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Dienstag, 21. November 2017

Neue Handwaffen aus Herstal - FN 509 und FN SCAR-SC

Lüttich/Paris (ww)  Die belgische Waffenschmiede FN Herstal stellt auf der MILIPOL zwei neue Handwaffen vor: Die Schlagbolzenschlosspistole FN 509 und das subkomapkte Sturmgewehr FN SCAR-SC.
Die FN 509 kann – wie viele vergleichbare Marktbegleiter-Modelle – ihre Wurzeln auf das Modular Handgun System-Projekt der U.S. Army zurückführen. Die Pistole in Neun-Para (9 x 19mm)  basiert auf der FNS-9, wobei die Konstrukteure zahlreiche Modifikationen sowohl innen als auch außen vornahmen.
Die FN 509 - linke Waffenseite (Foto: FN Herstal)
Die FN 509 arbeitet mit einem vorgespannten Schlagbolzenschloss. Die 188mm lange und leer 753 Gramm schwere Waffe verfügt über einen 101,6 mm langen Lauf. Die Magazinkapazität liegt bei 17 Patronen. Weitere Merkmale sind die griffige Oberflächengestaltung, beidseitige Bedienbarkeit (Magazinhalteknopf, Verschlussfanghebel und der optional verfügbare manuelle Sicherungshebel sind beidseitig vorhanden), austauschbare Griffrücken zur Größenanpassung und eine feste nachtleuchtende Dreipunktvisierung. Ein sicht- und fühlbarer Ladestandsanzeiger tritt hervor, sobald sich eine Patrone im Patronenlager befindet.
Das FN SCAR-SC ergänzt die bekannte und bewährte Sturmgewehrfamilie aus Herstal und fügt sich auch in deren Bedienungsphilosophie ein. FN bietet das subkompakte Sturmgewehr im Kaliber 5,56 x 45 mm besonders für Aufgaben im Bereich des Heimatschutzes an, wo es auf Beweglichkeit und Vielseitigkeit ankommt.
Mit voll eingeschobener teleskopierbarer Schulterstütze misst das FN SCAR-SC gerade einmal 536 mm Länge (Foto: FN Herstal)

Das FN SCAR-SC verfügt über einen 190,5 mm langen Lauf und ist wahlweise als Halb- oder Vollautomat verfügbar, die Kadenz liegt bei 550 bis 650 Schuss/Minute. Der Durchladehebel bleibt bei der Verschlussbewegung in Position. Adapterschienen erlauben die Montage vielseitigen Zubehörs wie Optiken, Waffenleuchten, Laser-Licht-Modulen oder Sturmgriffen. Auch ein Schalldämpfer ist verfügbar. Standardmäßig verfügt das FN SCAR-SC über eine teleskopierbare Schulterstütze. Damit wiegt die Waffe leer 3.150 Gramm und lässt sich von maximal 653 mm Länge auf 536 mm Länge verkürzen. Optional sind auch klappbare, längen- und höhenverstellbare Schulterstützen mit konkaver oder konvexer Schaftkappe sowie eine abgewinkelte Schulterstütze für den Einsatz mit ballistischen Schutzvisieren verfügbar. 
  
www.fnherstal.com

Donnerstag, 9. November 2017

HForce auf H145M - erste Schießversuche abgeschlossen

Donauwörth/Fliegerhorst Pápa, Ungarn (ww) Airbus Helicopters hat kürzlich einen Ballistic Development Test eines HForce-Waffensystems auf einem H145M abgeschlossen.
Der H145M mit eingerüstetem HForce-Waffensystem. (Foto: Anthony Pecchi via Airbus)
Das eingerüstete System umfasste .50 BMG-Maschinengewehre (FN Herstal HMP400), ungelenkte 70mm-Raketen (Thales FZ231), Kanonen im Kaliber 20mm x 102 (Nexter NC261) sowie ein elektrooptisches Zielsystem (Wescam MX15) und ein helmmontiertes Visierdisplay (Thales Scorpion). Die geplanten und erforderlichen Erprobungen fanden in einem engen Zeitrahmen auf dem Fliegerhorst Pápa in Ungarn statt.
Der H145M mit eingerüstetem HForce-Waffensystem. (Foto: Anthony Pecchi via Airbus)
Als nächster Schritt stehen die Erprobungen von lasergelenkten Raketen in Schweden noch bis zum Jahresende und weitere Schießen im Jahr 2018 an. Dann soll HForce noch 2018 auf dem H145 vollständig qualifiziert werden.

www.airbushelicopters.com

Sonderwagen für die Polizei Berlin - Rheinmetall liefert Survivor R in die Hauptstadt

Berlin/Düsseldorf (ww) Die Polizei Berlin hat Rheinmetall mit der Lieferung eines sondergeschützten Fahrzeugs Survivor R beauftragt. Das vielseitige Fahrzeug wird auf die Bedürfnisse der Direktion Einsatz – hierzu gehört vor allem die Bereitschaftspolizei der Hauptstadt – zugeschnitten. Es soll im Juli 2018 ausgeliefert werden. Berlin ist nach Sachsen das zweite Bundesland, welches seine Polizei-Spezialkräfte mit dem Survivor R ausstattet.


Der Rheinmetall RMMV Survivor R (Foto: Rheinmetall)


Der Survivor R von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) basiert auf einem leistungsstarken 4x4 Lkw-Fahrgestell von MAN und einer Kabine aus Panzerstahl. So verbindet das hochmobile und über 100 km/h schnelle Fahrzeug automotive Großserientechnik mit modernster Schutztechnologie von Rheinmetall.
Die gepanzerte Monocoque-Kabine kann mit adaptiven Schutzelementen individuell und diskret auf wechselnde Bedrohungslagen angepasst werden und ist serienmäßig mit einer Schutzbelüftungsanlage gegen nukleare, biologische und chemische Kampfstoffe ausgestattet. Obwohl hervorragend geschützt, ist das äußere Erscheinungsbild des Survivor R für den Polizeieinsatz bewusst zivil und optisch deeskalierend ausgelegt. Der Innenraum ist hell und ergonomisch gestaltet und bietet ausreichend Platz für eine Besatzung von bis zu elf Personen mit persönlicher Ausrüstung sowie für umfangreiche Funk- und Führungsausstattung.
Der RMMV Survivor wurde in Kooperation mit dem Spezial-Fahrzeugbauer Achleitner entwickelt. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Achleitner Survivor A, von dem die Polizei Hamburg ein Fahrzeug beschafft hat.
Sondergschützte Fahrzeuge wie der Survivor R werden beispielsweise bei polizeilichen Lagen mit hohem Gefährdungspotenzial benötigt, um Spezialkräfte unter Schutz an ihren Einsatzort zu bringen oder Personen aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren.

www.rheinmetall.de

Mittwoch, 8. November 2017

In eigener Sache: Neues Buch GSG 9 - die Spezialeinheit der Bundespolizei

Sankt Augustin-Hangelar (ww) Ein Buch zu schaffen, das die GSG 9 von heute darstellt, gehört wohl zu den Berufsträumen eines sicherheitspolitischen Fachjournalisten. Vor wenigen Tagen hatten Sören Sünkler und ich die große Ehre, das erste Exemplar unseres neuen Bild-Text-Bandes „GSG 9. Die Spezialeinheit der Bundespolizei – Speerspitze im Kampf gegen den Terrorismus“ an den Kommandeur des Verbandes zu überreichen. Jetzt ist das Werk auch für interessierte Leser lieferbar!
Übergabe des ersten druckfrischen Exemplars an Jerome Fuchs, Kommandeur GSG 9. (Foto: JPW)
Die Kernaufgabe der GSG 9 ist der Kampf gegen Terrorismus sowie gegen Schwerst- und Gewaltkriminalität. Die Rettung von Menschenleben hat hierbei oberste Priorität. Zu diesem Zweck steht die GSG 9 seit ihrer Gründung 1972 bereit. Rund um die Uhr und weltweit!
Der 208 Seiten starke Band stellt im Schwerpunkt die GSG 9 von heute dar. Dabei wirkt er vor allem durch seine großformatigen eindrucksvollen Bilder. Kurze Texte in Deutsch und Englisch bieten Informationen zu Aufgaben, Gliederung, Ausbildung, den Einsatzeinheiten, Spezialisierungen, Einsätzen, Kooperationen im In- und Ausland, Ausrüstung sowie zur Geschichte.

Die Erstauflage ist streng auf 2000 Exemplare für den Buchhandel limitiert. Bei der Bestellung über den Verlag kann man eine Wunschnummer zwischen 1001 und 3000 angeben. Diese wird – soweit noch verfügbar – ausgeliefert.

Jan-Phillipp Weisswange und Sören Sünkler: GSG 9. Die Spezialeinheit der Bundespolizei. Speerspitze im Kampf gegen den Terrorismus. Nürnberg 1/2017: S.Ka-Verlag. ISBN: 978-3-9815795-4-3. 208 Seiten, Hardcover, Format Din A4 quer. Preis: 49,00 €. Bezugsquelle: bestellung@k-isom.com

Donnerstag, 2. November 2017

IWI Masada - neue Schlagbolzenschlosspistole aus Israel

Ramat-Hasharon (ww) Israel Weapons Industries bringt im ersten Quartal 2018 seine neue Schlagbolzenschlosspistole Masada heraus. Die Waffe soll zunächst im Kaliber 9 x 19 mm kommen. Das Magazin fasst 17 Patronen.
Die IWI Masada (Foto: IWI)

Bei der Entwicklung der neuen Kurzwaffe mit Polymer-Griffstück und kaltgehämmertem 104 mm langen Polygon-Lauf standen Bedienungssicherheit, einfache Wartung und Instandsetzung sowie  Ergonomie im Vordergrund.
Die IWI Masada (Foto: IWI)

Beidseitige Bedienbarkeit, Handhabungsrillen vorne und hinten am Verschluss, eine Mils-Std 1913-Schiene am Griffstück und eine nachtleuchtende Dreipunkt-Visierung gehören zu den Ausstattungsdetails der rund 186 mm langen und leer 650 Gramm schweren Waffe. Sie verfügt über verschiedene Sicherungen, darunter Schlagbolzensicherung, Abzugssicherung und wahlweise eine manuelle Sicherung. Weiterhin lässt sich die IWI Masada ohne Betätigung des Abzugs zerlegen. Das Griffstück lässt sich durch austauschbare Griffrücken an drei Handgrößen anpassen. Neben schwarz stehen noch die Farbtöne Sniper-grau, Olivgrün und Erdbraun zur Auswahl.

www.iwi.net

Bulliger Bullpup - IWI stellt Tavor 7 vor

Ramat-Hasharon (ww) Mit dem Tavor 7 erweitert Israel Weapons Industries seine Bullpup-Waffenfamilien Tavor und X95 um eine neue Version im Kaliber 7,62 x 51 mm.
IWI Tavor 7 (Foto: IWI)

Der Gasdrucklader mit Kurzhub-Gaskolbensystem und Drehkopfverschluss verfügt serienmäßig über einen freischwingenden 432 mm langen Lauf (17“). Damit kommt die Waffe auf eine Gesamtlänge von 730 mm und ein Leergewicht von 4100 Gramm. Es steht auch ein Wechsellauf mit 508 mm (20“) Länge zur Verfügung. Die kaltgehämmerten und innen verchromten Läufe sind vierfach gezogen (Rechstdrall, 1:12“). Der Tavor 7 verfügt über eine vierstufige Gasregelung: Normal – Extrem – Schalldämpfer – Geschlossen (für Spezialoperationen). Die kadenz liegt zwischen 600 bis 900 Schuss pro Minute.

Montag, 23. Oktober 2017

Neue Einsatzbekleidung für BFE+

Fuldatal (ww) Die BFE+-Kräfte der Bundespolizei erhalten derzeit eine neue Einsatzbekleidung. Sie war auch schon auf verschiedenen Übungen zu sehen.
BFE+-Kräfte mit der neuen Einsatzausstattung bei einer Übung auf dem Bahnhof Berlin-Lichtenberg. (Foto: Bundespolizei)
Augenscheinlich handelt es sich bei der neuen Garnitur um die UfPro Striker XT Generation 2 in dem erst zur IWA vorgestellten Farbton „Frost Grey“. Der hellgraue Farbton bietet vor allem im urbanen Gelände gute Tarneigenschaften. Die Striker-XT-Bekleidung folgt dem „Hybrid-Design“: Sie besteht aus verschiedenen Materialien mit Stretch-Anteilen, so daß körpernahe Schnitte mit exzellenter Bewegungsfreiheit möglich sind. Zur Garnitur gehören das Combat Shirt und die Einsatzhose. Das Shirt ist darauf ausgelegt, in Verbindung mit dem Plattenträger – im Falle der BFE+ ein Sondermodell von Lindnerhof – getragen zu werden. Weitere Vorteile der Bekleidung sind die durchdachte Taschenkonfiguration sowie die Möglichkeit, Protektoren an Knien und Ellenbogen einzusetzen.
Nach Auskunft der Bundespolizei erhielten bisher drei der fünf BFE+-Einheiten die neue Ausstattung, die beiden verbliebenen werden in den nächsten Wochen ausgerüstet. 


www.bundespolizei.de