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Dienstag, 24. Mai 2016

Neu auf dem Radar - LTV-X und Ranger R6SS von FLIR Systems

Wilsonville, Oregon/USA und Tampa, Florida/USA (ww) FLIR Systems hat auf der Special Operations Forces Industry Conference (SOFIC) sein neues leichtes taktisches Geländefahrzeug LTV-X und seinen neuen tragbaren Aufklärungsradar Ranger R6SS vorgestellt.


Das Light Tactical Vehicle LTV-X ist bereits in einer Bell-Boeing Osprey V-22 luftverladbar. Dieses Kipprotor-Wandelflugzeug wird beim US Marine Corps und beim US SOCOM genutzt. Auf der SOFIC ist das LTV-X derzeit in einer Aufklärungsvariante zu sehen. Diese trägt auf einem ausfahrbaren und klappbaren Mast die Sensorplattform TacFLIR 280-HD sowie das neue Ranger R6SS Bodenüberwachungsradar mit 15 Kilometer Reichweite. Zudem ist das LTV-X mit einem Führungssystem ausgestattet, um sich mit weiteren Sensoren (einschließlich UAS) vernetzten zu können sowie Aufklärungsergebnisse in Echtzeit übermitteln zu können. Laserentfernungsmesser, Laserpointer, Illuminator sowie die Möglichkeit zum geräuscharmen batteriegestützten Betrieb runden die Ausstattung ab. FLIR Systems sieht als mögliche Verwendungszwecke für seine neuen Produkte vor allem Force Protection und Grenzschutz.
www.flir.com/SOFIC

Montag, 23. Mai 2016

SIG etabliert Langwaffenfertigung - MCX aus Eckernförde

Eckernförde (ww) Zu den ersten Langwaffen, die SIG Sauer wieder in Eckernförde fertigt, gehört das modulare Multikaliber-Sturmgewehrsystem MCX.

SIG MCX. Foto: SIG Sauer
Die 2013 erstmals vorgestellte Waffe lässt sich durch den Anwender individuell für den Einsatz konfigurieren. So stehen derzeit drei verschiedene Kaliber (5,56 x 45 mm, .300 BLK/7,62 x 35 mm und 7,62 x 39 mm) und jeweils drei unterschiedliche Rohrlängen zur Verfügung. Obwohl das SIG MCX äußerlich und auch hinsichtlich seiner Bedienung einem AR-15-System gleicht, kommt es dank seines ins Obergehäuse verlegten Schließfedermechanismus ohne das sonst übliche Pufferrohr („buffer tube“) aus. Daher lässt es sich mit diversen einschiebbaren und seitlich anklappbaren Schulterstützen ausstatten. Die so erreichte Kompaktheit bietet im Hinblick auf den fahrzeuggestützten Einsatz oder die wechselnde Kampfweise deutliche. Selbst ohne montierte Schulterstütze bleibt das MCX feuerbereit – eine Option für die verdeckte Tragweise. Beidseitig bedienbare Feuerwahl-, Verschlussfang- und -entriegelungshebel, eine verstellbare Gasentnahme und kaltgeschmiedete Rohre gehören zu den weiteren Ausstattungsdetails. Ebenso ist optional ein „Euro-Trigger“ verfügbar, der gesichertes Durchladen ermöglicht. SIG bietet für sein MCX darüber hinaus verschiedene Handschutze an. Dazu kommen Schalldämpfer sowie integrierbare Schalldämpferrohre. Optiken und Munition ergänzen das Portfolio des Systemhauses SIG Sauer.

Freitag, 20. Mai 2016

Vor 75 Jahren: Operation Merkur

Maleme (ww) Am 20. Mai 1941, heute vor 75 Jahren, begann die Operation Merkur. In der Luftlandeoperation gelang es vor allem deutschen Fallschirm- und Gebirgsjägern, die seinerzeit als strategisch wichtig erachtete und von einer alliierten Übermacht zur Verteidigung eingerichteten Insel Kreta zu nehmen.
Blick von der Höhe 107 - dem heutigen deutschen Soldatenfriedhof - auf das Flugfeld Maleme. Foto: JPW
Vier Angriffsziele – Maleme, Chania, Rethymnon und Heraklion – bildeten dabei die Brennpunkte der Operation Merkur. Nach schweren und verlustreichen Gefechten – die eigene Aufklärung hatte die gegnerische Truppenstärke deutlich unterschätzt – gelang es den deutschen Truppen am 22. Mai 1941, das Flugfeld Maleme letztlich zu nehmen. Am 31. Mai endete die Operation Merkur, Kreta war erobert. Das Luftlandeunternehmen war dennoch eine sehr verlustreiche: 3.914 Fallschirm-, Gebirgsjäger, Luftwaffensoldaten und Seeleute sind gefallen, weitere 297 vermisst. Sie und weitere während der Besatzungszeit gefallene Soldaten fanden in Maleme ihre letzte Ruhe. Viele der rund 5.000 auf alliierter Seite Gefallenen fanden auf dem Friedhof in der Suda-Bucht ihre letzte Ruhe. Über eine Exkursion nach Kreta hatte ich letztes Jahr anläßlich des Remeberenca Days und Volkstrauertages   bereits berichtet. Ich denke aber, im Sinne der „Versöhnung über den Gräbern“ ist es angebracht, auch am heutigen Tag der Gefallenen aller Seiten sowie der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken.

Samstag, 14. Mai 2016

Panzer hurra nach Pfreimd: Sieg bei der Strong Europe Tank Challenge 2016

Grafenwöhr/Preimd (ww) Die Mannschaft des (teilaktiven) Gebirgspanzerbataillons 8 hat die erste Strong Europe Tank Challenge 2016 gewonnen!
Die Trophäe, im Hintergrund ein Leopard2A6 der deutschen Mannschaft. Foto: US Army

Bei dem mehrtägigen Wettkampf vom 10. bis zum 12. Mai 2015 traten sieben Panzerzüge aus den NATO-Staaten Dänemark, Deutschland, Italien, Polen, Tschechien und USA  mit jeweils vier Kampfpanzern an, um ihre Fähigkeiten im Panzerschießen, Gefechtsdienst, Orientieren im Gelände, Selbst- und Kameradenhilfe, Panzererkennung sowie Handwaffenschießen zu messen. Den zweiten Platz belegte das Team des dänischen Panzerbataillons 1, gefolgt von der Auswahl der 11. Lubuska Panzerkavalleriedivision aus Polen. Ausgerichtet wurde der Wettkampf von der US Army Europe. Der Strategie&Technik-Blog sendet allen Teilnehmern und Ausrichtern ein donnerndes Panzer-Hurra!
Weitere Informationen, Videos und Bilder auf der Homepage der US Army Europe

Highlights in der Heide: Rheinmetall Land Forces Symposium 2016

Unterlüß (ww) Hochmobile kampfkräftige mechanisierte Verbände und infanteristische Feuerkraft bilden nach wie vor den Kern heutiger Landstreitkräfte. Sie standen im Mittelpunkt des Rheinmetall Land Forces Symposiums 2016. 600 Teilnehmer von allen Kontinenten waren hierzu der Einladung des wehrtechnischen Systemhauses an dessen traditionsreiches Erprobungszentrum Unterlüß in die Lüneburger Heide gefolgt.

Stimmungsvolle Beleuchtung am Symposiumsabend. Foto: JPW
Das erstmals in dieser Form veranstaltete Land Forces Symposium knüpfte an die Infantry Symposien der vergangenen Jahre an. Allerdings präsentierte sich jetzt neben der Rheinmetall Waffe und Munition die noch junge Division Rheinmetall Vehicle Systems in prominenter Form. Sie fungiert als Komplettanbieter vom LKW über den Radpanzer bis hin zu Kettenfahrzeugen und Turmsystemen. Das unterstrich sie mit einem beeindruckenden Fuhrpark auf dem Veranstaltungsgelände. Der Anspruch der Veranstaltung bleibt freilich unverändert: Das Symposium soll eine Plattform für den so wichtigen Dialog zwischen Experten aus Streitkräften, Industrie, Beschaffungsbehörden und Fachpresse bieten.

Grenadiere wechseln von der auf- zur abgesessenen Kampfweise. Foto: JPW
Die Agenda umfasste konsequenterweise etliche Aspekte des auf- und abgesessenen Kampfes einschließlich der Effektoren vom Kleinkaliber bis zum Hochenergielaser. Einige der Highlights aus der Heide stellen wir hier vor.

Freitag, 13. Mai 2016

Sierra-313 Recce-Boonie im legendären Alpentarn

Hamburg (ww) Die Hamburger Firma Sierra-313 ist immer wieder für ausgefallene Ideen gut. Jetzt hat sie einen Vorrat an Stoff in der schweizerischen Kulttarnung des Tarnanzug 57 aufgetan. Folgerichtig bietet sie ihre "Recce-Boonies" auch in diesem Muster an.
Der Sierra-313 Recce Boonie im TAZ 57-Look. Grafik: Sierra-313

Das rötliche Tarnschema basiert auf dem deutschen "Leiber-Muster", welches gegen Ende des zweiten Weltkries entstand und bereits vor der Aufklärung durch Nachtsichtgeräte schützen sollte. In den schweizerischen Streitkräften kannte man das Muster auch als "Pizzatarn" und den aus diesem Material geschneiderten Tarnanzug 57 (TAZ 57) und das Nachfolgemodell TAZ 83 als "Vierfrucht-Pyjama". Gleichwohl hat das Muster eine erstaunlich gute Tarnwirkung. Der Sierra-313 Recce-Boonie im TAZ 57-Muster kostet 29,90 Euro und kann ab sofort über den Sierra-313-Online-Shop bestellt werden

M4/M16-Merkposten: Neue Vorschrift der US Army verfügbar

Washington DC, USA (ww) Nur als kleiner Literaturhinweis: Die lange erwartete neuen M4/M16-Vorschrift der U.S. Army ist online verfügbar.
Der M4 Carbine mit aufgesetzter M68 Close Combat Optic von Aimpoint. Foto: U.S. Army

Die TC 3-22.9 behandelt umfangreich Funktionsweise, Ausbildung und Einsatz mit dem M4-Karabiner und M16-Sturmgewehr. Die Vorschrift ersetzt das Vorgängerdokument aus dem Jahre 2008 und lässt sich hier auf der homepage der US Army als pdf-Dokument herunterladen.