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Freitag, 1. Juli 2016

25 Jahre Panzeraufklärer - Wehrdienst im Werra-Meißner-Kreis

Hessisch-Lichtenau (ww) Am heutigen Tage sehe mir der geneigte Leser bitte etwas autobiographische Nostalgie nach. Der 1. Juli 1991 war ein sonniger Montag. Bis zum Abend hatte ich, der frischgebackene, gerade 19 Jahre alt gewordene Abiturient vom altsprachlichen Kaiserin-Friedrich- Gymnasium aus Bad Homburg, mich in der Panzeraufklärungsausbildungskompanie 3/2 in Hessisch-Lichtenau zu melden.
Staatsbürger in Uniform - Sommer 1991 im Reiche der Frau Holle. (Foto: JPW)
Meine liebe Mutter brachte zwei Mitabiturienten, Werner B. und Andreas H., und mich an den Bahnhof in Friedberg, von wo aus wir per Dampfross unsere abenteuerliche Reise nach Nordhessen antraten. Wir alle hatten nur ungenaue Vorstellungen, was uns in der gerade gesamtdeutsch gewordenen Bundeswehr ohne Bedrohungsbild erwarten würde. Und so fuhren wir mit einer gewissen Neugierde zum Wehrdienst.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Kommentar: Kopfsache

Berlin (ww) Am 30. Juni 2011 verließen vorerst letztmalig Grundwehrdienstleistende die Kasernen der Bundeswehr. Hält mit dem Auszug der Wehrpflichtigen demnächst Professionalität in den deutschen Streitkräften Einzug? Sicher erscheint zunächst eines: Das oft gehörte Argument, wonach die Einsatzarmee durch Ausbildung und Ausrüstung von militärisch nicht sinnvoll einzusetzenden Grundwehrdienstleistenden personell, strukturell und finanziell belastet“ sei, entfällt als Ausrede für ihre vermeintlich mangelnde Professionalität.
Fallschirmjäger des Fallschirmjägerregiments 31 bei einer Evakuierungsübung. Foto: Bundeswehr/Jane Schmidt
Professionalität ist vor allem Kopfsache. Da die Bundeswehr von heute nicht mehr bloß im Einsatz, sondern im Gefecht steht, definiert sich soldatische Professionalität vor allem durch die Fähigkeit zu kämpfen. Im Gefecht besteht nur, wer über Einsatz- bzw. Kampfbereitschaft verfügt („Combat Mindset“). Dies erfordert zweifellos auch bei manchem Zeit- und Berufssoldaten eine Rückbesinnung respektive eine Neuorientierung.

Dienstag, 28. Juni 2016

Eurosatory 2016-Eindrücke Teil II – weitere Spähtruppergebnisse

Paris (ww) Schon der Besuch dreier europäischer Systemhäuser während der diesjährigen Eurosatory hatte – wie bereits berichtet – einige Neuigkeiten und sich verstetigende Trends aufgezeigt: Modernisierung, Wirkung, Vernetzung, unbemannte Systeme. Diese Eindrücke bestätigten sich zudem bei meinen weiteren Spähtrupps über die übrige Eurosatory 2016.
Ein Willy's Jeep in SAS-Ausführung - ein Exponat der UNIVEM. (Foto: JPW)

Ein weiteres (ebenfalls schon angesprochenes) Themenfeld bildete die Ausstattung von Spezialkräften insbesondere mit Fahrzeugen. Sogar ein „Urvater“ dieser schnellen, starken und simplen Plattformen war zu sehen, ein Willy’s Jeep wie im Zweiten Weltkrieg vom Special Air Service Regiment eingesetzt. Das Exponat gehörte freilich zu der Militärfahrzeugsammlervereinigung UNIVEM. Doch auch modernere Systeme gab es zu sehen.

Montag, 27. Juni 2016

Eurosatory 2016-Eindrücke Teil I

Paris (ww) Paris bildet dieses Jahr nicht nur die europäischen Fußball-Schlachtenbummler, sondern auch für die Defence-Community ein wichtiges Reiseziel. Relativ zeitgleich mit dem Beginn der UEFA Euro 2016 öffnete die Eurosatory vom 13. bis zum 17. Juni in der Metropole an der Seine ihre Tore. 1.572 Aussteller aus 56 Ländern und 57.018 Besucher aus 151 Staaten trafen sich auf der wichtigsten Rüstungsmesse auf dem europäischen Festland.
Der gemeinsame Messestand von Nexter und KMW auf der Eurosatory 2016. Foto: JPW

Die Eurosatory spiegelte natürlich die gegenwärtigen sicherheitspolitischen Umwälzungen wider. Umfassende Streitkräftemodernisierungen erscheinen inzwischen ernstgemeinter und gelten nicht mehr wie früher als reine Sonntagsrednerei. Weiterhin rückt die Fähigkeitskategorie „Wirkung“ noch mehr in den Vordergrund – und zwar durchaus im Hinblick auf eine symmetrische Kriegführung.
Ein weiteres großes Thema bildete in den letzten Jahren die Konsolidierung des europäischen Rüstungsmarktes. Mit großer Spannung erwartete die Community den ersten gemeinsamen Auftritt des französischen Systemhauses Nexter und des deutschen Wehrtechnikkonzerns Krauss-Maffei Wegmann (KMW). Im ersten Teil der Eurosatory-Eindrücke stehen daher die Systemhäuser KNDS, Rheinmetall und THALES im Mittelpunkt.

Freitag, 24. Juni 2016

Kommentar: Bürgerlichkeit durch Brexit

London/Brüssel (ww) Nur eine kurze Anmerkung zum Brexit. Ich habe meine Wette mit einem geschätzten Kollegen, daß sich die britischen Bürger für einen Verbleib in der Europäischen Union aussprechen würden, verloren. Heute morgen wurde ich eines besseren belehrt und war überrascht. Umgehend suchte ich in meinem Weinkeller eine trockene Riesling-Edition von 2013 des Weingutes Künstler aus meiner hessischen Heimat heraus, um meine Wettschuld zu begleichen.

Mein Wetteinsatz. Das Abzeichen "Combined Operations" gehörte nicht dazu - allerdings sammelten sich unter diesem Signet schon einmal Widerständler vom Kontinent, weshalb es mir als sinnige Dekoration erschien. Foto : JPW
Doch muss ich gestehen: Ich habe mich nicht allzusehr gegrämt. Und das liegt nicht daran, daß sich der geschätzte Herr Kollege nun über einen guten Tropfen freuen darf. Es liegt auch nicht daran, daß die Briten NATO-Partner bleiben und damit weiter dem Atlantischen Bündnis angehören, welches für die Sicherheit unserer Heimat eh nach wie vor das wesentliche Intrument ist und bleibt. Nein, ich kann eine gewisse Schadenfreude nicht verhehlen. Mir erschien (und erscheint) insbesondere die deutsche öffentlich-rechtliche Berichterstattung, die mich unablässig unreflektiert über die Weihen der Europäischen Union belehrte (und belehrt) und die fatalen Folgen eines Brexit in allen dunklen Tönen ausmalt(e), schon an den Rand des Erträglichen zu gehen.
Liebe Leute: Die Briten haben sich mit knapper Mehrheit nicht gegen Europa, sondern gegen die EU in deren jetziger Form gestemmt. Und eines ist jetzt schon klar: Ein "Weiter so" oder gar ein "Jetzt erst recht!" in Berlin und Brüssel darf es nicht geben. Mit vielen anderen europäischen Staatsbürgern erwarte ich nun dringende Reformen des demokratiedefizitären und bürgerfernen Molochs in Brüssel. Ich erwarte, daß mir durch mich legitimierte erstklassige, in der EU engagierte Staatsleute schlüssige gesellschafts-, bündnis- und sicherheitspolitische Konzepte vorschlagen, die ich entweder annehme oder als verbesserungswürdig ablehne. Diese Aufwertung haben alleine schon diejenigen verdient, die bereits heute mit viel Engagement in Brüssel für die EU-Institutionen arbeiten.  Daher erwarte ich weiterhin, daß die Ära der pseudopoliglotten Profiteure endet, die ihre Zeit und meine Steuergelder damit verschwenden, die Bildung durch Qualifikationszertifikatsverteilungspolitik zu entwerten, mein Erspartes zur Rettung skrupelloser Investmentbanker zu verprassen, mir den Krümmungsgrat der von mir verspeisten Bananen vorzuschreiben oder mir die Auswahl meiner Jagd- und Sportwaffen einzuschränken - um nur wenige Beispiele zu nennen.
Nein, der Brexit ist sicherlich keine Katastrophe, sondern hoffentlich der Aufbruch zu einem von den europäischen Bürgern legitimierten und getragenen Staatenbund! Dann ist auch die gute Flasche Wein, die jetzt an den geschätzen Kollegen geht, gerne verschmerzbar.

Jan-Phillipp Weisswange 

Donnerstag, 23. Juni 2016

Generationswechsel - UfPro bringt Striker XT Gen 2 heraus

Trzin/Slowenien (ww) Die slowenische Firma UfPro konnte sich in der Community bereits einen hervorragenden Ruf erarbeiten. Jetzt bringt das Team um Chefkonstrukteur Armin Wagner die nächste Generation der 2014 erstmals vorgestellten und vielfach bewährten Striker XT-Kampfbekleidung heraus.
Die UfPro Striker XT Gen 2 in steingrau-oliv (Foto: UfPro)

Diese zeichnet sich durch zahlreiche Detailverbesserungen aus – beispielsweise durch PALS-Bebänderung zum Anbringen individueller Ausrüstungstaschen. Grundsätzlich gleich geblieben ist das Grundkonzept: Ein durchdachter Schnitt und Materialmix aus Baumwoll-Ripstop-Mischgewebe und Schoeller Dynamic-Stretch-Material sowie das Striker XT-Knie- und Ellenbogenschutzsystem bieten hervorragenden Tragekomfort und Ergonomie. Die Uniformen sind in steingrau-oliv, schwarz, PenCott GreenZone, Multicam (Shirt) und 5-Farb-Tarndruck direkt bei UfPro oder im ausgesuchten Fachhandel - beispielsweise bei TACWRK - verfügbar.
www.ufpro.si

Mittwoch, 22. Juni 2016

Universal Service Weapon von B&T

Thun (ww) Mit seiner neuen Universal Service Weapon (USW) will die schweizerische Waffenschmiede B&T polizeilichen und militärischen Einheiten eine auf die aktuellen terroristischen Bedrohungslagen zugeschnittene Waffe an die Hand geben.

Die rechte Seite der USW mit angeklappter Schulterstütze. Foto: B&T
Die halbautomatische Neun-Para-Waffe soll bei äußerst kompakten Ausmaßen - sie fällt kaum größer als eine Dienstpistole aus - sichere Treffer auch auf größere Distanzen und auch in Streßsituationen bieten. Somit soll die USW die Lücke zwischen Pistole, Maschinenpistole und Patrol Rifle („Streifenbüchse“, ein kompaktes Sturmgewehr für polizeiliche Anwendungen) schließen.