfahrungsschatz verfügt. Weiterhin wird sich mit der weltweit zunehmenden Verstädterung das Gefechtsfeld der Zukunft ebenso urbanisieren.
Urbane Operationen umfassen deutlich mehr als den „Kampf im bebauten Gelände“. Das erfordert neue Ansätze bei Taktik, Training und Technologie. Grund also genug, den Tunnelblick aufzubrechen. Anläßlich der „2nd Urban Operations Conference der DWT“ widmet sich der S&T-Blog in diesem Grundsatzartikel dieser Thematik.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

In Eigener Sache: Buch und Blog-Treffen in Berlin

Bonn (ww) einige Leser mögen sich gewundert haben, warum hier derzeit "LowOps" herrscht. Schwerpunkt der letzten Wochen bildete aber ein Printpoduktprojekt.
Die Korrekturfahne  - 120 Blatt, 240 Seiten! Foto: JPW

So geht mein Buch "Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen der Bundeswehr. Geschichte - Taktik - Technik" derzeit in die überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Zwar gilt es derzeit, noch einige Klippen zu umschiffen. Ich bin aber guter Dinge, dass der sichere Hafen bald in Sicht ist. Mehr dazu demnächst hier.
Von Montag bis Mittwoch bin ich nächste Woche zudem in Berlin. Grund genug also, ein Taktisches Nachteulen Collegium einzuberufen, und zwar kommenden Montag abends in Mitte.

Bei Interesse an Teilnahme (bitte Voraussetzungen beachten, siehe Randspalte) bitte Meldung über das elektronische Postfach oder alternative Kanäle.



Montag, 29. September 2014

THALES Australia F90 geht in die Anfangsserie

Lithgow/Australien (ww) Das F90-Sturmgewehr von Thales Australia geht in die Anfangsserie. So hat das australische Verteidigungsministerium für sein Soldier Modernisation Programme („Land 125“) am 23. September eine „Low Rate Initial Production” der Bullpupwaffe beauftragt. Das F90 hatte zuvor eine intensive Testphase durchlaufen, in deren Rahmen mehr als eine Million Schuss abgegeben wurden.
Studie des F90. Foto: Lithgow Arms
Das F90 basiert auf dem verbesserten Austeyr EF-88-Sturmgewehr, welches wiederum auf das österreichische Steyr Armee-Universalgewehr (AUG) alias Stgw 77 zurückgeht. Veränderungen an Gehäuse und Verschluss sorgten aber bei der mit einem 407mm langen kaltgehämmertem und verchromten Lauf ausgestatteten 800mm langen Standardausführung für eine Gewichtsreduktion auf 3,25 kg. Das Bullpup-Design bietet den großen Vorteil, dass trotz kompakter Ausmaße lange Läufe zum Einsatz kommen. Das erhöht Reichweite, Präzision und Wirkung.

Freitag, 26. September 2014

Sneak-Preview bei Saab: Carl Gustaf M4

Karlskoga/Schweden (ww) Saab hat in seinem Erprobungszentrum erstmals die neueste Generation M4 seiner legendären “Carl Gustaf”-Panzerbüchse vorgestellt.

Laden der CGM4. Nicht nur aufgrund des hier gut erkennbaren gezogenen Laufes handelt es sich um eine veritable Mehrzweckbüchse. Foto: Saab
Dank der umfangreichen Munitionspalette und der Kompatibilität mit Feuerleitvisieren handelt es sich bei der „CGM4“ um ein Mehrzweckwaffensystem.

Dienstag, 23. September 2014

Tu felix Austr(al)ia - neue Tarnuniformen in den Alpen und Down Under

Brisbane,Australien/Wiener Neustadt, Österreich (ww) Sowohl in Österreich als auch in Australien gibt es neue Tarnuniformen. So stellte die Australian Army im Rahmen der Chief of Army's Exercise am 22. September 2014 in Brisbane die Australian Multicam Camouflage Uniform (AMCU) vor.
Die junge Dame vorne links trägt den Feld-, ihre übrigen Kameraden den Kampfanzug der AMCU.
Foto: MoD Australia

Design und Schnitte der AMCU lehnen sich stark an den Entwürfen Crye-Precision an. So gibt es eine “Feld-” und eine “Kampfausführung”. Letztere verfügt über integrierte Protektoren an Knien und Ellenbogen und ist auf das Tragen mit ballistischer Schutzausstattung abgestimmt. Das Tarnschema verwendet die gleichen Farbtöne wie das bisherige grobe Fleckenmuster, fällt aber deutlich feingliedriger aus. Die in Australien hergestellte AMCU soll ab Oktober ausgegeben werden.

Während sich die australischen „Digger“ querschnittlich auf ihre neue Kampfbekleidung freuen dürfen, hält das österreichische Bundesheer bei der Ausstattung seiner Soldaten grundsätzlich an dem braungrauen „Kampfanzug 03“ fest. Nachdem es aber schon vor einigen Jahren erste Ansätze zu dem digitalisierten Tarnschema gab, hat jetzt das kampferprobte Jagdkommando der Alpenrepublik einen eigenen Tarnanzug in Gebrauch.
Jagdkommando-Soldaten bei einer Geiselrettungsübung in der neuen Digitarn-Adjustierung.
Foto: Österreichisches Bundesheer

Das Muster erinnert an ein digitalisiertes Tiger-Stripe und löst die Konturen des Kämpfers sehr gut auf. Die gut informierten Kollegen des Spartan-AT-Blogs stellten die Uniform schon etwas detaillierter vor. Demnach gehören zu dem System eine Kampfhose, ein Kampfshirt – beide mit flammhemmenden Eigenschaften – sowie ein Kampfparka. Als weitere Ausstattung der „JaKo-Adjustierung“ kommt eine modifizierte Form des Lindnerhof-Plattenträgers Generation 4 in Gelboliv.
Ich drücke meinen österreichischen Kameraden des Bundesheeres die Daumen, daß die politische Führung in Wien ein Einsehen hat und auch ihre übrigen Staatsbürger in Uniform von dem neuen Tarnmuster profitieren lässt.

Freitag, 19. September 2014

Guns'n Güstrow

Güstrow (ww) Weiterbildungen – Wettkampf – Waffen – Wetter: Der 6. Special Forces Workshop in der Barlachstadt Güstrow erwies sich einmal mehr als lohnendes Reiseziel für die “Tactical Community”
Im 50. Geburtsjahr der MP5 durfte auf dem 6. Special forces Workshop ein auf diese Waffe zugeschnittener, von zwei Kollegen aus Karlsruhe durchgeführter Kurs nicht fehlen. Foto: JPW

Bereits zum sechsten Mal führten Frank Thiel und seine Firma Baltic Defence in bewährter Zusammenarbeit mit und unter fachlicher Leitung des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern den Special Forces Workshop („SFW“) durch. Wie stark sich diese Fortbildungsveranstaltung inzwischen etablieren konnte, zeigte zunächst das zunehmend internationale Teilnehmerfeld. Unter den insgesamt 47 Mannschaften polizeilicher und militärischer Spezialkräfte aus Bund und deutschen Ländern befanden sich Teams aus Luxemburg, der Schweiz, Österreich, Polen und Tschechien am Start. Und auch industrieseitig war nahezu alles vertreten, was Rang und Namen hatte. Schließlich zeugte die Tatsache, daß mit Lorenz Caffier der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern erneut die Schirmherrschaft übernahm, von dem Stellenwert des Special Forces Workshops.


Freitag, 5. September 2014

Pressekonferenz im BMWI: Beginn eines Dialogs zwischen Politik und Verteidigungsindustrie

Berlin (ww) Heute empfing der Bundesminister für Wirtschaft und Energie Vertreter der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu einem Gespräch. Bermerkenswerterweise soll damit ein Dialog begonnen werden. Die Pressekonferenz lässt sich hier auf der Seite des BMWI anhören. Ebenso bemerkenswert: Der Export von Kleinwaffen soll restriktiv gehandhabt werden. Mal schauen, ob die Bundesregierung wirklich noch tausende G3, G36, P1 und mehrere Millionen Patronen an die Peschmerga im Nordirak liefert.