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Freitag, 22. Februar 2013

Cassidian: TETRA-Netz für Taiwan


Taipeh (ww) Cassidian baut ein inselweites TETRA-Netz in Taiwan auf.

Militärpolizist der Republik China am Funk. Foto: ROCMP

Innerhalb der nächsten drei Jahre soll das Republic of China Military Police Command mit 60 Basisstationen der Typen TB3 und TB3c sowie 1.500 Terminals der Typen THR9i, TMR880i und TGR990 ausgestattet werden. Das Military Police Command führt alle Einheiten und Einsätze der Militärpolizei.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Survival: Neue Helferlein

Las Vegas/Dortmund (ww) Survival, Evasion, Resistance, Escape – SERE – stellt immer eine Extremsituation dar. Um so dankbarer ist man für die „kleinen Helferlein“, die einem das Leben etwas einfacher machen.
Leben im Versteck. Foto: JPW



Streifzüge über die SHOT Show 2013 und die Jagd&Hund 2013 brachten einige innovative Produkte von Solkoa, CamelBak und Interwiko zum Vorschein.

Dienstag, 19. Februar 2013

Bundeswehr: Mal schnell nach Mali?

Berlin (ww) Die Bundeswehr soll ihr Afrika-Engagement ausweiten. Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts am 19. Februar 2013 soll sie dazu beitragen, den vom Bürgerkrieg zerissenen westafrikanischen Binnenstaat – gut dreieinhalb mal so groß wie die Bundesrepublik – zu stabilisieren.

Das Wappen der Republik Mali. Wahlspruch: Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube. Grafik: Wikipedia

Hierzu sollen bis zu 180 Mann der Bundeswehr bei der European Union Training Mission (EUTM) Mali zum Einsatz kommen. Weiterhin soll die afrikanisch geführte Unterstützungsmission AFIMSA mit deutschen Lufttransportkapazitäten unterstützt werden. Nota bene: von der französischen Kampfoperation "Serval" ist dabei nicht die Rede! Dieser Einsatz bindet nochmals rund 150 Mann. Beide Einsätze sollen bis zum 28. Februar 2014 befristet werden. Der Bundestag soll den Mandaten noch im Februar zustimmen. Eine Mali-Taschenkarte des neu geschaffenen Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) gibt es auch schon – besser haben und nicht brauchen, als umgekehrt (die Taschenkarte, nicht das Zentrum!!!)

Die Bundeswehr ist bereits jetzt durch andere Einsätze auf dem Schwarzen Kontinent gebunden. In Djibuti befindet sich eine Basis für Seefernaufklärer P3C-Orion, die die EU-geführte Anti-Piraterie-Mission Atalanta am Horn von Afrika unterstützen – insgesamt ist dieses Atalanta-Kontingent 327 Mann stark (alle Zahlen: Stand Februar 2013). Dazu kommt ein weiterer deutscher Anti-Piraterie-Berater im Rahmen der EUCap Nestor. Im Rahmen der EU-Trainingsmission Somalia in Uganda bilden derzeit zwölf deutsche Soldaten somalische Kameraden aus. Im Sudan und im Südsudan unterstützen insgesamt 28 deutsche Blauhelme die UN-Missionen UNMISS und UNAMIS. In der Demokratischen Republik Kongo ist die Bundeswehr mit drei Mann an der EU-Mission EUSEC RD Congo beteiligt. Und mit drei Transall C-160 D-Maschinen unterstützte die Luftwaffe ab dem 18. Januar 2013 vom Lufttransportstützpunkt im senegalesischen Dakar aus die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS bei deren Mali-Einsatz „AFISMA“ sowie dem Kampfeinsatz „Operation Serval“, mit dem der französische Verbündete islamistische Aufständische in Mali zurückdrängte.

Togolesische Kameraden der ECOWAS-Truppe verlegen im Januar 2013 an Bord einer deutschen Transall C-160D in den Mali-Einsatz. Foto: Bundeswehr

Nachfolgend noch weitere Details von www.bundeswehr.de über die geplante Mali-Mission.

MBDA: Erster Exportauftrag für SIMBAD-RC

Le Plessis-Robinson (ww) MBDA hat einen ersten Exportauftrag für sein maritimes Flugabwehrraketensystem SIMBAD-RC erhalten. Der jetzt geschlossene Vertrag kam nur rund ein Jahr nach Beginn des selbstfinanzierten Projekts.
Studie des SIMBAD-RC. Grafik: MBDA-Systems

Bei SIMBAD-RC handelt es sich um ein einfaches, fernbedienbares Flugabwehrraketensystem mit kurzer Reichweite, das speziell für Patrouillenboote oder Trosschiffe ausgelegt ist. Es soll Flugzeuge, Anti-Schiff-Flugkörper oder auch Drohnen bekämpfen. Jeder der fernbedienbaren Werfer kann zwei Raketen abfeuern. Der nicht näher bezeichnete Kunde will seine Patrouillenbootflotte mit dem Flugabwehrraketensystem SIMBAD-RC ausrüsten. Jede Einheit soll dabei zwei Werfer erhalten. Die ersten SIMBAD-RC-Prototypen befinden sich derzeit in Produktion, erste Auslieferungen sollen 2015 beginnen.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Zero Dark Thirty: Besser Akten fressen als Terroristen tränken!

Hollywood/Bad Homburg (ww) Kathryn Bigelows neuestes Epos "Zero Dark Thirty"  zeichnet die Jagd auf Usama bin Ladin nach. Der Filmtitel bezieht sich dabei auf den Beginn des Angriffs auf das Versteck "Geronimos" im pakistanischen Abottabad: Halb ein Uhr morgens.
Zero Dark Thirty: Zugriff  um 020030Emay11 in Abottabad. Foto: Universal Pictures Germany
Und tatsächlich begann die Operation um 020030Emay11 – für unsere zivilen Leser: am 2. Mai 2011 um 00:30 Uhr Pakistan Standard Time. Die liegt fünf Stunden der koordinierten Weltzeit voraus (UCT+5) und damit in der NATO-Zeitzone „Echo“, abgekürzt E.
Gut - man weiss ja, wie der Einsatz endete und damit ist das Filmfinale absehbar. Aber um so mehr interessierte es mich, wie meine Lieblingsregisseurin ("Point Break - gefährliche Brandung" zählt bis heute zu meinen Lieblingsfilmen) den Stoff in ihrem immerhin über zweieinhalb Stunden langen Machwerk umsetzte.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Zivilschutzhubschrauber hoben 2012 über 17.000 mal ab

Bonn (ww) Die 16 Zivilschutzhubschrauber „Christoph“ des Bundesministerium des Innern flogen 2012 17.381 Einsätze. Insgesamt kamen die auf zwölf Luftrettungsstationen verteilten charakteristischen orangenen Maschinen auf 5.399 Flugstunden und 4.562 Patiententransporte.

Christoph 3 aus Bonn vor dem Posttower in seinem Heimatstandort. Foto: BBK

Am häufigsten hob 2012 „Christoph 29“ in Hamburg ab. Er ist laut Statistik mit 1.941 Einsätzen erneut Spitzenreiter unter den Luftrettungsstationen, gefolgt von „Christoph 13“ (Bielefeld), der 1.781 mal ausrückte. Zum Vergleich: 2009 flog „Christoph 29“ 2.404 Einsätze, 2011 waren es 1.986. Die höchste Steigerung hinsichtlich der jährlichen Einsatzzahl liegt beim Frankfurter „Christoph 2“, der im vergangenen Jahr 195 mal mehr ausrückte als 2011 (2012: 1.422 Einsätze, 2011: 1.227) Die meisten Patienten transportierte 2012 „Christoph 17“ (Kempten), nämlich 753. Mit 743 Patiententransporten folgt „Christoph 2“.
Die Zivilschutz-Hubschrauber gehören zum Ausstattungspotenzial, das der Bund den Ländern für den Katastrophen- und Zivilschutz zur Verfügung stellt. Sie werden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) betrieben und von Piloten der Bundespolizei geflogen. Der Träger der jeweiligen Station stellt die medizinische Besatzung.

www.bbk.bund.de


Dienstag, 12. Februar 2013

deFNder-Waffenstationen bei Renault und Streit

Herstal (ww) Die fernlenkbare Waffenstation „deFNder“ von FN Herstal ist von zwei angesehenen Fahrzeugherstellern als Bewaffnung ausgewählt worden.

Waffenstation deFNder Medium mit Maschinengewehr M3M. Foto: FN

Renault Trucks Defense und Streit werden auf der Rüstungsmesse IDEX 2013 in Abu Dhabi einige ihrer Fahrzeuge mit verschiedenen Versionen der fernlenkbaren Waffenstationen des belgischen Traditionsherstellers zeigen. So hat Renault die „deFNder light“ mit einem FN MAG auf seinen Sherpa SW montiert. Streit zeigt eine Variante seines Scorpion 4x4 mit deFNder Medium einschließlich FN M3M im Kaliber .50 BMG. De deFNder-Waffenstationen weisen einen sehr guten Richtbereich hinsichtlich Waffenerhöhung und –neigung auf. Ihre offene Architektur gestattet die Aufnahme einer Vielzahl von Waffen und Optiken.


www.fnherstal.com


Freitag, 8. Februar 2013

Bundeswehr: Infanterie erhält 60 weitere "Gladius"-Systeme

Düsseldorf/Koblenz (ww) Die Bundeswehr beschafft für ihre Infanterie 60 weitere „Gladius“-Systeme. Damit soll nicht nur die Kampfkraft der abgesessen kämpfenden Kräfte gesteigert, sondern die zehn Mann starke Infanteriegruppe samt ihrem Fahrzeug auch besser in die Vernetzte Operationsführung eingebunden werden.

Gladius-Kampfausstattung. Foto: Rheinmetall/Milpictures
Wie  der Rheinmetall Konzern heute mitteilt, beauftragte die Bundeswehr im Januar die Lieferung 60 weiterer dieser ursprünglich „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ und dann „IdZ 2“ genannten Systeme. Der nun erteilte Anschlussauftrag hat ein Volumen von 84 Mio Euro und umfasst die Ausrüstung für 60 Infanteriegruppen mit insgesamt 600 Soldaten.

Montag, 4. Februar 2013

Bundeswehr beschafft neue Fuchs-Variante KAI

Düsseldorf/Koblenz (ww) Die Bundeswehr hat sieben Transportpanzer Fuchs in der neuen Variante "Kampfmittelaufklärung und -identifizierung (KAI)" beauftragt.

Demonstratorfahrzeug des Fuchs KAI. Foto: Archiv
Das teilte der Rheinmetall-Konzern heute (4. Februar 2013) mit. Insgesamt sieben Fahrzeuge der neuen Fuchs-Variante sollen zwischen November 2013 und November 2014 den deutschen Streitkräften zulaufen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 37 Mio Euro.
Die Bundeswehr plant, den Transportpanzer (TPz) Fuchs KAI ab dem IV. Quartal 2014 in Afghanistan einzusetzen. Auch im Rahmen eines Truppenabzugsszenarios werden zahlreiche Fahrzeugbewegungen erforderlich sein, so dass die Bedrohung durch Sprengfallen weiter bestehen bleibt.
Der TPz Fuchs KAI ergänzt den schweren Kampfmittelräumzug der Bundeswehr und soll Gefahrenstellen aufklären, die vom "Route Clearance System" der deutschen Streitkräfte nicht erreicht werden. Weiterhin soll der TPz Fuchs KAI ein vom Kampfmittelräumzug unabhängig operierendes Kampfmittelaufklärungssystem sein, das Konvoi-begleitend Gefahrenstellen ("Hot-Spots") aufklärt.

Nachruf: Chris Kyle (1974 - 2013)

Dallas (ww) Chief Petty Officer Chris Kyle, ehemaliger US Navy SEAL, legendärer Scharfschütze, Bestseller-Autor und Geschäftsführer der Schieß- und Taktikschule Craft International LLC ist tot. Er fiel am Samstag, 2. Februar 2013 einem Mordanschlag zum Opfer.

Chris Kyle (1974 - 2013)
Durch und durch Texaner, arbeitete der am 8. April 1974 geborene Kyle zunächst als Cowboy auf Farmen und machte sich auch als Rodeo-Wettkämpfer einen Namen. Nach einem landwirtschaftlichen Studium trat er 1999 in die US Navy ein und durchlief die Ausbildung zum SEAL (Sea, Air, Land;  Kampfschwimmer). Als Angehöriger des SEAL Team Three nahm an insgesamt vier Kampfeinsätzen im Rahmen der Operation Iraqi Freedom teil. Mit rund 160 bestätigten Abschüssen ist er der derzeit erfolgreichste Scharfschütze der US-Streitkräfte. Bei seinen Einsätzen wurde er mehrfach verwundet und erhielt hohe militärische Auszeichnungen, darunter zwei Silver Stars und fünf Bronze Stars. Seine Erlebnisse verarbeitete der "Devil of Ramadi" in seiner Autobiographie "American Sniper". Darin schilderte auch seine Frau Taya die Belastungen, die Angehörige von Soldaten im Einsatz mittragen müssen.
Nach seinem Dienstzeitende 2009 gründete Kyle gemeinsam mit anderen Kameraden die Schieß- und Taktikschule Craft International LLC. Weiterhin engagierte er sich unter anderem mit der FITCO Cares Foundation für US-Veteranen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS).
Am vergangenen Samstag nahmen Kyle und sein Freund Chad Littlefield einen unter PTBS leidenden ehemaligen Marine mit auf einen Schießstand in Kyles Heimat Texas. Dieser richtete die Waffen jedoch gegen Kyle und Littefield und tötete beide. Der Täter wurde später von der Polizei gefasst.      
Mit Chris Kyle verlieren wir einen selbstbewussten und zugleich bescheidenen Kameraden und Kollegen, für den der christliche Glaube, der Dienst am Vaterland und seine Familie Richtschnur seines Lebens bildeten. Kyle hinterlässt seine Frau Taya, einen Sohn und eine Tochter. Ihnen und allen weiteren Angehörigen, Freunden und Kameraden spricht der S&T-Blog sein herzliches Beileid aus.